Wurm Up

14.12.2014 07:56 | Für Hunde

 

Wurm Up

Von Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

Darmparasitenbefall beim Hund

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Natürlich gibt es im Zusammenhang mit wurmtreibenden Pflanzen oder Kräutern, die ein wurmunfreundliches Milieu im Verdauungstrakt schaffen, aus dem der Wurm gleich wieder auszieht, auch

unsere Kräutermischung „Wurm Up für Hunde“.

 

Wurm Up

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  • Zur Vorbeugung gegen Darmparasiten
  • Zur Unterstützung der selektiven Entwurmung
  • Zur Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte im Kampf gegen Darmparasiten
  • Zur Entgiftung und zur Darmsanierung nach chemischen Wurmkuren
  • Zur Vorbereitung für eine chemische Wurmkurgabe bei einer vorliegenden starken Verwurmung

 

Ausgewogene Mischung aus handverlesenen Kräutern


  • Kürbiskerne
  • Karottenpulver
  • Erdrauch
  • Kokosflocken
  • Walnuss
  • Beifuss
  • Petersilie
  • Labkraut
  • Ulmenrinde
  • Zitwerwurzel (Weiße Curcuma)
  • Nelken
  • Bockshornkleesamen
  • Granatapfel

 

  • Kürbiskerne

Die Samen enthalten vor allem fette Öle, Eiweiß, Pektine, Phytosterole, Vitamine (vor allem Vitamin E), hormonähnliche Substanzen, Aminosäure Cucurbitin, Selen und Saccharose. In den Vordergrund im Bezug auf die Entwurmung tritt jedoch vor allem die Aminosäure Cucurbitin, denn sie lähmt die Darmparasiten, die sich dann von der Darmwand lösen und mit der Darmperistaltik ausgetrieben werden können. In der Vergangenheit galt das fette Öl der Kürbissamen sogar als zuverlässiges Entwurmungsmittel bei Bandwurmbefall. Heute wird diese Wirkung nur noch selten genutzt und den Kürbiskernen in erster Linie ihre heilende Wirkung bei Blasen- und Prostataleiden zugeschrieben, weil die Wirkstoffe auch den Mechanismus der Harnentleerung positiv beeinflussen.

  • Karottenpulver

Meist steht im Zusammenhang der Wirkungsweise von Karotten in erster Linie das Beta-Carotin, welches in der Leber in Vitamin A umgewandelt wird und sowohl die Sehkraft, als auch die Fruchtbarkeit positiv beeinflusst. Aber in Karotten steckt noch viel mehr, denn sie sind wertvolle Vitamin-, Mine­ral- und Spurenstoffspender. Neben dem hohen Gehalt an Carotin, fällt der Reichtum an den Faktoren der Vitamin-B-Gruppe auf, wobei Vitamin C geringgradiger vorhanden ist. An Mi­neralien und  Spurenelementen wurden – meist  in Form ihrer Salze – Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Phosphor, Kupfer, Jod und  Mangan festgestellt, worunter vor allem die Kalium- und Phosphorsalze men­genmäßig hervorzuheben sind. Der Nährstoffreichtum ist natürlich in einer Kräuterkur zur Entwurmung insofern interessant, als dass die Inhaltsstoffe bereits einen Teil der durch die Darmparasiten entstandenen Defizite ausgleichen können. Im Vordergrund der Entwurmung stehen jedoch vor allem die ätherischen Öle, denn sie fördern die wurmwidrige Eigenschaft der Karotten, lähmen die Darmparasiten und lassen das Milieu im Darm wurmunfreundlich werden. Im Weiteren sorgt das Pektin für die Regulation der Verdauung und fördert damit auch die Nährstoffaufnahme. Überdies wirken Karotten positiv auf die körpereigene Abwehr und unterstützen die Immunantwort auf Darmparasiten.

  • Erdrauchkraut

Das als krampflösende Mittel gegen Gallenkoliken bekannte Heilkraut enthält eine wurmunfreundliche Wirkstoffmischung aus Alkaloiden, Flavonoiden, Fumarin, Protopin, Fumarsäure, Gerbsäure und Schleimstoffen, die inzwischen auch schon von Schafhaltern- und züchtern als natürliche Alternative zur chemischen Wurmkur entdeckt und vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des ökologischen Landbaus zur natürlichen Entwurmung empfohlen wird. Dabei ist einerseits die wurmtreibende Wirkung, andererseits aber auch die Immunsystem regulierende Eigenschaft vom Erdrauch ein Vorteil, den das Heilkraut der Fumarsäure verdankt, die überschießende Reaktionen der Abwehrkräfte verhindert. Im Bezug auf die Entwurmung steht vor allem die blutreinigende Wirkung im Vordergrund und die Eigenschaft vom Erdrauch, die Darmperistaltik anzuregen, sodass die Würmer ausgetrieben werden können.

  • Kokosflocken

Das Fruchtfleisch der Kokosnuss enthält die wertvolle Laurinsäure, die man vor allem als Bestandteil der Muttermilch kennt und der man eine ihrer besonders wichtigen Eigenschaften zuschreibt: Die Steigerung des Immunsystems und der körpereigenen Abwehrkräfte! Diese gesättigte Fettsäure mittlerer Kettenlänge ist in Kokosöl mit 40 % bis 50 % enthalten und macht Kokosraspeln auch in der Darmsanierung und der Entwurmung von Tieren extrem hilfreich, denn die antimikrobiellen Effekte der Laurinsäure gegen Bakterien, Hefen, Pilze und bestimmte Viren sind seit den 1960er Jahren bekannt. In den 90-ger Jahren entdeckte man zusätzlich spezifische antivirale Wirkung gegen das Herpes simplex Virus, Masern und HIV, sowie viele andere Viren und unter diesem Aspekt betrachtet, unterstützen Kokosraspeln den Darm nicht nur im Kampf gegen unerwünschte Gäste, sondern stärken auch die Darmschleimhaut und helfen beim Aufbau einer gesunden und ausbalancierten Darmflora, die sich durchaus auch selbst gegen Parasiten wehren kann. Dass die Kokosnuss überdies auch die wertvolle Folsäure, sowie Zink und Selen liefert, ist zwar für den Effekt der Entwurmung nicht ganz so wichtig, aber es zeigt, dass die natürliche Entwurmung mit der Pflanzenheilkraft die ganz sicher erwünschte „Nebenwirkung“ hat, dass sie auch das Allgemeinwohl des Patienten verbessert. Überdies wird vielfach behauptet, dass die an den Darmwänden klebenden Würmer, Larven und Wurmeier durch die Kokosflocken „abgekratzt“ werden oder dass die Flocken den Würmern in den unterschiedlichen Stadien das Einnisten in den Darm zumindest erschweren.

  • Walnussblätter

Die hervorragendste Eigenschaft der Walnussblätter ist ihre adstringierende Wirkung, denn durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen, sowie Gerbsäuren, Tanninen, Bitterstoffen, Flavonoiden, Juglon und ätherischen Ölen, die zusammenziehend, aber auch anregend wirken, gehören Walnussblätter zu den Heilkräutern, die dem gesamten Verdauungssystem nützlich und förderlich sind. Dazu kommt eine ausgeprägte entzündungshemmende und eine gerade nach dem Einsatz von allopathischen Wurmkuren heilsame, weil blutreinigende Wirkung. Dass ätherische Öle das Darmmilieu „wurmunfreundlich“ werden lassen, hilft nicht nur beim Austreiben der Würmer und Eier, sondern auch der Neuinfektion, denn wo sich Würmer nicht wohl fühlen, ziehen sie auch nicht ein.

  • Beifuss

Diese Heilpflanze gilt als „kleine Schwester“ des Wurmkrautes Wermut und ist ihm auch in der Wirkungsweise sehr ähnlich. Im Fokus steht der Beifuss aber vor allem durch seinen Wirkstoff Artemisinin – hierbei handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff, chemisch ein Sesquiterpen, der in den Blättern und Blüten des Einjährigen Beifusses (Artemisia annua) vorkommt. Artemisinin gilt als Mittel gegen Krebs und wird immer verstärkter bei der Tumortherapie eingesetzt. Seit der Antike kannte man den Beifuss aber vor allem als Mittel zur Entwurmung, denn der Beifuss enthält wurmwidrige ätherische Öle (bis zu 0,3%) wie 1,8-Cineol, Campher, Lina­lool, Thujon und zahlreiche Monoterpenene und Sesquiterpene (je nach Herkunft). Ferner kommen vor: Sesquiterpenlactone (unter anderem Vulgarin und Psilostachyin), Flavonolglykoside und Cumarine. Wie der Wermut wirkt auch der Beifuss aufgrund seiner Bitterstoffe als magenstärkendes Mittel, das aber auch das Milieu im Darm wurmunfreundlich werden lässt. Beifuss enthält nicht nur Wirkstoffe wie Gerbstoffe und Bitterstoffe (z.B. Sesquiterpenlactone), die bei der Darmsanierung eine wichtige Rolle spielen, sodass zum Beispiel Durchfallerkrankungen, die auf einer gestörten Darmflora basieren, gestoppt werden können, sondern entfaltet auch eine antibakterielle Heilwirkung im Darm, sodass das Gleichgewicht der verdauungsfördernden Keime wieder ins Gleichgewicht gebracht wird. Gerade bei der Entwurmung spielt aber auch seine antimykotische Heilwirkung eine große Rolle, weil Beifuss mit Hilfe seiner ätherischen Öle wie Kampfer, Cineol und Thujon ein Darmmilieu schafft, in dem sich Pilze, aber auch Parasiten nicht mehr wohlfühlen und sich damit auch nicht mehr fortpflanzen, respektive freiwillig ausziehen. Darüber hinaus kann das enthaltene Thujon die adulten Würmer lähmen, wodurch sie inaktiv und ausgeschieden werden. Eine weitere Wirkung der Substanzen im Beifuss ist die Förderung der Kontraktion der Muskulatur, wodurch der Wurmaustrieb erleichtert wird, aber leider kann von der kontraktionsfördernden Wirkung auch der Uterus der tragenden Stute betroffen werden und es kann zu vorzeitigen Wehen kommen, die einen Abort zur Folge haben könnten.

  • Petersilie

Das kraus- oder glattblättrige Küchengewürz gilt nicht nur als überaus reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen (Vitamin A, Provitamin A – Betacarotin -,Vitamine B1 bis B6, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin K und Zink, Mangan, Schwefel, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor), sondern ist ein wichtiges Diuretikum, das schon früher in der Volksmedizin als harntreibendes und ausschwemmendes Mittel bei Nieren- und Blasenschmerzen sowie gegen Nierengrieß empfohlen wurde, denn Petersilie enthält Phenylpropane und Flavonoide, welche die Nierenfunktion anregen. Im Weiteren wirkt Petersilie aber auch entkrampfend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, blutreinigend, entgiftend, antimikrobiell und gegen schlechten Atem. Zu den enthaltenen Wirkstoffen gehören sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide (vor allem Apigenin) und Cumarine (Furocumarin), die immer wieder im Zusammenhang mit einem Entgegenwirken von Tumorwachstum stehen. Die enthaltenen ätherischen Öle Myristicin und Apiol wirken adstringierend und verbessern damit auch die Darmperistaltik und den Austrieb der Würmer. Wie viele Heilkräuter, die wurmtreibend wirken und die Darmperistaltik erhöhen, sollte auch die Petersilie nicht in der Trächtigkeit angewendet werden, denn das enthaltene Apiol wirkt in höheren Konzentrationen auch zusammenziehend (kontraktionsfördernd) auf die Muskulatur der Gebärmutter. Die Petersilie ist sehr reich an Antioxidantien, welche die zellschädigenden freien Radikale im Körper bekämpfen. Überdies wirkt das enthaltene Vitamin A direkt auf die weißen Blutzellen ein, die Krankheitserreger dadurch besser bekämpfen können. Das Chlorophyll in Petersilie hat eine antibakterielle und pilzhemmende Eigenschaft. Gleichzeitig wird auch das Enzym Glutathion-S-Transferase anregt, das oxidierten, also geschädigten Zellen entgegen wirkt. So gilt die Petersilie als krebshemmend, aber gleichzeitig auch als Immunsystem stärkend und sogar als entzündungshemmend. Regelmäßiger Petersiliengenuss kann zudem die Harnsäure aus dem Körper ausleiten, was Arthritis lindern kann. Überdies wird durch die Einnahme von Petersilie Studien zufolge auch der Blutzuckerspiegel gesenkt.

  • Labkraut

Was für unsere Nasen wohlduftend erscheint, ist für manche Insekten ein Grund, schleunigst das Weite zu suchen und so ist es auch beim Labkraut, denn es enthält Cumarine, deren Geruch an duftendes Heu erinnert, aber der als natürliches Antimottenmittel bei ungebetenen Gästen im Kleiderschrank, aber auch bei denen, die im Darm einziehen, sehr wirksam sein kann. Aber Labkraut wird zusätzlich aufgrund der ebenfalls enthaltenen Saponine in seiner Wirkung unterstützt, das Darmmilieu wurmunfreundlich werden zu lassen und das trägt nicht nur zu einer natürlichen Entwurmung, sondern überdies auch zu einem Schutz vor einer Neuinfektion mit Darmparasiten bei. Nicht zu vergessen ist aber auch sein Beitrag zur Darmsanierung und Heilung von Entzündungen im Magen- und Darmbereich.

  • Ulmenrinde

Die Ulmenrinde ist unter Katzenfreunden längst der der Geheimtipp im Bezug auf das gesteigerte Wohlbefinden und die Gesundheit der Samtpfoten, aber inzwischen hat es sich auch bei Pferde- und Hundebesitzern herumgesprochen, dass die Rinde der amerikanischen Rotulme Polysaccharide enthält, die in Verbindung mit Feuchtigkeit einen wirkungsvollen Schleim bilden. Dieser Schleim unterstützt die Gelenkschmiere, bindet Abfallstoffe in allen Bereichen des Körpers (Darm etc.) und hilft sie auszuscheiden, weshalb Ulmenrinde auch zur Entgiftung des Organismus ideal sein kann. Studien belegen sogar, dass Ulmenrinde Antioxidantien enthält, die eng im Zusammenhang mit dem Zellschutz und der Zellneubildung stehen, krebsvorbeugend wirken und überdies eine positive Auswirkung auf die Nieren haben können. Im Zusammenhang mit der Entwurmung steht einerseits die Schleimbildung im Vordergrund, weil die Ulmenrinde lindernd und beruhigend und überdies positiv auf die Magen- und Darmschleimhaut und gegen Gastritis wirkt. Andererseits wirkt die Ulmenrinde die Gerbsäure, sowie Bitterstoffe und Gerbstoffe adstringierend  und zusammenziehend auf die Schleimhäute, stimuliert damit die Darmperistaltik und das Austreiben der Würmer, hemmt die übermäßige Sekretion der Verdauungsdrüsen und unterstützt die Heilung von Wunden, die durch einen Wurmbefall entstehen können durch Reizmilderung und durch die abdichtende Eiweißfällung. Die zusammenziehende Wirkung der Ulmenrinde ist es auch, welche ihren Einsatz bei der Entwurmung und der Darmsanierung anzeigt, aber nicht zu vergessen ist auch die entzündungshemmende Wirkung, die dafür sorgt, dass kleinere Verletzungen durch massiven Wurmbefall abheilen, ohne dass daraus Geschwüre entstehen. Dazu kommen aber zusätzlich die heilungsfördernden Schleimstoffe, die beim Aufbau einer intakten Darmschleimhaut vor allem nach einer allopathischen Entwurmung helfen können.

  • Zitwerwurzel (Weiße Curcuma)

Die in Asien heimische Wurzel wächst in tropischen und subtropischen Regenwald-Regionen und ist eine Verwandte des Ingwers und der Kurkuma, weshalb man sie auch „weiße Kurkuma“ nennt. Sowohl Ingwer, als auch Kurkuma gilt als natürliches „Antiwurmmittel“ und wie der Ingwer enthält die Zitwerwurzel Zingiberene und wie im Kurkuma findet man auch in der Zitwerwurzel den Inhaltsstoff Curcumin, die beide zur Entwurmung beitragen. Mit dem Wurmkraut und der „kleinen Schwester des Wermut“, dem Beifuss, verbindet die Zitwerwurzel ebenfalls ein Inhaltsstoff – die Sesquiterpene. Ergänzt werden sie durch ätherische Öle wie Alpha-Pinene und Harze sowie  Schleimstoffe, welche positiv auf die Darmflora wirken, weshalb die Zitwerwurzel auch primär gegen Magen-Darmprobleme, wie Blähungen und Koliken eingesetzt wird, denn sie wirkt entblähend und entkrampfend.

  • Nelken

Als Heilpflanze des Jahres 2010 ausgezeichnet, zählen die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes zu den wirksamsten Antioxidantien. Grund dafür sind ihre wertvollen Inhaltsstoffe, denn Gewürznelken weisen einen hohen Gehalt an Phenolverbindungen auf, die antioxidative, entzündungs- und gerinnungshemmende Eigenschaften besitzen. Diese Antioxidantien in Gewürznelken können unter anderem die Zellmembranen vor zellzerstörenden freien Radikalen schützen. Das Aroma von Gewürznelken wird hauptsächlich durch den Inhaltsstoff Eugenol bestimmt, der unter anderem eine antiseptische (keimtötende) Wirkung hat. Gewürznelken kommen überdies bei der natürlichen Bekämpfung von Pilzen, Parasiten oder Bakterien zum Einsatz. Ihre antimikrobielle Wirkung vertreibt unerwünschten Darmparasiten.

  • Bockshornkleesamen

Der Samen des Bockshornklee enthält sehr viele Nährstoffe und setzt sich vor allem aus Kohlenhydraten mit vielen Ballaststoffen und Schleimstoffen, Eiweiß und hochwertigen Fetten zusammen. Bemerkenswert für die Samen sind der ungewöhnlich hohe Vitamin C - Gehalt (200 mg / 100 g) und weitere wichtige Inhaltsstoffe wie verschiedene Enzyme, essentielle Aminosäuren (z.B. viel Lysin), Cholin, Vitamin E, beta - Carotin, Mineralstoffe wie Kupfer, Saponine, Flavonoide und ein hoher Gehalt an ätherischen Ölen, weshalb er ein hervorragendes Mittel bei allgemeiner Schwäche des Körpers und des Organismus ist. In Zeiten der Rekonvaleszenz ist der Bockshornkleesamen eine gute Hilfe, um den Appetit anzuregen und verlorenes Gewicht wieder aufzuholen. Besonders bewährt hat sich der Einsatz von Bockshornkleesamen auch als Appetitanreger bei schwerfuttrigen und bei älteren Tieren zum Entgegenwirken von Gewichtsverlust durch schlechte Verdauung und zum Auffüttern bei mageren Tieren, sowie als Mittel zur Vorbeugung gegen Verdauungsprobleme. Bockshornkleesamen gilt als blutbildend und entzündungshemmend, was ihn auch als Mittel bei Blasenentzündungen empfiehlt, wobei auch bei Husten und Bronchitis seine schleimlösende Wirkung genutzt werden kann. Im Bezug auf die Entwurmung ist jedoch vor allem seine muskelkontraktionsfördernde Eigenschaft von hoher Relevanz, denn er erhöht die Darmperistaltik und regt damit die Ausscheidung von Darmparasiten an. Allerdings sollte er nicht bei tragenden Tieren zum Einsatz kommen, denn er kann vorzeitige Wehen auslösen. Nach der Geburt regt er aber die Milchsekretion an und kann so unterstützend zur Laktation verabreicht werden.

  • Granatapfelkerne

Der Granatapfel gilt zwar nicht als klassisches Mittel zur Entwurmung, obwohl die Rinde des Granatapfelbaumes in der traditionellen Medizin bereits vor mehr als 4000 Jahren als Entwurmungsmittel gegen Darmparasiten, besonders bei Bandwürmern eingesetzt wurde. Als mittlere Dosis gegen Bandwürmer nennt der Ergänzungsband 6 des Deutschen Arzneibuchs (EB 6) 20 g des Extrakts. Die enthaltenen Alkaloide sollen die Bandwürmer betäuben und lähmen, sodass sich diese nicht länger an der Darmhaut des Wirts festhalten können und ausgeschieden werden. Allerdings weiß man heute, dass diese Rindenextrakte in ihrer Anwendung nicht ganz ungefährlich sind und insofern kommen vor allem die Kerne des Granatapfels in Heilanwendungen zum Einsatz. Die Granatapfelkerne sind reich an Kalium, das an den physiologischen Prozessen in jeder Zelle beteiligt ist und enthalten unter anderem das immunsystemstärkende Vitamin C, das Knochenmineral Calcium und das blutbildende Spurenelement Eisen. Der Granatapfel enthält darüber hinaus größere Mengen Flavonoide wie Quercetin und Anthocyane, die eine antioxidative Wirkung haben, welche die von Vitamin C und Vitamin E, zumindest in vitro, um ein Vielfaches übersteigen kann. Sie können im Organismus freie Radikale binden und schützen somit die DNA sowie Lipide und Kohlenhydrate vor Schädigung. Den Anthocyanen wird eine positive Wirkung auf die Verbesserung der Sehvorgänge zugeschrieben und sie sollen außerdem entzündungshemmend und gefäßschützend wirken. Besonders wertvoll ist überdies der hohe Anteil an bioaktiven Wirksubstanzen, insbesondere die zu den gesundheitsfördernden Polyphenolen zählende Gallussäure und die Ellagsäure (Ellagitannine), für die eine krebsvorbeugende Wirkung in manchen Tiermodellen sowie menschlichen Zellkulturen nachgewiesen werden konnte. Polyphenole übernehmen wichtige Funktionen für die Zellregulation und dienen somit als Radikalfänger und können eine oxidationshemmende Wirkung im Zellinneren ausüben, indem sie die DNA des Zellkerns schützen und so das Altern der Zellen, Krebsleiden, Herz- und Kreislaufkrankheiten, sowie entzündliche Krankheiten begrenzen können. So wirken Polyphenole beispielsweise auf Leukämiezellen zurückbildend (Redifferenzierung) oder treiben sie in den programmierten Zelltod (Apoptose). Außerdem verhindern die Polyphenole, dass sich neue Blutgefäße bilden (Neoangiogenese) - das erschwert die Ausbreitung eines Tumors. Es wird angenommen, dass es die Kombination aus den unterschiedlichen gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen ist, welche die Granatapfelsamen so wertvoll machen, denn sie bewiesen auch in über 250 wissenschaftlichen Studien, dass der Granatapfel eine positive Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Arthritis haben könnte, was unter anderem natürlich auch vor allem auf die in den Granatapfelkernen enthaltene Ellagsäure zurückzuführen ist, denn die gilt als ein natürliches Antioxidans (Mittel gegen schädliche Sauerstoffeinwirkung) und sie ist insgesamt ein wirkungsstarkes Zellschutzmittel. Insofern unterstützen die Granatapfelkerne die Entwurmung durch ihre entgiftende und abwehrkraftstärkende Wirkung.

 

Darmparasitenbefall beim Hund: Mitesser im Verdauungssystem


Wenn sich im Hundedarm Würmer eingenistet haben, ist das im Normalfall ein Fall für das starke Immunsystem des Hundes, denn die körpereigene Abwehr ist einem solchen Angriff in der Regel gewachsen. Neue Erkenntnisse besagen sogar, dass ein leichter Wurmbefall, den der Organismus erfolgreich bekämpfte, sogar dazu beiträgt, dass er quasi „geimpft“ ist und beim nächsten drohenden Wurmbefall noch schneller und intensiver dagegen angeht.

Trotzdem greift man als verantwortungsbewusster Hundehalter gleich zu chemischen Entwurmungsmitteln und sorgt damit für einen sauberen Darm … eventuell ist der sogar nach einer Wurmkur so sauber, dass auch die Bakterien und Keime, welche die Darmflora bilden, mit den Würmern starben. Schließlich unterscheiden die Wirkstoffe in den allopathischen Wurmkuren nicht, was im Darm leben darf, weil es der Gesundheit dient und was sterben soll, weil es ein Parasit ist – sie greifen alles Lebende im Verdauungstrakt an und sorgen dafür, dass es verschwindet … Nebenwirkungen inbegriffen!

 

Giftige Kuren


Eigentlich assoziiert man mit einer Kur etwas Gutes, denn eine Kur wirkt heilend. Ein Blick auf die Wirkstoffe und die Nebenwirkungen von Wurmkuren lässt jedoch Zweifel aufkommen, ob man den Hund damit nicht eher krank macht.

Durchweg alle allopathischen Wurmkuren für Hunde enthalten toxische Wirkstoffe, denn die Darmparasiten würden ohne diese Gifte nicht sterben. Ihr Tod ist zwar zunächst ein Erfolg, aber es stimmt nachdenklich, dass die verendeten Würmer nicht sofort ausgeschieden werden, sondern noch einige Tage im Darm „liegen bleiben“ und dort verwesen können. Dass hierbei wieder Gifte entstehen bedeutet vor allem, dass die Entgiftungsorgane erneut belastet werden.

Trotzdem empfiehlt der European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (ESCCAP) – die europäische Vereinigung der Fachleute für Parasiten bei Hund und Katze – ein Entwurmungsschema, nach dem erwachsene Hunde viermal im Jahr und Welpen alle zwei Wochen nach der Geburt bis zwei Wochen nach dem Absetzen chemisch entwurmt werden sollen.

Hierfür wird bei Welpen zu Mitteln gegen Nematoden (insbesondere gegen Spulwürmer) wie Flubendazol, Fenbendazol oder Milbemycinoxim geraten, während bei älteren Hunden eine prophylaktische Behandlung gegen Bandwürmer (z. B. mit Praziquantel) empfohlen wird.

Ist es tatsächlich sinnvoll, einen Hund vorbeugend, ohne dass eine Diagnose auf Darmparasiten vom Tierarzt bestätigt werden konnte, zu entwurmen? Was will man damit erreichen? Dass die Würmer nicht in einen Verdauungstrakt einziehen, in dem vor kurzem ein Wurmmittel angewandt wurde?

Fakt ist, dass eher das Gegenteil erreicht wird, denn einem nahezu keimfreien Darm fehlt die Darmflora, die auch für das intakte Immunsystem zuständig ist, denn im Darm sitzt das Zentrum der Gesundheit! Zerstört man das mit einer Wurmkur, reduziert sich die körpereigene Abwehr und die Würmer haben es noch leichter, sich in diesem Darm einzunisten, in dem ja niemand gegen sie ankämpft!

Insofern wäre es sicher besser, da anzusetzen, wo sich ein gesunder Hundeorganismus selbst gegen unerwünschte Mitesser im Magen-Darmtrakt zur Wehr setzt: Bei der Stärkung des Immunsystems und der Darmflora!

Natürlich ist es sinnvoll, Kotproben von mehreren Tagen einzusammeln, wenn ein Hund oder eine Katze von Flöhen befallen war, denn die können Bandwürmer übertragen und eine Kontrolle des Kots durch den Tierarzt zeigt, ob der Hund verwurmt ist oder nicht – so wird dann auch nur bei Bedarf entwurmt. Diese Vorgehensweise bringt einen weiteren Vorteil: Würmer bilden Resistenzen gegen Wirkstoffe, wenn sie regelmäßig damit „gefüttert“ werden – wer nur bei nachgewiesener Verwurmung zur Paste oder Tablette, respektive zum Tröpfchen in den Hundenacken greift, erreicht damit, dass die Würmer empfindlich für den Wirkstoff bleiben.

Wer natürlich entwurmen möchte, geht damit einen Weg, der aus mehreren Schritten besteht, denn unsere Entwurmungskräutermischungen WurmUp Hund zielt nicht darauf, die Würmer kurzfristig mit einer Gabe zu töten.

Statt dessen

  • lähmt sie die Würmer
  • aktiviert die Darmperistaltik, damit die Würmer ausgeschieden werden können,
  • baut eine gesunde, ausbalancierte Darmflora und ein wurmunfreundliches Darmmilieu auf, in dem sich Würmer nicht wohlfühlen und vermehren

und stärken das Immunsystem, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu aktivieren, die eine Immunantwort auf die Darmparasiten kennen und sie bekämpfen können, aber auch einer Neuinfektion mit Würmern

 

Dosierungsempfehlung


  • kleine Hunde bis 15 kg Körpergewicht                 3 bis 5 g am Tag
  • mittelgroße Hunde bis 35 kg Körpergewicht       5 bis 10 g pro Tag
  • große Hunde ab 36 kg Körpergewicht                10 bis 15 g pro Tag

über drei Wochen

 

Anwendung


Wir empfehlen unsere Kräuterwurmkur „WurmUp Hund“ zur regelmäßigen Wurmprophylaxe (mindestens 2 x im Jahr), weisen aber darauf hin, dass das Einsammeln und die Laboranalyse des Hundekotes trotzdem sinnvoll ist. Außerdem empfehlen wir die Anwendung der Kräuterwurmkur „WurmUp Hund“ vorbereitend für eine chemische Wurmkurgabe nach der  bei einer vorliegenden starken Verwurmung oder zur Darmsanierung nach einer chemischen Wurmkurgabe.

Im Zusammenhang mit Kräuterwurmkuren wird oft empfohlen bei besonders "empfindlichen" und "peniblen" Gourmets aus  dem Pulver, ein wenig Mehl und Honig eine Kräuter-Pille zu rollen. Wir können diese Empfehlung nicht geben, denn Bitterkräuter wie beispielsweise der Beifuss werden in ihrer Wirkung durch die gleichzeitige Gabe von Honig eingeschränkt. Außerdem "ernährt" man Würmer mit zuckerhaltigen Lebensmitteln und schafft damit ein wurmfreundliches Milieu im Verdauungstrakt. Insofern ist es empfehlenswerter, das Pulver in Öl (z.B. Leinsamenöl) einzurühren, um es dann unter das Futter zu mischen oder es mit etwas gemahlenem Trockenfleisch (z.B. von Carnello) schmackhafter zu machen.

Leinsamenöl

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Wenn der Hund die Kräuterkur in dieser Form nicht annimmt, kann man sie zur Not in Naturjoghurt oder Frischkäse einrühren – zwar werden vielfach auch milchhaltige Lebensmittel als suboptimal im Zusammenhang mit einer Entwurmung beschrieben, aber ehe man Getreidestärke aus Mehl und Zucker aus Honig füttert (beides gilt als wurmfördernd), sind Milchprodukte die bessere Alternative.

 

Sabine Bröckel

vom Team der Kräuter- und Gewürzmanufaktur Neumann Tiergewürze

 

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