Ulmenrinde

14.12.2014 17:09 | Inhaltsstoffe und Ihre Wirkung

 

Ulmenrinde

Von Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

 

(auch bekannt als Slippery Elm Bark -kurz genannt SEB)!

 

Ulmenrinde

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Die Ulmenrinde ist unter Katzenfreunden längst der der Geheimtipp im Bezug auf das gesteigerte Wohlbefinden und die Gesundheit der Samtpfoten, aber inzwischen hat es sich auch bei Pferde- und Hundebesitzern herumgesprochen, dass die Rinde der amerikanischen Rotulme Polysaccharide enthält, die in Verbindung mit Feuchtigkeit einen wirkungsvollen Schleim bilden.

Dieser Schleim unterstützt die Gelenkschmiere, bindet Abfallstoffe in allen Bereichen des Körpers (Darm etc.) und hilft sie auszuscheiden, weshalb Ulmenrinde auch zur Entgiftung des Organismus von Katzen, Hunden und Pferden ideal sein kann.

Studien belegen sogar, dass Ulmenrinde Antioxidantien enthält, die eng im Zusammenhang mit dem Zellschutz und der Zellneubildung stehen, krebsvorbeugend wirken und überdies eine positive Auswirkung auf die Nieren haben können.

Ulmenrinde ist außerdem

  • sehr nahrhaft und versorgt Katzen, Hunde und Pferde mit spezifischen Nährstoffen
  • lindernd und beruhigend und wirkt positiv auf die Magen- und Darmschleimhaut und gegen Gastritis
  • adstringierend  und wirkt zusammenziehend auf die Schleimhäute, hemmt die übermäßige Sekretion der Verdauungsdrüsen und unterstützt die Heilung von Wunden durch Reizmilderung und die abdichtende Eiweißfällung
  • schleimbildendund schützt die Schleimhäute im Magen- Darmbereich, sowie im Bereich der Atemwege

Ulmenrinde ist angezeigt zur

  • Linderung, Entzündungshemmung und Abheilung von Geschwüren im Maul und bei Zahn- und Zahnfleischproblemen
  • als rasche Hilfe bei Übersäuerung, Durchfall, Verstopfung, Magenschleimhautentzündungen, Koliken, Husten, Bronchitis etc.
  • Linderung bei trockener, schuppiger Haut
  • Überdies kann man Ulmenrinde bei Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn anwenden

 

Dosierung


Zur innerlichen Anwendung erhalten

Pferde

  • Pferde 30 g Ulmenrinde geschnitten

ein- bis zweimal täglich mit Futter vermischt. Allerdings ist zu beachten, dass Ulmenrinde die Absorption von Nährstoffen beeinträchtigen kann - insofern sollte das Pulver nicht zusammen mit Medikamenten oder der Mineralfutterration verabreicht werden.

Bei Magenproblemen (Gastitis, Magengeschwür) kann man die mit Wasser vermischte Ulmenrinde in eine Einwegspritze (ohne Nadel!) geben, und dem Pferd den Brei eine halbe Stunde vor der Fütterung ins Maul geben - der Schleim aus der Ulmenrinde legt eine reizmildernde und beruhigende Schutzschicht vor die Magenschleimhaut und beugt der Übersäuerung vor.

Zur äußerlichen Anwendung und zur innerlichen Anwendung für Hunde und Katzen empfehlen wir die Ulmenrinde gemahlen.

Katze

  • Katzen             ca. 1/3 Teelöffel (0,3 g) pro 5 kg Körpergewicht

 

Hunde

  • Hunde              0,4 g Pro Kilo Hund /  entspricht:            
  • 6 g für einen Hund mit 15 kg Körpergewicht
  • 12 g für einen Hund mit 30 kg Körpergewicht
  • 18 g für einen Hund mit 45 kg Körpergewicht

ein- bis dreimal täglich mit etwas Wasser vermischt oder in etwas Futter eingerührt (auch hier ist es ist zu beachten, dass Ulmenrinde die Absorption von Nährstoffen beeinträchtigen kann – insofern sollte das Pulver nicht über die Hauptfutterration gegeben werden).

 

Bei Magenproblemen (Übelkeit, Erbrechen) kann man die mit Wasser vermischte Ulmenrinde in eine Einwegspritze (ohne Nadel!) geben, und der Katze oder dem Hund den Brei eine halbe Stunde vor der Fütterung ins Mäulchen geben – der Schleim aus der Ulmenrinde legt eine reizmildernde und beruhigende Schutzschicht vor die Magenschleimhaut und beugt der Übersäuerung vor.

 

Sirup


Eine unter Katzen- und Hundehaltern weit verbreitete Anwendungsmöglichkeit von Ulmenrinde ist die Herstellung von Sirup: Hierzu werden 1-3 Teelöffel Ulmenrindenpulver in einer Tasse mit kaltem Wasser verrührt und anschließend in einem Kochtopf (kein Aluminium verwenden) unter ständigem Rühren zum Kochen gebracht. Nach kurzem Aufkochen kann die Hitze reduziert werden, aber das Rühren soll weiter erfolgen, bis die Flüssigkeit sich verdickt. Anschließend abkühlen lassen und wenn der Sirup nicht sofort gebraucht wird, im Kühlschrank lagern (hält dort 5 Tage).
 

Dosierung


Katze

  • Katzen ¼ bis ½ Teelöffel bis zu 4 x täglich

Hunde

  • Hunde (je nach Größe) ¾  bis 2 Teelöffel/ 4 x täglich

Bei der Anwendung von Ulmenrinde sind keine Nebenwirkungen bekannt. Insofern kann das Pulver bei akuten Erkrankungen und zur Linderung der Symptome auch mehrmals täglich (bis zu sechsmal) verabreicht werden.

Bei der innerlichen Anwendung von Ulmenrinde zu beachten, dass die Absorption von z.B. Medikamenten verhindert werden kann. Darum wird empfohlen, mindestens eine halbe Stunde Abstand zwischen der Gabe von Ulmenrinde und Medikamenten einzuhalten.

Zur äußerlichen Anwendung kann das Ulmenrindenpulver mit Wasser oder einem Klecks Kokosöl vermischt und auf Wunden oder Ekzeme gestrichen werden. Die Ulmenrinde bildet einen natürlichen und antiseptisch wirkenden „Verband“, der die Wunde schützt.

Kokosöl

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AchtungBei Hautumschlägen kann es in seltenen Fällen zu allergischen Symptomen kommen. In diesem Fall sollte die Ulmenrinde nicht mehr äußerlich angewendet werden.

 

Sabine Bröckel

vom Team der Kräuter- und Gewürzmanufaktur Neumann Tiergewürze

 

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