Katzenkralle

10.12.2014 16:54 | Inhaltsstoffe und Ihre Wirkung

 

Kattzenkralle

Von Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

 

Hier findet Ihr eine Heilpflanze, welche wir als wahres Wundermittelchen kennen gelernt haben, denn es gibt kaum ein gesundheitliches Problem, gegen das es nicht eingesetzt werden könnte!

Und das schafft diese Pflanze wirklich von A bis Z:

  • A / Abszesse, Akne, Allergien und allergische Reaktionen (Juckreiz Haarausfall etc.), Arthritis, Arthrose, Asthma, Atemwege, Alterserscheinungen
  • B / Bluthochdruck, Bluttfettwerte, Blutfließfähigkeit (Regulierung und Verbesserung), Blutungen, Bursitis (Schleimbeutelentzündungen), bakterielle Infektionen, Blasenbeschwerden, Bindehautentzündungen
  • C / Candidiasis, systemische (Pilzerkrankung mit Organbefall), Coxa plana (angeborene flache Hüftgelenkspfanne)
  • D / Diabetes, Durchfall, Dysentrie (Ruhr), Darmerkrankungen/-störungen, Dermatitis unterschiedlicher Genese, Darmparasiten
  • E / Entzündungen unterschiedlicher Genese (akut u. chronisch), Entwässernd
  • F / Fieber, Fisteln,  FIV (Felines Immundefizienz-Virus), Fibromyalgie (chronisch-schmerzhafte Erkrankung an unterschiedlichen Körperregionen)
  • G / Gastritis ( Entzündung Magenschleimhaut), Geschwüre, Gürtelrose, Gonorrhöe, Gelenkerkrankungen
  • H / Harnwegserkrankungen, Hämorrhoiden, Herzprobleme, Herpes (alle Formen), Husten, Hauterkrankungen, Hüftfehlbildungen, Herzinfarkt (Vorbeugung), Hypoglykämie (Störung des Glykosehaushalt)
  • I / Immunschwäche, -störungen, Infektionen aller Art
  • K / Krebserkrankungen, Katzenleukämie, Koliken, Kreislauferkrankungen, Krampfadern, Kolitis (Entzündung des Dickdarms)
  • L / Lupus (alle Arten dieser Autoimmunkrankheit)
  • M / Magenerkrankungen (Reizmagen, Geschwüre, Verstimmungen) Morbus Crohn, Menstruationszyklus (Störungen), Müdigkeit (chronisch), Muskelschmerzen
  • N / Nierenerkrankungen, Neuralgien (schmerzhafte Nervenerkrankungen)
  • O / Otitis (Entzündung der Ohren)
  • P / Pilzinfektionen, Prostata-Entzündungen, Parvo-Viren, Psoriasis (Hauterkrankung, Schuppenflechte), Pyodermie (eitriger Talgausfluß)
  • R / Rheumatische Erkrankungen, Reizdarmsyndrom
  • S / Schlaganfall (Vorbeugung), Spondylitis (Wirbelentzündung), Seborrhöe (gesteigerte Talgabsonderung), Rhinitis (Schnupfen), Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen)
  • T / Tumore, Thrombosen
  • V / Virusinfektionen, Vergiftungen (Umwelttoxine), Vaginale Erkrankungen
  • W / Wunden, Wurmbefall
  • Z / Zirrhosen (Bindegewebevermehrung durch chronische Entzündung)

Im lateinischen Sprachgebrauch wird die zu den Rötegewächse (Rubiaceae) gehörende Heilpflanze als Uncaria tomentosa bezeichnet, in ihrer lateinamerikanischen Heimalt heißt sie Uña de Gato, in den englischsprachigen Ländern sagt man Cat´s Claw zu ihr und die Franzosen nennen sie Griffe de Chat –

Wenn nicht, dann ist das auch nicht schlimm, denn tatsächlich ist das tropische Pflänzchen, das bevorzugt auf feuchtem, schattigem Boden im natürlichen Regenwald wächst und im gesamten Amazonasgebiet von Bolivien, Brasilien, Peru über Kolumbien, Ecuador, Surinam und Guayana bis Panama und Puerto Rico vorkommt, wo die Gewächse einen Stammdurchmesser von bis zu 25 cm und eine Stammlänge von bis zu 100 Metern erreichen, noch gar nicht so lange bei uns bekannt.

Katzenkralle!

Katzenkralle

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Die sollte aber nicht mit der Teufelskralle verwechselt werden, denn bei Katzenkralle handelt es sich nicht um eine Wurzel, sondern um eine verholzende Pflanze, die in Form von Bäumen oder Sträuchern, teilweise aber auch als Lianenranke wächst.

Ihren Namen verdankt sie den sichelförmig gekrümmten Halteorganen, die sich in den Blattachseln befinden und mit deren Hilfe sich die Katzenkralle oft bis zu 30 Meter an den Regenwald-Bäumen emporrankt. Diese Dornen erinnern an Katzenkrallen. In der Blütezeit bilden sich an Stelle der Dornen rispige Blütenstände mit gelber Färbung.

Aber nicht nur ihre "Krallen" machen die Katzenkralle zu einem außergewöhnlichen Gewächs, denn wer sie als Heilkraut in geschnittener Form bestellt, der erhält längere, rotbraune Späne, die ein wenig an Holzwolle erinnern und bei denen es sich um die innere Rinde der Ranke handelt.

Natürlich ist nicht nur die Optik der Katzenkralle besonders – auch ihre Wirkung ist nahezu einzigartig, denn sie kann eingesetzt werden

  • zum Aufbau, Stärkung und Aktivierung des Immunsystems (insbesondere bei Immunstörungen und Immunschwäche)
  • zum Aufbau und Aktivierung der Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
  • zur Regulierung des Blutdrucks, der Blutfettwerte sowie Fließfähigkeit des Blutes
  • zur Stimulierung des Stoffwechsels
  • zur Infektionsabwehr bei bakteriellen, viralen oder Pilzinfektionen (das macht sie interessant zur Behandlung bei Borreliose und Herpes)
  • zum Aufbau einer guten Balance zwischen günstigen und ungünstigen Bakterien im Darm
  • zur Heilung von verschiedenen Magen-/Darmerkrankungen
  • zur Heilung von Erkrankungen des Urinaltrakts
  • zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen
  • zur Behandlung von Entzündungen unterschiedlicher Genese (auch Gelenksentzündungen)
  • zur Behandlung von Atemwegserkrankungen
  • zur Behandlung unterschiedlicher Zivilisationserkrankungen
  • zur Entgiftung des Körpers und der Organe

Die Katzenkralle wird am Oberlauf des Amazonas schon lange von den Einheimischen traditionell gegen Gelenksentzündungen und Gelenkschmerzen, bei gestörter Magen-Darmtätigkeit, Nieren- und Harnwegserkrankungen, bei Atemwegsbeschwerden und gegen Geschwüre eingesetzt. Offiziell als Heilpflanze entdeckt wurde das Gewächs jedoch erst 1974 vom deutschen Forscher Dr. Klaus Keplinger bei den Ashanica Indianern Brasiliens. Allerdings war die Ausfuhr dieser heilsamen Pflanze bis 1989 verboten, um die natürlichen Bestände zu schützen, denn nachdem ihre immense Heilwirkung bekannt geworden war, begann eine regelrechte "Jagd" auf die Pflanze, sodass die berechtigte Sorge bestand, dass die Bestände ausgerottet werden könnten. In den Neunziger-Jahren ist es aber gelungen, sie zu kultivieren. Der streng kontrollierte Anbau gewährleistet den Erhalt der Pflanze.

An der so immensen Heileigenschaft sind unterschiedlichste Wirkstoffe wie beispielsweise Isopteropodin und fünf weitere Alkaloide beteiligt, die in der Lage sind, die Phagocytose zu verbessern. Hierbei handelt es sich um die Aufnahme größerer Partikel durch frei in Körperflüssigkeiten bewegliche spezialisierte Fresszellen, den sogenannten Phagozyten, welche sich beispielsweise Einzeller entweder durch Umfließen der fremden Partikel mit Pseudopodien (Scheinfüßchen) oder durch einen Einstülpungsvorgang (die so genannte Invagination) einverleiben. Das Einhüllen und Zerstören eindringender Mikroorganismen durch die Phagocytose ist ein wichtiger Bestandteil der Antwort des zellulären Immunsystems. Insofern ist die Katzenkralle ein wirksames Mittel bei einer geschwächten körpereigenen Abehrkraft.

Weitere Alkaloide aktivieren die weiße Blutkörperchen (Leukozyten) im Kampf gegen Bakterien, Viren und Gifte, indem sie die Aktivität der Fresszellen (Phagozyten) steigern, die körperfremde Substanzen, Krankheitskeime und ansonsten nicht verwertbare Stoffe dezimieren. Überdies hält das Alkaloid Rynchophyllin das Blut flüssig und schützt damit vor Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße, Arterienverstopfungen, zu hohem Blutdruck und Thrombosen, respektive senkt das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt.

Starke Antioxidantien wie einige Polyphenole, Triterpine und Pflanzensterole, die aus der Katzenkralle in italienischen und peruanischen Untersuchungen isoliert werden konnten, machen die Pflanze zu einem hervorragenden Zellschützer in der Abwehr gegen die krebsfördernden freie Radikale. Überdies unterstützen die Wirkstoffe den Kampf des Immunsystems gegenViren und Entzündungen und nehmen den Kampf gegen Krankheitserreger auf.

Am Institut für Arzneipflanzenforschung an der österreichischen Universität in Innsbruck wurden Untersuchungen der Wirkstoffe in der Katzenkralle durchgeführt und dabei stieß man auf eine weitere Gruppe von Wirkstoffen - nämlich die sogenannten Chinova-Säureglykose, die sehr effektiv Viren im Körper bekämpfen kann. Seither finden die wirksamen Substanzen der Katzenkralle immer mehr Zutritt in die Pharmakologie.

Längst wurde auch der Nachweis erbracht, dass Katzenkralle stark entgiftend wirkt. Festzustellen kann man das sogar selbst, denn in der ersten Zeit der Anwendung weist der Urin und teilweise auch der Kot einen starken, ätzenden Geruch auf und verfärbt sich, was beweist, dass die Toxine ausgeschieden werden.

Die Katzenkralle reinigt überdies aber auch den gesamten Verdauungs- und Darmtrakt und unterstützt damit die Aufnahme der Nährstoffe.

 

Dosierung und Anwendung


Katzenkralle ist für Hunde, Katzen, Pferde und zum menschlichen Verzehr geeignet und findet ihren Einsatz vor allem im Bereich der Stärkung der Abwehrkräfte und der Entgiftung.

KatzenFür Katzen – vor allem bei:

  • Katzenschnupfen
  • Katzenseuche (Panleukopenie)
  • FeLV (Felines Leukose-Virus, "Katzenleukämie")
  • FIP (feline infektiöse Peritonitis, Bauchfellentzündung)
  • FIV (Feline Immunschwäche Virusinfektion, Katzen-Aids)
  • Nierenproblemen

bei einem Körpergewicht von bis zu 5 kg täglich  0,2 g pro Tag (ca. 1 Messerspitze)

 

HundeFür Hunde – vor allem bei

  • Arthrose (auch Spondylose)
  • Hüftgelenkdysplasie
  • Magenschleimhautentzündungen
  • Ohrenentzündungen
  • Parvo
  • Krebserkrankungen und Tumoren

kleine Hunde bis 15 kg Körpergewicht                       0, 5 g am Tag

mittelgroße Hunde bis 35 kg Körpergewicht               1 g pro Tag

große Hunde ab 36 kg Körpergewicht                     bis 2 g pro Tag

 

PferdeFür Pferde– vor allem bei

  • Arthrose (auch Kissing Spines)
  • Gelenksentzündungen
  • Magenprobleme (Magengeschwüre und Gastritis)
  • Hufrehe
  • Borreliose
  • Herpes
  • Melanome und Equines Sarkoid

pro 100 kg Körpergewicht 1 bis 2 g täglich (ein durchschnittlich schweres Warmblutpferd erhält täglich 5 bis 10 g)

 

MenschenFür Menschen

als Katzenkralle-Tee:   

3 bis 6 g (2 Teelöffel) werden 5 Minuten in 1 Liter Wasser gekocht.

Anschließend lässt man den Tee 15 Minuten ziehen und

gießt ihn dann durch ein Teesieb.

Der Katzenkralle-Tee wird über den Tag verteilt getrunken.

 

Die Frage ob man die Katzenkralle gemahlen und damit als Pulver oder als geschnittenes Produkt verwendet, ist schwierig zu beantworten. Bei der Verwendung für Hunde und Katzen empfehlen wir prinzipiell gemahlene Kräuter. Für eine Teezubereitung und zur Verwendung für Pferde bevorzugen wir meist die geschnittene Form.

Katzenkralle

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Sabine Bröckel

vom Team der Kräuter- und Gewürzmanufaktur Neumann Tiergewürze

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