Karotten

06.01.2015 08:36 | Inhaltsstoffe und Ihre Wirkung

 

Karotten

Von Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

 

Man nennt sie im deutschsprachigen Raum Karotte, Mohrrübe, Gelbe Rübe oder Wurzel, aber ihr Name "Möhre" stammt aus dem Urgermanischen – in dieser Sprache bedeutete  "morphon" so viel wie "gelbe Wurzel".

Meist wird die die meist orangefarbene Wurzel der Pflanze "Daucus carota ssp. Sativus", die zu den Doldenblütlern gehört, als Gemüse zubereitet, den Hunden ins Futter gerieben oder als Saftfutter den Pferden als Belohnung gereicht, aber neben ihrem hohen Wert als Nahrungsmittel kennt man vielfach bereits auch ihre Heilkraft – wobei die schon um 60 nach Christus von Dioskurides in seinem Codex erwähnt wurde.

Allerdings wird bei der Wirkung der Karotte - wie bei allen auch medizinisch wirksamen Lebensmitteln - zwischen der primär nutritiven, den primär therapeutischen Wirkungen, den traditionellen z. B. durch Erfahrungsheilkunde oder Signaturlehre vorgegebenen Wirkungen und den wissenschaftlich belegten Effekten unterschieden:

  • primär nutritiv wirkt die Karotte durch die Lieferung von wertvollen Nahrungsbestandteilen, denn sie stellt beispielsweise Ballaststoffe zur Verfügung, welche die Dickdarmaktivität fördern
  • primär therapeutisch wirkt die Karotte durch die Lieferung von Pektinen, welche als durchfallhemmend gelten
  • traditionell wird auf die Wirkung der Karotte seit alters her als Aphrodisiakum für Männer vertraut
  • wissenschaftlich belegt werden konnte der heilende Effekt der Karotte bei:
  • Magengeschwüren
  • Überproduktion von Magensäure
  • Darmentzündung, Durchfallerkrankungen, Kolikneigung, Kotwassser
  • Übersäuerung
  • Problemen mit Haut und Haaren
  • Gelenksentzündungen
  • Sehschwäche (z.B. Nachtblindheit)
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Fruchtbarkeitsproblemen
  • Unterstützung beim Kampf gegen Darmparasiten

 

Ihre Inhaltsstoffe fördern:


  • den Zellstoffwechsel sowie die Zellatmung
  • die Funktion der Sehnerven
  • die Entgiftung und Entschlackung des Darms
  • die Heilung der Magen- und Darmschleimhaut
  • die Verdauungsregulierung
  • die Ansiedlung von Mikroorganismen zum Aufbau einer gesunden Darmflora
  • die Elastizität der Haut
  • die Pigmentierung von Haut und Fell
  • den Fellglanz und den Fellwechsel
  • das Immunsystem und damit die körpereigene Abwehr
  • die Fruchtbarkeit (bessere Samenqualität von männlichen Tieren, verbesserte Libido, bessere Follikelbildung bei weiblichen Tieren)
  • die Milchsekretion
  • die Neubildung roter Blutkörperchen

 

Ihre Inhaltsstoffe wirken:


  • antianämisch (blutbildend)
  • antiseptisch (keimtötend)
  • harntreibend
  • entschlackend
  • entgiftend
  • entblähend
  • wundheilend
  • reinigend
  • wurmtreibend
  • stimulierend
  • mineralisierend
  • vitalisierend
  • zellregenerierend (Leber, Haut und Schleimhäute, Nerven)
  • antioxidativ
  • krebshemmend

 

Für die immense Heilwirkung der Karotte sind natürlich ihre wertvollen Inhaltsstoffe verantwortlich. Zu ihren Nährstoffen gehören:


 

Durchschnittliche Nährwerte der rohen Karotte (pro 100 Gramm)

 

Energie

109 kJ (26 kcal)

Wasser

88,2 g

Eiweiß

0,98 g

Fett gesamt

0,2 g

Kohlenhydrate gesamt

  • Zuckeranteil
  • Ballaststoffe

5,71 g

2,08 g

3,63 g

Mineralstoffe

 

Natrium (Na)

60 mg

Kalium (K)

328 mg

Magnesium (Mg)

13 mg

Calcium (Ca)

35 mg

Phosphor (P)

36 mg

Eisen (Fe)

3,86 mg

Zink (Zn)

0,27 mg

Vitamine

 

Vitamin B1

69 μg

Vitamin B2

53 μg

Vitamin B6

0,27 mg

Vitamin B9 (Folsäure)

15 µg

Beta-Carotin (Provitamin A)

bis zu 30 mg

Vitamin E

46,5 µg

Vitamin C

7 mg

 

Überdies finden sich in der Karotte ätherische Öle und Fruchtsäuren. Bei letzteren herrscht die Äpfelsäure vor, gefolgt von Citronensäure, Chinasäure, Bernsteinsäure und Fumarsäure.

 

  • Beta-Carotin (Provitamin A)

Die Hauptinhaltsstoffe der Karotte, die ihr auch ihre leuchtend orangerote Farbe geben, sind die Carotinoide – sie gehören zu der großen Familie der sekundären Pflanzenstoffe. Aus der Sicht der Chemie handelt es sich bei diesen gelben und roten pflanzlichen Farbstoffen um hochungesättigte, teilweise gradkettig, teilweise gradkettig-ringförmig aufgebaute Kohlenwasserstoffe und deren Sauerstoffverbindungen.

Physiologisch liegt die Bedeutung der Carotinoide in ihrer Beteiligung an der Energieübertragung bei der Photosynthese, sowie in ihrer Funktion, Zellen vor schädigendem Lichteinfluss zu schützen. Aber ihr positiver Einfluss auf Haut und Schleimhäute, sowie auf die Funktion der Nerven, der Sehkraft und den Verdauungstrakt ist genauso unumstritten, wie es neuerdings die krebshemmende Eigenschaft ist, die eng mit Carotinoiden in Verbindung gebracht wird.

Eine Untergruppe der Carotinoide bilden die Carotine – in Karotten enthalten sind hier vor allem das

  • Betacarotin: Provitamin (=inaktive Vitamin-Vorstufe) des lebensnotwendigen Vitamin A1, auch Retinol genannt; wird in der Leber zu Vitamin A umgebaut

  • Lycopin: Kommt auch in Tomaten vor und gilt als Zellschützer, der auch in der Krebsvorsorge eine große Rolle spielt

Die Karotte ist mit einem Gehalt von 10 bis 30 mg Gesamtcarotinoid (ca. 50% β-Carotin und 20 bis 40% α-Carotin) pro 100 g eines der carotinreichsten Lebensmittel. Sowohl das Beta-Carotin, als auch das Alpha-Carotin ist Provitamin-A-aktiv – was bedeutet: Sie können in Vitamin A (Retinol) umgewandelt werden. Dabei entsprechen 6 mg aufnehmbares β-Carotin in etwa 12 mg Vitamin A.

Die Carotine aus frischen Möhren sollen auch vor hohen Blutzucker-Werten (Diabetes mellitus) schützen, denn der Verzehr von Möhren führt nach dem Essen zu einer besseren "metabolischen Antwort", was bedeutet: Der Anstieg von Blutzucker und die Insulinausschüttung wird verringert. Das Beta-Carotin und andere Carotin-Verbindungen wie Lycopin, Lutein u. a. haben eine stark antioxidative Wirkung und reduzieren durch Entschärfung bestimmter Zellgifte (z. B. Sauerstoffradikale) die Gefahr von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Überdies verbessern hohe Betacarotin-Werte im Blut die Rekonvaleszenz und senken den Blutdruck. Damit erhöhen sie die Chance, sich nicht dem Risiko einer oft lebensbedrohlichen Komplikation der oft mit Bluthochdruck kombinierten Arterienverkalkung auszusetzen. Die antioxidativen Effekte können durch eine Senkung schädlicher Blutfette in Kombination mit einer Erhöhung des Vitamin E-Spiegels im Blut (ebenfalls ein wichtiges Antioxidans) durch den regelmäßigen Verzehr von Karotten noch verstärkt werden.

 

  • Öl und fettlösliche Vitamine

Allerdings wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das Provitamin A (Beta-Carotin) fettlöslich ist und der Körper das Vitamin aus den Karotten nur extrahieren kann, wenn man sie zusammen mit Öl füttert, respektive mit Fett zubereitet isst.

Inzwischen fanden Wissenschaftler jedoch heraus, dass nicht nur die Zugabe von Öl oder anderem Fett Einfluss auf die Verwertbarkeit des Beta-Carotins aus der Karotte hat, sondern auch der Grad ihrer Zerkleinerung:

  • Aus grob gestückelten rohen Karotten gehen nur ca. drei Prozent des enthaltenen Beta-Carotins in den Magensaft über.
  • Durch das Andünsten von Karotten lässt sich die Menge auf ca. sechs Prozent steigern.
  • Die Zugabe von Öl lässt ca. acht Prozent des enthaltenen Beta-Carotins in den Magensaft übergehen.
  • Das Passieren der rohen Karotten erhöht den Wert des verfügbaren Beta-Carotins auf ca. 21 Prozent, bei passierten gekochten Karotten sind es sogar bis zu 27 Prozent des Beta-Carotins, das verfügbar wird
  • Werden passierte oder geriebene Karotten mit etwas Öl gemischt, steigt die Verfügbarkeit des Beta-Carotins sogar auf bis zu 45 Prozent (wobei der Magen auch nie eine vollkommen fettfreie Zone ist und so auch fettlösliche Vitamine weitgehend auch ohne zusätzliche Ölzugabe resorbiert werden können - trotzdem fördert auch das in hochwertigen Ölen enthaltene Vitamin E die Aufnahme von Beta Carotin und insofern kann es nicht schaden, etwas Öl zur Hilfe zu nehmen, um die Beta Carotin-Resorption noch einmal erhöhen).

Der Grund für die bessere Aufnahme des Beta-Carotins aus der Karotte durch Passieren oder Reiben ist der Vorgang des Aufbrechens der unverdaulichen Cellulosehülle, welche das Beta-Carotin umschließt. Natürlich reicht hierfür auch schon ein intensives Kauen, aber gerade Hunde neigen zum Schlingen ihres Futters und das Gebiss von Seniorenpferden ist den Anforderungen, welche die Karotten an es stellen, nicht mehr so gut gewachsen. Insofern empfiehlt es sich – will man die Heilwirkung der Karotte voll und ganz nutzen – sie zu reiben, zu pürieren (Olewo Karottenchips sind fein geschnitten; die Karottenpellets werden zusammen mit Wasser zu einem Karottenbrei) oder ihren Saft zu verwenden.

Der Vorteil an der Verwertung von Beta-Carotin gegenüber der Einnahme von Vitamin A-Präparaten ist, dass die Umwandlung von Beta-Carotin in Vitamin A immer nur in der benötigten Menge geschieht – es kann also nicht zu einer Überdosierung mit Vitamin A kommen, die sich beispielsweise bei Hunden, die mit größeren Mengen von Vitamin-A-reicher Rinder- oder Hühnerleber ernährt werden, in trockener Haut, Haarausfall oder Knochenschmerzen äußern.

 

  • Vitamine und Mineralstoffe

Karotten enthalten einen hohen Anteil an Eisen und das wiederum gilt als blutbildend und ist ein wichtiger Bestandteil des Blutes – ein Mangel an Eisen führt zur Blutarmut (Anämie). Überdies stellen Karotten dem Organismus das Vitamin B6 zur Verfügung, welches ein essentieller Funktionsträger im Nerven- und Immunsystem ist - ein Mangel an Vitamin B6 führt zu schuppenden Haut- und Kopfhautausschlägen, Entzündungen der Mundschleimhäute, Taubheitsgefühlen in den Gliedmaßen, Übererregbarkeit, Blutarmut und Muskelkrämpfen.

 

  • Ätherische Öle

Im Bereich der ätherischen Öle spielt die Karotte eine nicht gar so große Rolle im Bezug auf ihre Heilwirkung. Trotzdem werden sie vielfach in Kombination mit anderen ätherischen Ölen zu therapeutischen Zwecken eingesetzt (z. B. für Bronchial-Inhalationskapseln). Allerdings führt man die vermifuge Potenz von Karotten auf ihren Anteil an ätherischen Ölen zurück, denn sie schützen die Wurzel vor Parasiten und kann als Schlussfolgerung somit auch Endoparasiten aus dem Darm vertreiben: Die ätherischen Öle wirken auf die unerwünschten Darmschmarotzer zunächst leicht erregend und dann lähmend, sodass sie mit der Darmperistaltik ausgeschieden werden können. Insofern genießt die Karotte längst auch einen guten Ruf als Wurmmittel (Anthelmintika). Überdies haben die in der Karotte enthaltenen bioaktiven Substanzen auch einen antimikrobiellen Effekt und wirken bakterizid auf grampositive Bakterien (wie beispielsweise die Erreger der Lungenentzündung - Pneumokokken). Darüber hinaus beseitigten die ätherischen Öle aus den Möhrensamen bis zu 30% aller Helicobacter pylori-Infektionen des Magens (Ursache für Magengeschwüre, Sodbrennen etc.) und die schmerz- und entzündungshemmenden Wirkstoffe der Samen sind in ihrer Effizienz mit der Schmerz- und Entzündungshemmung typischer Schmerz- und Rheumamittel (Aspirin, Ibuprofen, Naproxen) vergleichbar.

 

  • Mono- und Oligosaccharide

Man kennt dieseZuckerverbindungen als Verdauungshilfen, aber überdies scheinen sie auch der Grund dafür zu sein, warum Karotten bei Säuglingen als erste feste Nahrung empfohlen werden: Sie sind nährstoffreich und verträglich fast wie Muttermilch. Damit begründet sich auch, weshalb geriebene Karotten rekonvaleszenten Jungtieren beispielsweise nach einem Wurmbefall wieder so gut auf die Beine helfen können. Oligosaccharide aus Karotten machen es aber auch Bakterien und anderen Krankheitserregern unmöglich, sich an die Darmwand anzuheften und so eine Infektionskrankheit auszulösen

 

  • Polysaccharide

Zu den Polysachariden gehört das Pektin, eine langkettige Zuckerverbindung, die als Bestandteil der pflanzlichen Zellen den Feuchtigkeitsgehalt in der Pflanze reguliert und somit die Elastizität und Flexibilität der Gewebe sichert. Karotten enthalten den "natürlichen Entgifter" Pektin, der dem Organismus Schwermetalle, Radionuklideund andereGiftstoffeentziehen kann. Pektin gehört jedoch nicht nur zu den Polysacchariden, sondern gilt überdies als wasserlöslicher pflanzlicher Ballaststoff, der die Verdauung regulieren kann, denn er quillt im Magen-Darmtrakt auf und aktiviert die Darmperistaltik.

 

  • Falcarinol

Immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit wissenschaftlicher Studien rückt aber vor allem auch die in den Karotten enthaltene Gruppe der Polyine (Polyacetylene). Es handelt sich hierbei um hoch-reaktive, instabile organisch-chemische Kohlenstoffverbindungen mit mehreren Dreifachbindungen. Zu ihnen gehört der in Karotten enthaltene sekundäre Pflanzenstoff r (auch Carotatoxin genannt) - eine hochinteressante anticancerogene Substanz, mit dem die Karotten in wirksamen Mengen ausgestattet sind. Sie bilden Falcarinol, um sich selbst vor Pilzerkrankungen zu schützen, aber dänische und englische Wissenschaftler konnten schon im Jahr 2005 im Tierversuch nachweisen, dass Falcarinol in jener Dosierung, wie der Stoff natürlicherweise in Karotten vorliegt, auch gegen Krebs wirken und die Entwicklung bösartiger Tumore im Dickdarm hemmen kann. Inzwischen weiß man, dass das Falcarinol aus Karotten stärker gegen lymphatische Leukämiezellen wirkt als Carotinoide und sowohl die Ausbreitung der Krebszellen und die Krebsentstehung aus Krebsvorläufern (Präkanzerose) hemmt, als auch deren Zelltod herbeiführen kann.

 

Karotten und ihre positive Wirkung auf...


  • die Haut

Das Provitamin A hat einen großen Einfluss auf die Hautgesundheit, denn es begünstigt die Regeneration der Hautzellen – entsteht ein Mangel dieser Vorstufe zum Vitamin A, verhornen die Talgdrüsen, die Hautzellen regenerieren sich langsamer, die Haut trocknet aus, wird rissig, spröde und infiziert sich leichter. Überdies schützen die in der Haut eingelagerten Carotinoide die Haut ähnlich wie der natürliche Hautfarbstoff Melanin vor den schädigenden Wirkungen des Sonnenlichtes, besonders seiner UV-Anteile – es bewahrt die besonders lichtempfindlichen Hautzellen vor den negativen Folgen einer übermäßigen UV-Bestrahlung und dient als natürlicher Sonnen- und Hautkrebsschutz von innen. Dies ist besonders relevant bei der Neigung zu polymorphen Lichtdermatosen ("Sonnen-Allergie"). Ein weiterer Vorteil ist die Verbesserung der Hautpigmentierung – Beta-Carotin findet in vielen Arzneimitteln für dermatologische Indikationen Verwendung, die gegen Pigmentanomalien (Über- oder Unterpigmentierung, auch fleckförmig) wirken.

 

  • die Augen und die Sehkraft

Aus dem Provitamin A (Beta-Carotin) wird das Vitamin A gebildet, das vom Organismus zur Herstellung des Sehpigments der Augen gebraucht wird – kommt es zu einem Vitamin A-Mangel, entstehen Seh-Beschwerden, die sich zunächst dadurch bemerkbar machen, dass sich das Dämmerungssehen verschlechtert (Nachtblindheit). Aber überdies kann ein Mangel an Vitamin A sogar zur Erblindung führen – umgekehrt kann die Aufnahme vom Provitamin A zu verbesserter Sehfähigkeit und vor allem zur deutlichen Verbesserung der Fähigkeit zum "Hell-Dunkel-Sehen" führen. Neben einer positiven Wirkung auf die Sehschärfe können sich Karotten auch vorteilhaft auf die häufigste erblich bedingte Netzhautdegeneration Retinitis pigmentosa auswirken, die bei Hunden und Katzen als progressive Retinaatrophie (PRA) bekannt ist – das fortschreitende und stufenweise Absterben der Netzhaut führt stets zur vollkommenen Erblindung.

 

  • die Leber

Die Inhaltsstoffe der Karotte verfügt über membranprotektive und antioxidative Effekte und wirkt deshalb leberschützend sowie überdies als unterstützende Heilwirkung bei akuter Leberentzündung.

 

  • die Nieren und Harnwege

Aufgrund des hohen Kaliumgehaltes beeinflussen Karotten die Harnausscheidung positiv, was bedeutet, dass sie wassertreibend (diuretisch) wirken. Therapeutisch ist dies im Zusammenhang mit Reinigungs-, Entschlackungs- und Entgiftungskuren relevant. Aber auch im Rahmen von Blasenentzündungen oder Nierenerkrankungen ist die entzündungshemmende und ausschwemmende Wirkung hilfreich. Die Inhaltsstoffe gelten überdies als steintreibend (Nieren, Blasen, z. B. Nierengriess) und ödemausschwemmend (z.B. bei angelaufenen Beinen).

 

  • den Magen und den Darm

Karotten werden immer wieder erfolgreich gegen Ernährungsstörungen und als Diätetikum zur Heilung von Verdauungsstörungen eingesetzt. Ein Grund für ihre positive Wirkung ist ihr Inhaltsstoff Pektin, bei dem es sich um eine langkettige Zuckerverbindung handelt, die als wasserlöslicher pflanzlicher Ballaststoff wirkt und damit die Verdauung regulieren kann, denn Pektin quillt im Magen-Darmtrakt auf und entzieht breiigem Kot die Wasserbasis, wodurch der Durchfall gestoppt wird.  Karotten sorgen aber nicht nur für mehr Gesundheit im Verdauungstrakt, denn im engen Zusammenhang damit steht der ausgeglichene Säure-Basen-Haushalt. Ein übersäuerter Magen reagiert mit gereizter Magenschleimhaut und dem entgegen wirkt Beta-Carotin. Leider kommen bei einer verstärkten Magensäurebildung immer wieder Protonenpumpenhemmer zum Einsatz, welche die Bildung der Magensäure hemmen. Zwar wird damit das Problem der Übersäuerung kurzfristig gelöst, aber die Resorption von Beta-Carotin wird dadurch verschlechtert und damit auch der Versorgungsstatus gesenkt. Sinnvoller wäre es also, einer Übersäuerung des Magens mit geraspelten Möhren oder Olewo Karottenprodukten entgegen zu wirken, denn damit wird die Säurebildung nicht gestoppt, sondern der Anteil von Säuren und Basen so optimal ausbalanciert, dass der Verdauungstrakt wieder in ein gesundes Gleichgewicht findet.

 

  • das Immunsystem

Die in den Karotten enthaltenen Substanzen wirken antioxidativ, können das Immunsystem stärken und übermäßige allergische Reaktionen sowie einen anaphylaktischen Schock unterdrücken, wie in Tierversuchen bewiesen wurde.

 

  • die Zellen

In einem gesunden Organismus stehen die Zellen in Verbindung miteinander, kommunizieren und tauschen sich aus, um ihre Aufgabe, der Gesundheit zu dienen und sich dabei zu ergänzen, perfekt umzusetzen – lediglich die entarteten Krebszellen nehmen nicht an der interzellulären Kommunikation teil. Gemeinsam mit anderen Carotinoiden und dem Vitamin A verstärkt das Beta-Carotin diesen Zellaustausch, sodass er ungehindert stattfinden kann. Überdies fördert das Provitamin A die Reaktivierung der bereits entarteten Zellen, sodass sie sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe, der Gesundheit zu dienen, besinnen und nicht weiter zu Krebszellen entarten.

 

Karotten gegen Karzinome


Im Vordergrund der krebsprophylaktischen Wirkung von Karotten stand bislang meist das Beta-Carotin als Vorstufe zum Vitamin A und das Vitamin A, denn beide hemmen die Entartung gesunder Zellen und sind überdies an der Rückbildung krebsartiger Zellen beteiligt.

In erster Linie gilt dabei die antioxidative Wirkung vom Beta-Carotin als wirksamster Schutz gegen Karzinome, denn es schützt viele körpereigenen Strukturen vor den schädlichen (und auch krebserregenden) Einflüssen der freien Radikale und kann teilweise bis zu 1000-mal freie Radikale neutralisieren, ohne dass es selbst zerstört werden würde. Überdies erhöht Beta-Carotin die Aktivität der körpereigenen Abwehrzellen sowie die Zahl der natürlichen Killerzellen, die zwar in erster Linie virusinfizierte Zellen vernichten, aber sie eliminieren auch Krebszellen höchst zuverlässig und effektiv.

Der starke Bezug der Inhaltsstoffe von Karotten zur Haut, zu den Schleimhäuten und zum Verdauungssystem wird auch in der Krebsprophylaxe deutlich, denn das Provitamin A und das Vitamin A schützen diese Bereiche vor der Entstehung von Tumoren wie sie bei Haut- und Magen- oder Darmkrebs vorkommen. Doch zu der krebshemmenden Eigenschaft von Beta-Carotin und Vitamin A (bei Plattenepithelkarzinomen wird oft begleitend zur herkömmlichen Therapie eine Vitamin-A-Hochdosistherapie eingesetzt) kommen unterstützend die kanzerogenese-hemmenden Polyine (Falcarinol) aus der Karotte - sie können die Entwicklung bösartiger Tumore im Dickdarm hemmen und inzwischen weiß man, dass das Falcarinol aus Karotten stärker gegen lymphatische Leukämiezellen wirkt als Carotinoide und sowohl die Ausbreitung der Krebszellen und die Krebsentstehung aus Krebsvorläufern (Präkanzerose) hemmt, als auch deren Zelltod herbeiführen kann.

Wirkstoffe aus der Karotte wurden bereits gegen Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Prostatakrebs, Hautkrebs und Blasenkrebs eingesetzt.

Auch bei der Bildung von Hauttumoren bei Pferden, wie das Equine Sarkoid oder Melanomen, respektive Gesäugetumoren bei der Hündin sollte an eine unterstützende Therapie mit Karotten gedacht werden.

 

Sabine Bröckel

vom Team der Kräuter- und Gewürzmanufaktur Neumann Tiergewürze

 

Zu unseren Karottenprodukten

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  • Alte Hunde zur Verbesserung des Immun- und Schleimhautschutzes
  • zur Appetitanregung
  • Übergewichtige Hunde als Ballastfutter im Rahmen eines Diätplans
  • Sport- und Schauhunde zur Regulation bei stressbedingtem, weichem Kotabsatz
  • zur Stärkung der körpereigenen Abwehr
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Als gern gefressenes Basisfutter für bittere Medikamente

 

 

 

 

 

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