Leinsaat / Leinsamen, mittelkörnig (Beutel 1 kg), Russland

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Beschreibung

Für PferdeFür HundeKatze/mediafiles/Bilder/Tee-Druide-400.pngAlles rund um Eure Nagetiere

Leinsamen und Leinkuchenflakes gelten längst nicht nur als Verdauungshilfe und zur Unterstützung einer gesunden Haut und glänzender Haare, sondern sind ein wunderbarer Energielieferant zur Leistungssteigerung und zum Auffüttern magerer Tiere. Aber Leinsamen können auch kalorienarm sein, wenn man nur von ihren Schleimstoffen und ihrer verdauungsfördernden Wirkung zur Unterstützung einer Diät profitieren möchte, man muss sie dafür nur in ganzer Form anwenden, denn dann bleibt das enthaltene Öl unter dem Schutz der Schale verborgen, die nicht verdaut werden kann, sondern wieder ausgeschieden wird. Wer jedoch auch die vielen Vitamine, Mineralstoffe, die essentiellen Fettsäuren, den hohen Proteingehalt und all die anderen wertvollen Inhaltsstoffe der Leinsaat nutzen möchte, muss sie mahlen oder auf Leinkuchenflakes zurückgreifen.

Unter den Ölfrüchten, also den Samen von Ölpflanzen, gehören die Leinsamen verglichen mit Kürbiskernen und Sonnenblumenkernen eher zu den Kleinen, denn sie erreichen gerade mal eine Länge von 4mm bis 6mm. Was ihre gesundheitsfördernde Wirkung anbelangt, sind sie aber mit die Größten, denn die Leinsamen gehören zu den besten pflanzlichen Quellen für Omega 3 Fettsäuren, denen ein allgemeiner Herz-Kreislauf-Schutz zugeschrieben wird. Überdies enthält die Samenschale des Leinsamens eine hohe Menge an Ballaststoffen, die sich durch ihr hohes Quellvermöger auszeichnen, denn die vergrößern ihr Volumen im Dickdarm auf mindestens das zwei- bis dreifache ihrer ursprünglichen Größe, weil sie Wasser aus diesem Darmabschnitt aufnehmen und so Durchfall entgegenwirken. Gleichzeitig vergrößert sich das Kotvolumen und regt so die Darmperistaltik an, der Darm bewegt sich mehr und die Verdauung wird angekurbelt. Leinsamen regulieren damit die Verdauung, denn die Saat wirkt einer Verstopfung wie auch Durchfällen entgegen.

Das Besondere an diesen Ballaststoffen ist jedoch ihre schleimbildende Eigenschaft und dieser Schleim (in 100g Leinsamen sind zwischen 3g und 10g Schleimstoffe enthalten) erhält den Darminhalt gleitfähig. Überdies legt er sich wie ein Schutzfilm über die Magen- und Darmschleimhaut und ist damit ein wirksamer Helfer gegen chronische Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, denn unter dem schützenden Schleim können gereizte und entzündete Schleimhäute besser abheilen.

Ein weiterer Inhaltsstoff der Leinsamen sind die Lignane, tatsächlich gilt der Leinsamen unter den Ölfrüchten zu den Samen, welche die meisten Lignane enthält. Im Prinzip handelt es sich bei diesen sekundären Pflanzenstoffen um ein Zwischenprodukt beim biologischen Aufbau von Lignin (lat. lignum = Holu), also den verholzten Pflanzenteilen. Lignane kommen in den Zellwänden in unterschiedlichen Konzentrationen vor und reichern sich besonders in den Randschichten von Samen an. Sie gehören zur Gruppe der Phytoöstrogene und sind in ihrer biologischen Aktivität der des weiblichen Sexualhormons Östrogen sehr ähnlich. In der Humanmedizin setzt man solche Phytohormone beispielsweise bei Frauen in den Wechseljahren ein, weil sie die Beschwerden, die mit dem Beginn der Menopause einhergehen lindern und sogar einer Osteoporose entgegen wirken können.

Immer wieder stehen Lignane auch im Zusammenhang mit ihrer gesundheitsfördernden Wirkung bei hormonabhängigen Tumorerkrankungen. Hier kann jedoch auch die antioxidative Wirkung des enthaltenen Leinöls das Krebsrisiko mindern, denn die enthaltenen Vitamine, vor allem das Vitamin E, macht sich stark im Kampf gegen freie Radikale, welche die Zellalterung fördern und Zellen angreifen, zerstören oder in ihrer Struktur so verändern, dass sie zur Tumorbildung neigen. Doch Leinsamen enthält Antioxidantien und bei denen handelt es sich um freie Radikalefänger. Leinsamen schützt also die Zellen.

Dabei enthalten die Vitamine aus dem Leinöl zusätzliche Unterstützung von essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie den Omega 3 Fettsäuren(Alpha Linolensäure). Damit kann Leinsamen das Verhältnis von Omega 6 Fettsäure zu Omega 3 Fettsäure im Körper positiv beeinflussen, denn im Organismus stehen Omega 3 Fettsäuren in Konkurrenz zu Omega 6 Fettsäuren, deren wichtigster Vertreter die Linolsäure ist. Im Verlauf der Stoffwechselvorgänge entstehen entzündungshemmende oder entzündungsfördernde Substanzen. Dies geschieht in Abhängigkeit vom Verhältnis der Omega 3 und der Omega 6 Fettsäuren. Bei hohen Mengen Omega 6 Fettsäuren (z.B. Linolsäure) werden eher entzündungsfördernde Substanzen, bei vergleichsweise höheren Mengen an Omega 3 Fettsäuren (z.B. Alpha-Linolsäure) eher entzündungshemmende Substanzen gebildet. Dabei sollte das Verhältnis der Omega 6 Fettsäure zur Omega 3 fettsäure nicht größer als 5:1 sein.

Omega 3 Fettsäuren sind jedoch auch beteiligt am Aufbau von Nerven- und Gehirnzellen, verbessern die Fließfähigkeit des Blutes und gelten als "herzgesunde" Fettsäuren. Überdies haben die Fettsäuren und die Vitamine eine sehr positive Wirkung auf die Haut und die Haare, denn die Elastizität und der Schutzmantel der Haut werden gestärkt, sodass sie insgesamt widerstandfähiger und gesünder ist und das Haarwachstum wird gefördert, daraus resultiert auch ein herrlich glänzendes Fell. An Leinsamen sollte daher auch bei allen juckenden Hautveränderungen gedacht werden.

Bei Pferden wird Leinsamen vor allem bei der Neigung zu Verstopfungskoliken angewendet, denn er wirkt verdauungsfördernd und krampflösend. Aber Leinsamen ist auch ein hervorragender Energielieferant, der den Stoffwechsel nicht so belastet, wie ein entsprechend energiereiches Futter. Insofern eignet sich Leinsamen auch zum Auffüttern schwerfuttriger Pferde und magerer Hunde. Durch die enthaltenen essentiellen Fettsäuren können auch die Nährstoffe besser vom Organismus verwertet werden. Leinsamen haben überdies sowohl eine entzündungshemmende, als auch eine fruchtbarkeitsfördernde Wirkung.

Nährstoffgehalt von Leinsamen
100g Leinsamen enthalten:
Energie                         379kcal/16MJ
Rohprotein                    22%
Rohfaser                       7%
Fett
davon:                           31,4g
Linolsäure (n-6-FS)       4,1g
Linolsäure (n-3-FS)       16,7g   
Eiweiß                           24,8g
Kohlenhydrate               0g
Ballaststoffe                   33,8g
Wasser                          6,2g

Allerdings rückt beim Verzehr oder bei der Fütterung von Leinsamen an Tiere auch immer wieder der Gehalt an Cadmium und Blausäure in den Fokus. Bei einer Verzehrmenge von maximal 20g, schadet dieser Inhaltsstoff keinem Menschen und beim Hund können bedenkenlos 5g bis 10g, bei Katzen 1g bis 3g Leinsamen, auch dauerhaft, verfüttert werden. Vor allem wenn solch geringe Mengen als ganze Samen oder mit minimal aufgebrochener (angeschroteter) Schale aufgenommen werden, bleibt das Cadmium im Keim und tritt nicht aus.

Bei Pferden wird jedoch auf Grund der höheren Dosierung von ca. 50g bis 100g pro Tag immer wieder dazu geraten, den Leinsamen eine Nacht in Wasser quellen zu lassen, um ihn anschließend unter Zugabe von etwa 2L Wasser rund 30 Minuten zu kochen. Danach stellt man die Hitze der Herdplatte aus, bedeckt den Topf mit einem Deckel und lässt die Leinsamen noch ziehen, bis sie soweit abgekühlt sind, dann man sie beispielsweise in ein Mash einrühren kann, um sie zu verfüttern. Hierbei geht es aber nicht nur um das enthaltene Cadmium, sondern auch um die im Leinsamen enthaltene Substanz Linamarin, das kann für Pferde giftig sein, weil es durch Enzymprozesse im Pferdedarm zu Blausäure umgewandelt werden kann. Das Kochen des Leinsamens zerstört jedoch das Enzym, welches für die Freisetzung des Linamarin verantwortlich ist.

Wer Leinsamen füttert, um eine Gewichtszunahme bei seinem Tier zu erreichen, der sollte den Leinsamen schroten oder mahlen, denn nur so gelangen die unter der schützenden Schale (die nicht verdauert werden kann und wieder ausgeschieden wird) verborgenen Fettsäuren, das enthaltene Eiweiß sowie die verschiedenen Vitamine und Mineralstoffe in den Darm und können verstoffwechselt werden. Allerdings sollte man keinen geschroteten oder gemahlenen Leinsamen auf Vorrat kaufen, denn die mehrfach ungesättigten Fettsäuren reagieren höchst empfindlich auf Sauerstoff und werden sehr schnell ranzig.

Dosierung & Fütterung:

Für Pferde
Pferde erhalten 50g - 100g täglich (nur aufgekocht werden)


Für Hunde
Hunde erhalten 5g bis 10g täglich

Katze
Katzen erhalten 1g bis 3g täglich

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Menschen nehmen bis 20g täglich






Hinweis:

Neumanns Tiergewürze e.K. kann keine Haftung für die korrekte Anwendung, Dosierung, und Fütterung übernehmen.
Jeder Tierhalter ist für seine Tiere, jede Tierhalterin für ihre Tiere, selbst verantwortlich. Stets sollte der Tierarzt/die Tierärztin oder der Tierheilpraktiker/die Tierheilpraktikerin Ihres Vertrauens bei einer Ernährungsumstellung zu Rate gezogen werden.
Denn jedes Tier verhält sich anders und reagiert möglicherweise unterschiedlich auf bestimmte Inhaltsstoffe.

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