YOUNG STAR für Jungpferde

25.01.2015 10:22 | Für Pferde

 

Young Star

Von Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

 

Für PferdeBesiege Wachstumsprobleme und gewinne mit einem gesunden Bewegungsapparat!

 

Kräutermischung für Pferde:
Zur Unterstützung des gesunden Wachstums junger Pferde

  • Für starke belastbare Sehnen, Bänder, Knorpel und Gelenke
  • Bei zu schnellem Wachstum oder besonders frohwüchsigen, großen Pferden zum Schutz der Sehnen, Bänder Gelenke und Knorpel

  Young Star

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Ausgewogene Mischung aus handverlesenen Kräutern


  • Yucca Schidigera

Die Heilpflanze aus Mexiko ist in den USA seit langem fester Bestandteil der Pferdefütterung, denn sie enthält medizinisch wirksame Inhaltsstoffe, welche sowohl Schmerzen lindern, als auch Entzündungen hemmen können und überdies die Verdauung (verringertes Risiko von Fehlgärungen und Koliken, Aufbau der Darmflora), die körpereigene Abwehr stärkt, den Proteinstoffwechsel und den Stoffwechsel der Entgiftungsorgane Nieren und Leber verbessert, wodurch der Abtransport der Körperschlacken (Entgiftung) unterstützt wird. Der Wirkstoff, der so positiv auf den gesamten Organismus wirkt, sind die Saponine (Glycoside von Steroiden). Sie begünstigen die Aufnahme anderer Wirkstoffe der Pflanzen, so dass bereits geringe Mengen anderer Wirkstoffe eine große Wirkung zeigen können, denn sieverringern seifenartig die Oberflächenspannung des Wassers, wodurch alle begleitenden Nährstoffe besonders gut vom Körper aufgenommen und verwertet werden können. Saponine blockieren aber auch die Produktion der Stickstoffoxide, neutralisieren den ph-Wert und erfüllen im Organismus die Funktion einer "biologischen Seife" (lateinisch sapo bedeutet Seife) und absorbieren Giftstoffe und Ablagerungen nicht nur aus dem Darm, sondern auch aus Gefäßen und Gelenken. Überdies regen sie die Durchblutung an und fördern die Zellregeneration. Neben dem hohen Basengehalt enthält Yucca Schidigera Chlorophyll, zahlreiche Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und Vitamine.

  • Ackerschachtelhalmkraut:

Es enthält 5 bis 8% Kieselsäure und dieser Umstand macht dieses Kraut besonders interessant bei der Anwendung im Bereich  von Problemen des Bindegewebes, der Bänder und Sehnen. Überdies wird Ackerschachtelhalmkraut zur Verbesserung der Durchblutung und bei Mineralstoffmangel eingesetzt. Man schreibt ihm auch eine blutreinigende und entzündungshemmende Eigenschaft zu.

  • Ginkgo:

Der Ginkgo-Baum entstammt der Urzeit und hat sich bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten. Wie kaum eine andere Pflanze helfen seine ledrigen Blätter bei der Verbesserung der Durchblutung, denn damit sorgen Ginkgo Blätter für eine optimale Versorgung des Organismus und des Bewegungsapparates mit Sauerstoff und Nährstoffen. Überdies wirkt Ginkgo schmerzhaften Entzündungen entgegen.                             

  • Hagebutte:

Dieses rote Früchtchen sollte natürlich in keiner Jungpferdemischung fehlen, denn die Hagebutte hat sich als hervorragender Vitamin C-Spender bewährt - ihr sehr hoher Gehalt an Ascorbinsäure (100 g frische Hagebutten enthalten 400-5.000 mg Vitamin C) macht sie zu einer effektiven Hilfe bei Neigung zu Infektionskrankheiten bei Schwächung des Immunsystems und der körpereigenen Abwehrkräfte und bei Erschöpfungszuständen. Neben dem Vitamin C enthält die Hagebutte aber auch Vitamin B1 und B2, Betakarotin, Vitamin K, Nikotinsäure (Niacin), Flavonoide (unter anderem Rutin), Fruchtsäuren, Pektine und Lykopin. Mit ihren vielen vitalisierenden Substanzen können die Hagebutten einen müden Kreislauf zu neuem Leben erwecken, bei Erschöpfungszuständen neue Energie schenken und die körpereigene Abwehr mobilisieren. Für die leuchtend rote Farbe der Schale ist das Lykopin – gebunden an den roten Farbstoff der Früchte – verantwortlich. Aus diesem Wirkstoff wird im Körper Vitamin A gebildet wird und das gilt als zellschützend. Zusammen mit dem hohen Vitamin C-Gehalt, das die Zellen im Kampf gegen die freien Radikalen und damit auch gegen Veränderungs- sowie vorzeitige Alterungsprozesse der Organe und des Bewegungsapparates unterstützt, gilt die Hagebutte als bestes Mittel, um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen. Bei Pferden schätzt man auch die wachstumsfördernde Wirkung der Hagebutte auf das gesunde Hufhorn, aber überdies ist sie auch ein effizienter Helfer bei Hufrehe, denn sie gilt als blutreinigend, unterstützt die Leber als Entgiftungs- und die Niere als Ausscheidungsorgan von Toxinen und Schlacken durch ihre harntreibende Eigenschaft, die sie den Pflanzensäuren und Pektiden verdankt. Überdies wirkt die Hagebutte entsäuernd auf den Organismus und unterstützt mit ihrem hohen Eisengehalt die Blutbildung. Der Vitamin C-Gehalt der Hagebutte wird eigentlich nur noch vom Sanddorn übertroffen und sollten ihren Einsatz aber nicht nur bei der Neigung zu Erkältungskrankheiten finden. Die Hagebutte gilt nämlich mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin-B-Komplexen auch als beruhigend und nervenstärkend bei Stress und innerer Unruhe. Aber im Bezug auf den Aufbau eines gesunden Bewegungsapparates spielt vor allem das in der Hagebutte reichlich enthaltene Kalzium eine Rolle, das Bänder, Sehnen, Knorpel und Gelenke stärkt, aber zusammen mit dem Vitamin C und dem Flavonoid Rutin wird auch die Stärkung der Blutgefäße und die Förderung der Durchblutung unterstützt, weil Rutin ein Enzym hemmt, das am Prozess der Blutgerinnung beteiligt ist. Diese Eigenschaft ist auch im Hinblick auf Arthrosen interessant, denn damit werden die Gelenke wieder besser ernährt. Überdies wirkt die Hagebutte auch entzündungshemmend.

  • Kieselerde:

In Versuchen mit Kieselerde konnte nachgewiesen werden, dass die Kieselsäure im Plasma die Osteoblasten (Knochenbildner) stimuliert und dass die Siliziumaufnahme mit dem Futter eine günstige Wirkung auf die Knochengesundheit des Pferdes ausübt. Überdies sorgt Silizium wahrscheinlich für die Quervernetzung bestimmter Moleküle, die für den Aufbau des Knorpels zuständig sind. Es wird überdies vermutet, dass Silizium sowohl bei der Bildung der Interzellularsubstanzals auch beim Calcium-Stoffwechsel beteiligt ist. Kieselerde gilt als unentbehrlich für die Gesunderhaltung des Bindegewebes, der Bänder, Sehnen, Knochen, Knorpel und Gelenke und sorgt für ein elastisches Bindegewebe.

  • Klebkraut:

Es unterstützt die Kieselerde als Lieferant von wichtigen Mineralsalzen wie Kieselerde, die zum Aufbau eines gesunden Bewegungsapparates wichtig sind. Überdies fördert es die Funktiondes Lymphsystems und wirkt gegen Schwellungen, Gallen (entstehen oft durch die Überlastung junger Pferdebeine) und Ödeme.                   

  • Grünlippmuschelpulver:

Die positive Wirkung dieser Muschel wurde vor Jahrzehnten Forschern entdeckt, denen auffiel, dass die Ureinwohner Neuseelands, die Maoris, auch im hohem Alter keine Gelenkprobleme zu kennen schienen - allerdings traf das auch nur auf die an der Küste angesiedelten Maoris zu. Auf der Suche nach der Ursache stießen die Forscher auf die Grünlippmuschel, die in der Ernährung der Küstenbewohner eine große Rolle spielte. Für ihre positiven Auswirkungen auf die Gelenke sind primär die in der Grünlippmuschel enthaltenen Glycosaminglycane und die speziellen Omega-3-Fettsäuren verantwortlich. Hierbei handelt es sich um Nährstoffe, die im Rahmen des Gelenkstoffwechsels besonders gut verwertet werden können, da sie eine hohe Affinität zu den Grundbausteinen der Gelenkflüssigkeit und der Gelenkknorpel ausweisen. Eine regelmäßige Fütterung von Grünlippmuschelpulver trägt deshalb dazu bei, die Gelenke optimal mit den Nährstoffen zu versorgen, welche die Funktion der Gelenke unterstützen. Überdies können Grünlippmuscheln dazu beitragen, den Anteil an Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen und damit entzündlichen Prozessen entgegenzuwirken.

  • Karotten:

Die Hauptinhaltsstoffe der Karotte, die ihr auch ihre leuchtend orangerote Farbe geben, sind die Carotinoide – sie gehören zu der großen Familie der sekundären Pflanzenstoffe. Aus der Sicht der Chemie handelt es sich bei diesen gelben und roten pflanzlichen Farbstoffen um hochungesättigte, teilweise gradkettig, teilweise gradkettig-ringförmig aufgebaute Kohlenwasserstoffe und deren Sauerstoffverbindungen. Physiologisch liegt die Bedeutung der Carotinoide in ihrer Beteiligung an der Energieübertragung bei der Photosynthese, sowie in ihrer Funktion, Zellen vor schädigendem Lichteinfluss zu schützen. Aber ihr positiver Einfluss auf Haut und Schleimhäute, sowie auf die Funktion der Nerven, der Sehkraft und den Verdauungstrakt ist genauso unumstritten, wie es neuerdings die krebshemmende Eigenschaft ist, die eng mit Carotinoiden in Verbindung gebracht wird. Allerdings enthalten Karotten überdies viele Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die auch Entzündungen in den Gelenken vorbeugen können und insofern sind sie eine wirksame, aber dennoch auch überaus wohlschmeckende Zutat in dieser Mischung, die den für Pferde ungewohnten Fischgeruch des Grünlippmuschelpulvers überdeckt.

  • Chlorella:

Die Mikroalge hat sich vor allem im Bereich der Entgiftung und Entsäuerung des Organismus einen Namen gemacht, denn sie reinigt das Blut, erhöht den Sauerstoffgehalt, alkalisiert den Körper (sie gleicht aus, wenn der Körper »sauer« wird – ein Zustand, der die Entstehung der meisten Krankheiten begünstigt) und sorgt so dafür, dass Entzündungen vorgebeugt wird. Chlorella fördert überdies aber auch das Wachstum, die Heilung und die Reparatur von verletztem oder traumatisiertem Gewebe (beispielsweise nach Schlagverletzungen oder nach dem Anschlagen der Beine gegen die Hindernisstange). Überdies enthält die Chlorellaalge essentielle Aminosäuren, die den Muskelaufbau unterstützen.

  • Knotentang:

Der Ascophyllum Nodosum) setzt sich aus Rot- und Braunalgen zusammen und eignet sich als mineralisches Zusatzfutter für Pferde, denen viel Leistung abverlangt wird, denn im Seetang sind reichlich Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Spurenelemente enthalten, die sowohl positiv auf den gesamten Stoffwechsel wirken (verbesserte Verdauung, gesunder Bewegungsapparat, Fell, Haut und Hufe), als auch den Aufbau der Muskulatur unterstützen. Dies ist nicht nur im Bezug auf die Leistungsfähigkeit des Pferdes wichtig, sondern auch, weil die Gelenke von Muskeln gestützt, unterstützt und geführt werden. Oft ist nicht nur eine Überlastung der Grund für eine Arthrose, sondern auch eine ungenügende muskuläre Führung des Gelenke durch den fehlenden Aufbau der gelenkführenden Muskulatur.   

  • Spirulina:

Diese Mikroalge verdankt ihren Namen ihrem spiralförmigen Wachstum. Sie gilt als nährstoffreicher als jede andere Pflanze: Zu ihren Wirk- und Inhaltsstoffen gehören unter anderem die Gamma-Linolensäure (GLS), die Linolensäure, die Arachidonsäure, Vitamin B12, Eisen, die Nukleinsäuren RNS und DNS, Chlorophyll und Phycocyanin, das sich nur in Blaualgen findet und das als Mittel gegen Tumore eingesetzt wird. Ganz besonders interessant ist die Eigenschaft dieser Alge, die Absorption von Mineralstoffen zu unterstützen, denn so sorgt sie dafür, dass alle anderen Inhaltsstoffe dieser Kräutermischung besser verwertet werden können. Will man beim Pferd chronische und degenerative Erkrankungen vermeiden oder behandeln, können die vielen Wirkstoffe in der Spirulina-Alge dazu beitragen. Der hohe Anteil an Vitamin B12 dient der Entwicklung gesunden Nervengewebes und unterstützt den Stoffwechsel in jeder einzelnen Zelle des Pferdekörpers. Geschätzt wird die Alge aber auch wegen des hohen Gehalts an Beta-Carotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Vitamin A sorgt für ein starkes Immunsystem, gesunde Knochen, Schleimhäute, Haut und Augen. Darüber hinaus enthält Spirulina sämtliche B-Vitamine, die Vitamine D, K und E, Kalzium, Chrom, Kupfer, Jod, Magnesium, Phosphor, Kalium, Selen und Zink. Dazu verschiedene Antioxidantien, Phytonährstoffe und Carotinoide. Damit unterstützt Spirulina die Entgiftung des Körpers, wobei sie überdies den pH-Wert ausbalanciert und damit den Organismus entsäuert und entzündliche Prozesse eindämmt, die vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates zugrunde liegen. Spirulina stärkt den antioxidativen Schutz, bekämpft freie Radikale, verzögert den Alterungsprozess, unterstützt ein gesundes Herz-Kreislauf-System, verbessert Verdauung und Gesundheit des Verdauungstrakts, schafft eine aktive Darmflora und regt den Körper zur erhöhten Bildung roter und weißer Blutkörperchen an, die Keime und Viren töten. Zu den Eigenschaften der Spirulina-Alge gehört auch ihre antimikrobielle Wirkung, die dazu beiträgt, das Wachstum krankheitserregender Bakterien und Hefen zu hemmen. Durch ihren Gehalt an Chlorophyll reinigt sie das Blut und dadurch erhöht sich auch der Sauerstoffgehalt des Bluts. Polysaccharide verbessern die Funktion von Knochenmark, Thymusdrüse und Milzzellen. Spirulina gilt auch als leistungssteigernde Pflanze, die den Aufbau von Muskeln unterstützt.

  • Katzenkralle:

Sie verdankt ihre immense Heilkraft verdankt den sechs Alkaloiden, die in ihrer Rinde aktiv sind – ihren Namen erhielt das holzige Gewächs aus dem südamerikanischen Regenwald hingegen aufgrund der kleinen Dornen, die sich an den Blättern der Kletterpflanze befinden und deren Form an Katzenkrallen erinnern. Die indigenen Einwohner gaben der Katzenkralle sogar den Namen "Heilige Pflanze des Regenwaldes" , denn sie schätzen ihre Heilwirkung schon lange. Bei bereits vorhandenen Arthrosen ist vor allem ihre entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaft relevant. Aber sie unterstützt auch die Entgiftung des Körpers und der Organe, wirkt vorbeugend gegen Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates und kann auch einer Schleimbeutelentzündung entgegenwirken. Nicht zuletzt verbessert die Katzenkralle auch die Fließfähigkeit des Blutes, aktiviert den Stoffwechsel, unterstützt die Zellregeneration und Aufbau, stärkt und stimuliert das Immunsystem und sorgt damit auch für starke Abwehrkräfte und verbesserte Leistungsfähigkeit.

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Beim Jungpferd kann eine Überlastung durch eine angeborene oder erworbene Fehlstellung oder eine ungenügende muskuläre Führung des Gelenke durch den fehlenden Aufbau der gelenkführenden Muskulatur zu einer primären Arthrose führen.

Doch viel häufiger findet der frühzeitige Verschleiß von Knorpeln, Gelenken, Bändern und Sehnen in der frühzeitigen Belastung oder Überforderung der Jungpferde, denn sie werden vielfach schon vor dem Abschluss ihres Größenwachstums und damit vor dem Erreichen ihres Endstockmaßes ins Training genommen. Das ist insofern teilweise problematisch, weil sich beispielsweise die Wachstumsfugen einiger Knochen erst zwischen dem 5. und dem 6. Lebensjahr schließen und viele Pferde eigentlich erst mit sieben Jahren vollkommen ausgewachsen sind – erst dann hat der Bewegungsapparat die nötige Festigkeit erreicht und ist damit für die Arbeit unter dem Sattel oder vor der Kutsche belastbar.

Dazu kommt, dass sich ein Pferd – würde es in seiner natürlichen Umgebung als Wildpferd leben – rund 16 Stunden lang gleichmäßig und überwiegend im Schritt bewegt, während es mit der Futteraufnahme beschäftigt ist. Dabei erreicht die Gelenkschmiere (Synovia) eine optimale Konsistenz, sodass sich der Gelenkknorpel durch das Auffußen mit den wichtigen Substanzen der Gelenkflüssigkeit voll saugt, genährt wird und seiner Funktion als Stoßdämpfer in perfekter Weise nachkommen kann. Viele Jungpferde, die ins Training genommen werden, stehen nach der Jungpferdeaufzucht, die vorwiegend auf großen Koppeln statt findet, nun plötzlich viele Stunden in ihrer Box oder auf kleinen Paddocks, die keinen Bewegungsanreiz bieten. Dabei wird die Gelenkflüssigkeit dick und zähflüssig und kommt so ihrer Schmierfunktion nicht mehr nach, was wiederum Schäden am Gelenkknorpel verursacht, die dann vom Tierarzt als Arthrosen diagnostiziert werden.

Damit die Gelenkschmiere ihre Funktion optimal erfüllen kann, sollte eine Trainingseinheit stets mit 10 bis 15 Minuten Schritt beginnen. Leider führt aber nicht nur eine mangelhafte Liquidität der Synovia zu degenerativen Gelenkveränderungen. Auch die Überlastung eines jungen, noch im Wachstum befindlichen Pferdes führt schnell zu einer verstärkten Reibung im Gelenk, durch die ein Abbau des Knorpels entsteht, bei dem der Mediziner von einer "Arthrosis deformans" spricht, die man vor allem unter der Bezeichnung Gelenksarthrose kennt. In der Folge dieses Knorpelverschleißes kommt es zu einer Aufrauung und Schädigung der glatten, gleitfähigen Gelenkfläche – es entsteht eine verstärkte Reibung, die schmerzhafte Entzündungen fördert, bei denen man von einer Arthritis spricht. Zusätzlich hierzu versucht der Körper den Schwund der Knorpelmasse auszugleichen, indem er an der betroffenen Stelle neue Knochenmasse bildet, wodurch sich dann jedoch der Gelenkspalt oder sogar die Gelenkkapsel verkleinern. Während der Umbauprozesse im angrenzenden Knochen und der Deformierung der Gelenke wird eine schmerzfreie Bewegung des Gelenkes immer unmöglicher. Oftmals treten Knochenzubildungen auf, sodass das Gelenk mit der Zeit versteift ist.

Man bezeichnet eine solche Problematik als "degenerative Erkrankung" (Degeneration = Rückbildung). Der Begriff beschreibt im Bereich der Medizin Prozesse, bei denen sich Gewebe - in diesem Fall in den Gelenken – dauerhaft abbauen, zurückbilden oder ihre Funktion verlieren. 

 

Unterschieden wird zwischen der primären und der sekundären Form der Arthrose:

  • Primäre Arthrose – diese Bezeichnung beschreibt eine Form der Gelenksdeformation, respektive des Gelenkverschleißes, der ohne eine erkennbare Ursache auftritt oder ohne dass es dafür ein erkennbares auslösendes Einzelereignis gibt. Als möglicher Grund kommt beispielsweise eine Stoffwechselerkrankung in Frage, wie die Chondrokalzinose (Knorpelverkalkung). Auch eine Überlastung durch eine angeborene oder erworbene Fehlstellung oder eine ungenügende muskuläre Führung des Gelenke durch den fehlenden Aufbau der gelenkführenden Muskulatur kann zu einer primären Arthrose führen. Aber auch das zunehmende Alter mit abnehmendem Stoffwechsel und schlechterer Durchblutung kann eine Rolle spielen. Ein wichtiger Punkt ist überdies die Ernährung des Pferdes – sie kann entweder mangelhaft sein, wenn Nährstoffe fehlen oder zu üppig, wodurch das Pferd zu dick wird und die Gelenke permanent mit zu hohem Körpergewicht belastet. All diese Faktoren vermindern die Qualität des Knorpels, sodass er weniger elastisch und stabil ist.
  • Sekundäre Arthrose – diese Form der Arthrose kommt häufig als Folge einer traumatischen Gelenksverletzung (Unfall) oder einer bestehenden Arthritis (Gelenksentzündung) vor – sie entsteht als Folgeerkrankung in einem bereits geschädigten Gelenk.

 

Sind aber bereits Arthrosen entstanden, kann man sie nicht mehr heilen – aber trotzdem kann ein Pferd noch reitbar sein, wenn man folgende Ratschläge in seine Haltung, Fütterung, Pflege und das Training mit einbezieht:

  • Nicht zu kleine Paddocks oder Koppeln, denn zum einen erzeugen sie keinen Bewegungsreiz und das Pferd steht trotzdem mehr, als dass es sich gleichmäßig bewegt – zum anderen müssen Pferde, wenn sie sich dennoch zum Toben und Rennen animieren lassen, nach kurzer Strecke schon wieder stark abbremsen und diese Bewegung staucht die Gelenke und überlastet die Sehnen und Bänder.
  • Vor der Arbeit das Pferd mindestens 10 bis 15 Minuten im Schritt aufwärmen, nur so entwickeld die Gelenksschmiere eine optimale Liquidität
  • Dem Alter entsprechende, maßvolle Belastung, Überlastungen vermeiden
  • Regelmäßig Huf- und Stellungskorrektur
  • Ausgewogene, der Bewegung angepasste Fütterung

Nicht zu vergessen ist aber stets, dass das Pferd eigentlich nicht als Reit- und Fahrpferd zur Welt kommt, sondern vom Menschen dazu gemacht wird – es trägt oder zieht also ein zusätzliches Gewicht und bei den Belastungsspitzen, die beispielsweise ein Springpferd beim Absprung auf der Hinterhand und bei der Landung auf der Vorhand vervielfacht sich dieses zusätzliche Reitergewicht und das Eigengewicht auf teilweise mehrere Tonnen, die auf die Extremitäten und Muskulatur des Pferdes wirken.

Aber nicht nur die Vorhand des Springpferdes ist bei der Landung nach dem Hindernis einer hohen Gewichtsbelastung ausgesetzt. Auch auf die Brustwirbelsäule wirken immense Kräfte, denn in der Landungsphase nähern sich die Dornfortsätze der Brustwirbel – welche besonders im Bereich des Widerristes besonders lang sind und drohen aneinander zu reiben, wodurch beispielsweise Kissing Spines entstehen können.

Zu bedenken ist überdies, dass ein Pferd nie gleichmäßig wächst, sondern mal vorn, mal hinten höher sein kann, wodurch sich der Körperschwerpunkt und die Gelenkswinkel beim jungen Pferd andauernd verändern.

Beachtet man nun noch, dass tiefer Boden die Bänder und Sehnen stärker belastet und harter Boden ungünstig auf die Gelenke wirkt, erkennt man, wie wichtig es ist, nicht nur verantwortungsvoll zu trainieren, sondern überdies auch eine entsprechende Vorsorge mit der Unterstützung von Kräutern zu treffen, welche die Gelenke, Sehnen und Bänder stärken – vor allem bei frohwüchsigen Pferden, die sehr groß werden oder sehr früh ihr Endstockmaß erreichen, denn zu schnell wachsende Knochen, Sehnen und Bänder sind oft nicht so stabil und belastbar.

 

Dosierung


  • Warmblutpferde (450 bis 600 kg Körpergewicht)                   50 g täglich
  • Kleinpferde (Cobs, Araber bis 450 kg Körpergewicht)           40 g täglich
  • Ponys (bis 300 kg Körpergewicht)                                             30 g täglich


Trockenfütterung:
Kräutermischung einfach unter das Kraftfuttermengen.

 

Zubereitung als Tee:30 g bis 50 g Kräutermischung für 1 L kochendes Wasser. Ziehzeit: 10 - 15 min Lauwarm zum Futter geben. Kräuter sollen mitverfüttert werden. Für Süßmäulchen 1 EL Honig hinzufügen.

 

Eure Sabine Bröckel

vom Team der Kräuter- und Gewürzmanufaktur Neumann Tiergewürze




 

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