Wurmup Katze

13.02.2015 22:24 | Für Katzen

 

Wurmup Katze

KatzeVon Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

 

Eine Kräuterwurmkur für Katzen zu kreieren, die genügend Wirkstoffe erhält, welche wurmfeindlich und katzenfreundlich zugleich sind, ist nicht leicht, denn Katzen haben eine Glucuronidierungsschwäche.

Das bedeutet: Katzen fehlt die Glucuronyltransferase (Uridin-5'-diphospho-glucuronosyltransferase), bei der es sich um ein in der Leber lokalisiertes Enzym handelt. Dieses Enzym unterstützt sowohl den Abbau körperfremder Substanzen, welche sich nicht im Organismus vorkommen und sich nicht natürlich bilden, sondern durch chemische Vorgänge synthetisiert oder mittels biotechnologischer Verfahren hergestellt werden (Xenobiotika).

Hierzu gehören vor allem Substanzen aus allopathischen Medikamenten, Alkohol und Umgebungsgifte – und genau die können Katzen nicht oder nur sehr langsam abbauen, weil sie keine Glucuronyltransferase haben.

Insofern können schon geringe Mengen eines Analgetikums (Schmerzmittel) wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure oder Wirkstoffe wie Permethrin (Antiparasitikum) nicht in der Leber der Katze abgebaut werden. In der Folge kommt es zur toxischen Akkumulation der Leber, weil sich die nicht abbaubaren Substanzen darin ansammeln. Eine solche Vergiftung führt oft zum Tod der Katze.

Allerdings ist das Katzenleben nicht nur von Xenobiotika bedroht. Auch eine Glucuronidierung von sekundären Pflanzenstoffen, wie Scharfstoffen (Ingwer), Salicylsäure (als Salicin vorliegend in Weidenrinde), aber auch Terpenen, die meist als Hauptingredienz in ätherischen Ölen vorkommen (Teebaumöl) ist Katzen nicht möglich.

Ganz auf den Einsatz von Kräutern zu verzichten, die ätherische Öle enthalten, würde aber bedeuten, dass die wichtigsten Wirkstoffe im Kampf gegen den Wurmbefall fehlen. Insofern haben wir bei der Zusammensetzung der Katzenwurmkur darauf geachtet, dass wir weitgehend keine Pflanzen mit ätherischen Ölen einsetzen und wo es nicht zu vermeiden ist (Wermut und Walnussblätter) in der geringstmöglichen, noch ausreichend wirksamen Dosis beimischen, keine Kräuter wie Thymian oder Gewürznelken für Katzen verwenden, die primär über ätherische Öle wirken und gleichermaßen entwurmend und stark entgiftend wirkende Kräuter den Vorzug geben, um kein Risiko einzugehen, dass sich Substanzen in der Leber der Katze ablagern, die den Organismus belasten. Trotzdem sollte die WurmUp für die Katze nie länger als drei Wochen und nur in der vorgeschlagenen Dosierung angewendet werden.

 

 

Darmparasitenbefall beim Hund und bei der Katze:

Mitesser im Verdauungssystem


Wenn sich im Hunde- oder Katzendarm Würmer eingenistet haben, ist das normalerweise ein Fall für das starke Immunsystem des Hundes oder der Katze, denn die körpereigene Abwehr ist einem solchen Angriff in der Regel gewachsen. Neue Erkenntnisse besagen sogar, dass ein leichter Wurmbefall, den der Organismus erfolgreich bekämpfte, sogar dazu beiträgt, dass er quasi „geimpft“ ist und beim nächsten drohenden Wurmbefall noch schneller und intensiver dagegen angeht.

Trotzdem greift man als verantwortungsbewusster Hunde- Katzenhalter gleich zu chemischen Entwurmungsmitteln und sorgt damit für einen sauberen Darm … eventuell ist der sogar nach einer Wurmkur so sauber, dass auch die Bakterien und Keime, welche die Darmflora bilden, mit den Würmern starben. Schließlich unterscheiden die Wirkstoffe in den allopathischen Wurmkuren nicht, was im Darm leben darf, weil es der Gesundheit dient und was sterben soll, weil es ein Parasit ist – sie greifen alles Lebende im Verdauungstrakt an und sorgen dafür, dass es verschwindet … Nebenwirkungen inbegriffen!

 

Giftige Kuren


Eigentlich assoziiert man mit einer Kur etwas Gutes, denn eine Kur wirkt heilend. Ein Blick auf die Wirkstoffe und die Nebenwirkungen von Wurmkuren lässt jedoch Zweifel aufkommen, ob man den Hund oder die Katze damit nicht eher krank macht.

Durchweg alle allopathischen Wurmkuren für Hunde und Katzen enthalten toxische Wirkstoffe, denn die Darmparasiten würden ohne diese Gifte nicht sterben. Ihr Tod ist zwar zunächst ein Erfolg, aber es srimmt nachdenklich, dass die verendeten Würmer nicht sofort ausgeschieden werden, sondern noch einige Tage im Darm „liegen bleiben“ und dort verwesen können. Dass hierbei wieder Gifte entstehen bedeutet vor allem, dass die Entgiftungsorgane erneut belastet werden.

Trotzdem empfiehlt der European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (ESCCAP) – die europäische Vereinigung der Fachleute für Parasiten bei Hund und Katze – ein Entwurmungsschema, nach dem erwachsene Hunde und Katzen viermal im Jahr und Welpen oder Kitten alle zwei Wochen nach der Geburt bis zwei Wochen nach dem Absetzen chemisch entwurmt werden sollen.

Hierfür wird bei Welpen zu Mitteln gegen Nematoden (insbesondere gegen Spulwürmer) wie Flubendazol, Fenbendazol oder Milbemycinoxim geraten, während bei älteren Hunden eine prophylaktische Behandlung gegen Bandwürmer (z. B. mit Praziquantel) empfohlen wird.

Ist es tatsächlich sinnvoll, einen Hund oder eine Katze vorbeugend, ohne dass eine Diagnose auf Darmparasiten vom Tierarzt bestätigt werden konnte, zu entwurmen? Was will man damit erreichen? Dass die Würmer nicht in einen Verdauungstrakt einziehen, in dem vor kurzem ein Wurmmittel angewandt wurde?

Fakt ist, dass eher das Gegenteil erreicht wird, denn einem nahezu keimfreien Darm fehlt die Darmflora, die auch für das intakte Immunsystem zuständig ist, denn im Darm sitzt das Zentrum der Gesundheit! Zerstört man das mit einer Wurmkur, reduziert sich die körpereigene Abwehr und die Würmer haben es noch leichter, sich in diesem Darm einzunisten, in dem ja niemand gegen sie ankämpft!

Insofern wäre es sicher besser, da anzusetzen, wo sich ein gesunder Hunde- oder Katzenorganismus selbst gegen unerwünschte Mitesser im Magen-Darmtrakt zur Wehr setzt: Bei der Stärkung des Immunsystems und der Darmflora!

Natürlich ist es sinnvoll, Kotproben von mehreren Tagen einzusammeln, wenn ein Hund oder eine Katze von Flöhen befallen war, denn die können Bandwürmer übertragen und eine Kontrolle des Kots durch den Tierarzt zeigt, ob der Hund verwurmt ist oder nicht – so wird dann auch nur bei Bedarf entwurmt. Diese Vorgehensweise bringt einen weiteren Vorteil: Würmer bilden Resistenzen gegen Wirkstoffe, wenn sie regelmäßig damit „gefüttert“ werden – wer nur bei nachgewiesener Verwurmung zur Paste oder Tablette, respektive zum Tröpfchen in den Hundenacken greift, erreicht damit, dass die Würmer empfindlich für den Wirkstoff bleiben.

Wer natürlich entwurmen möchte, geht damit einen Weg, der aus mehreren Schritten besteht, denn unsere Entwurmungskräutermischungen WurmUp Hund und Katze zielen nicht darauf, die Würmer kurzfristig mit einer Gabe zu töten.

Statt dessen lähmen sie die Würmer, aktivieren die Darmperistaltik, damit die Würmer ausgeschieden werden können, bauen eine gesunde, ausbalancierte Darmflora und ein wurmunfreundliches Darmmilieu auf, in dem sich Würmer nicht wohlfühlen und vermehren und stärken das Immunsystem, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu aktivieren, die eine Immunantwort auf die Darmparasiten kennen und sie bekämpfen können, aber auch einer Neuinfektion mit Würmern entgegenwirken.

 

Heilkräutermischung WurmUp Katze (200 g)

Nüsternfrei

Ab Montag im Kräutershop erhältlich

  • Wermut

Der Wermut wurde vor allem als Bestandteil des „Künstlerschnapses Absinth“ bekannt, denn man schrieb ihm eine inspirierende, bewusstseinserweiternde Wirkung zu, wobei er bei regelmäßigem und hochdosiertem Genuss immer wieder zusinnverwirrenden Nebenwirkungen wie Wahnvorstellungen, Schwindelanfällen und Delirien führen kann, weshalb Absinth über einen längeren Zeitraum sogar verboten wurde. Trotzdem ist er seit vielen Jahrhunderten als Wurm- und Parasitenmittel bei Infektionen mit Würmern und Darmparasiten bekannt und wirksam, denn man nimmt an, dass die Santonin-Laktone, die der Wermut in reichem Maß enthält, die Hauptwirkstoffe für den Einsatz gegen Würmer sind. Außerdem können die Thujone die Rundwürmer lähmen, so dass sie mit der Peristaltik des Darmes ausgeschieden werden können. Bedenken sollte man bei der Verwendung von Wermut allerdings auch, dass er zwar das Darmmilieu zusätzlich wurmunfreundlich werden lässt. Auf die Verwendung während der Trächtigkeit sollte eher verzichtet werden, denn dieses Heilkraut fördert die Muskelkontraktion und kann damit vorzeitige Wehen auslösen. Hauptwirkstoff im Wermut sind die ausgeprägten Bitterstoffe, welche den Wermut zu den wichtigsten Bitterkräutern macht, die zur Stärkung der Verdauung verwendet werden, denn Wermut hat sich gegen Verdauungsprobleme infolge ungenügender Säureproduktion und zur Anregung der Verdauungssäfte gerade bei Fehlgärungen und Blähungen bewährt. Leider entfalten diese Bitterstoffe ihre volle Wirkung auch nur, wenn sie nicht durch die gleichzeitige Verwendung durch Süßmittel (Honig, Traubenzucker) abgemildert werden. Überdies sorgt dieses Heilkraut für die Stärkung der entgiftenden Organe wie Leber und Niere und wirkt blutbildend und blutreinigend, sodass Wermut ideal geeignet ist, um den Entgiftungsvorgang nach einer allopathischen Wurmkur zu unterstützen.

                                                                                   

  • Walnussblätter

Die hervorragendste Eigenschaft der Walnussblätter ist ihre adstringierende Wirkung, denn durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen, sowie Gerbsäuren, Tanninen, Bitterstoffen, Flavonoiden, Juglon und ätherischen Ölen, die zusammenziehend, aber auch anregend wirken, gehören Walnussblätter zu den Heilkräutern, die dem gesamten Verdauungssystem nützlich und förderlich sind. Dazu kommt eine ausgeprägte entzündungshemmende und eine gerade nach dem Einsatz von allopathischen Wurmkuren heilsame, weil blutreinigende Wirkung. Dass ätherische Öle das Darmmilieu „wurmunfreundlich“ werden lassen, hilft nicht nur beim Abtreiben der Würmer und Eier, sondern auch der Neuinfektion, denn wo sich Würmer nicht wohl fühlen, ziehen sie auch nicht ein.

 

  • Kokosflocken

Das Fruchtfleisch der Kokosnuss enthält die wertvolle Laurinsäure, die man vor allem als Bestandteil der Muttermilch kennt und der man eine ihrer besonders wichtigen Eigenschaften zuschreibt: Die Steigerung des Immunsystems und der körpereigenen Abwehrkräfte! Diese gesättigte Fettsäure mittlerer Kettenlänge ist in Kokosöl mit 40 % bis 50 % enthalten und macht Kokosraspeln auch in der Darmsanierung und der Entwurmung von Tieren extrem hilfreich, denn die antimikrobiellen Effekte der Laurinsäure gegen Bakterien, Hefen, Pilze und bestimmte Viren sind seit den 1960er Jahren bekannt. In den 90-ger Jahren entdeckte man zusätzlich spezifische antivirale Wirkung gegen das Herpes simplex Virus, Masern und HIV, sowie viele andere Viren und unter diesem Aspekt betrachtet, unterstützen Kokosraspeln den Darm nicht nur im Kampf gegen unerwünschte Gäste, sondern stärken auch die Darmschleimhaut und helfen beim Aufbau einer gesunden und ausbalancierten Darmflora, die sich durchaus auch selbst gegen Parasiten wehren kann. Dass die Kokosnuss überdies auch die wertvolle Folsäure, sowie Zink und Selen liefert, ist zwar für den Effekt der Entwurmung nicht ganz so wichtig, aber es zeigt, dass die natürliche Entwurmung mit der Pflanzenheilkraft die ganz sicher erwünschte „Nebenwirkung“ hat, dass sie auch das Allgemeinwohl des Patienten verbessert. Überdies wird vielfach behauptet, dass die an den Darmwänden klebenden Würmer, Larven und Wurmeier durch die Kokosflocken „abgekratzt“ werden oder dass die Flocken den Würmern in den unterschiedlichen Stadien das Einnisten in den Darm zumindest erschweren.

 

  • Labkraut

Was für unsere Nasen wohlduftend erscheint, ist für manche Insekten ein Grund, schleunigst das Weite zu suchen und so ist es auch beim Labkraut, denn es enthält Cumarine, deren Geruch an duftendes Heu erinnert, aber der als natürliches Antimottenmittel bei ungebetenen Gästen im Kleiderschrank, aber auch bei denen, die im Darm einziehen, sehr wirksam sein kann. Aber Labkraut wird zusätzlich aufgrund der ebenfalls enthaltenen Saponine in seiner Wirkung unterstützt, die das Darmmilieu wurmunfreundlich werden lassen und das trägt nicht nur zu einer natürlichen Entwurmung, sondern überdies auch zu einem Schutz vor einer Neuinfektion mit Darmparasiten bei. Nicht zu vergessen ist aber auch sein Beitrag zur Darmsanierung und Heilung von Entzündungen im Magen- und Darmbereich.

 

  • Erdrauchkraut

Das als krampflösende Mittel gegen Gallenkoliken bekannte Heilkraut enthält eine wurmunfreundliche Wirkstoffmischung aus Alkaloiden, Flavonoiden, Fumarin, Protopin, Fumarsäure, Gerbsäure und Schleimstoffen, die inzwischen auch schon von Schafhaltern- und züchtern als natürliche Alternative zur chemischen Wurmkur entdeckt und vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des ökologischen Landbaus zur natürlichen Entwurmung empfohlen wird. Dabei ist einerseits die wurmtreibende Wirkung, andererseits aber auch die Immunsystem regulierende Eigenschaft vom Erdrauch ein Vorteil, den das Heilkraut der Fumarsäure verdankt, die überschießende Reaktionen der Abwehrkräfte verhindert. Im Bezug auf die Entwurmung steht vor allem die blutreinigende Wirkung im Vordergrund und die Eigenschaft vom Erdrauch, die Darmperistaltik anzuregen, sodass die Würmer ausgetrieben werden können.

 

  • Katzenkralle

Im Vordergrund des Einsatzbereiches der verholzenden Pflanze, die in Form von Bäumen oder Sträuchern, teilweise aber auch als Lianenranke wächst und sich mit ihren an Katzenkrallen erinnernde Dornen an ihren Wirtspflanzen festhält, steht der Aufbau, die Stärkung und die Aktivierung des Immunsystems (insbesondere bei Immunstörungen und Immunschwäche). Im Bezug auf eine erfolgreichen Entwurmung hat jedoch die Katzenkralle eine Kombination von Wirkstoffen zu liefern, welche nicht nur direkt gegen Würmer wirken, sondern überdies zur Entgiftung des Organismus beitragen, den Aufbau einer guten Balance zwischen günstigen und ungünstigen Bakterien im Darm unterstützen, verschiedene Magen- Darmerkrankungen (auch Schleimhautschädigungen durch eine massive Verwurmung) heilen und nicht zuletzt auch die Immunantwort auf einen Wurmbefall verbessern kann, sodass die körpereigenen Abwehrkräfte die Würmer bekämpfen. Hierzu wird durch die Katzenkralle der Aufbau und die Aktivierung der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) angeregt. An der so immensen Heileigenschaft sind unterschiedlichste Wirkstoffe wie beispielsweise Isopteropodin und fünf weitere Alkaloide beteiligt, die in der Lage sind, die Phagocytose zu verbessern. Hierbei handelt es sich um die Aufnahme größerer Partikel durch frei in Körperflüssigkeiten bewegliche spezialisierte Fresszellen, den sogenannten Phagozyten, welche sich beispielsweise Einzeller entweder durch Umfließen der fremden Partikel mit Pseudopodien (Scheinfüßchen) oder durch einen Einstülpungsvorgang (die so genannte Invagination) einverleiben. Das Einhüllen und Zerstören eindringender Mikroorganismen durch die Phagocytose ist ein wichtiger Bestandteil der Antwort des zellulären Immunsystems. Insofern ist die Katzenkralle ein wirksames Mittel bei geschwächter, körpereigener Abehrkraft. Weitere Alkaloide aktivieren die weiße Blutkörperchen (Leukozyten) im Kampf gegen Bakterien, Viren und Gifte, indem sie die Aktivität der Fresszellen (Phagozyten) steigern, die körperfremde Substanzen, Krankheitskeime und ansonsten nicht verwertbare Stoffe dezimieren. Überdies hält das Alkaloid Rynchophyllin das Blut flüssig und schützt damit vor Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße, Arterienverstopfungen, zu hohem Blutdruck und Thrombosen, respektive senkt das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Starke Antioxidantien wie einige Polyphenole, Triterpine und Pflanzensterole, die aus der Katzenkralle in italienischen und peruanischen Untersuchungen isoliert werden konnten, machen die Pflanze zu einem hervorragenden Zellschützer in der Abwehr gegen die krebsfördernden, freien Radikale. Überdies unterstützen die Wirkstoffe den Kampf des Immunsystems gegen Viren und Entzündungen und nehmen den Kampf gegen Krankheitserreger auf. Am Institut für Arzneipflanzenforschung an der österreichischen Universität in Innsbruck wurden Untersuchungen der Wirkstoffe in der Katzenkralle durchgeführt und dabei stieß man auf eine weitere Gruppe von Wirkstoffen - nämlich die sogenannten Chinova-Säureglykose, die sehr effektiv Viren im Körper bekämpfen können. Längst wurde auch der Nachweis erbracht, dass Katzenkralle stark entgiftend wirkt. Feststellen kann man das sogar selbst, denn in der ersten Zeit der Anwendung weist der Urin und teilweise auch der Kot einen starken, ätzenden Geruch auf und verfärbt sich, was beweist, dass die Toxine ausgeschieden werden. Die Katzenkralle reinigt überdies auch den gesamten Verdauungs- und Darmtrakt und unterstützt damit die Aufnahme der Nährstoffe.

 

  • Kurkuma

Kurkuma kennt man vor allem aus Currygewürzmischungen, denn das auch als Gelbwurz bekannte Gewürz verleiht dem Curry die gelbliche Farbe. Es wird vermutet, dass in Ländern wie Indien, wo die hohen Temperaturen zum raschen Verderb von Nahrungsmitteln führen können, besonders gerne mit Kurkuma gewürzt wird, weil man ihm eine antibakterielle Wirkung zuschreibt. Neben der Eigenschaft, Bakterien abzutöten, soll Kurkuma aber auch Darmparasiten in allen Stadien entgegen wirken. Außerdem ist Gelbwurz verdauungsfördernd, denn es erleichtert die Fettverdauung, indem er die Gallesekretion steigert, die für die Fettverdauung so wichtig ist. Sie sorgt nicht nur für eine feine Verteilung der Fetttröpfchen, sondern steigert auch die Aktivität von Verdauungsenzymen und die Darmbewegung. Letztere unterstützt auch das Austreiben der Würmer. Kurkuma wirkt überdies entblähend, soll die Magenschleimhäute verdicken und somit der Bildung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren vorbeugen, reguliert aber auch die Konsistenz des Kotes und wirkt damit gegen Durchfall. Die Inhaltsstoffe machen Kurkuma auch zu einem hervorragenden Heilmittel zur Darmsanierung nach einem Wurmbefall. Gleichzeitig fördert Kurkuma die Selbstreinigungskräfte der Schleimhäute und damit auch die Entgiftung.    
                       

  • Ginseng      

Die Wurzel gehört zu den berühmtesten chinesischen Heilpflanzen und wird in der traditionellen Medizin seit über 7.000 Jahren eingesetzt. Dass Ginseng die Gesundheit fördert, beschreib bereits ihr lateinischer Name, denn "Panax" bedeutet "alles heilend". Besonders häufig findet Ginseng seinen Einsatz aber im Bezug auf die verbesserte Durchblutung des Gehirns und die Verbesserung der Sauerstoffausnutzung durch das Herz-Kreislaufsystem, denn diese Wirkung ist auch wissenschaftlich erwiesen. Für die Entwurmung ist dies insofern wichtig, als dass sich somit auch die Stressresistenz der Katze verbessert und das körpereigene Abwehrsystem nicht durch oxidativen Stress geschwächt wird, sondern ebenfalls im Kampf gegen die Würmer aktiv werden kann. Eine Verwurmung ist immer eine Belastung für den Organismus und hier greift der Ginseng als Adaptogen (Stärkungsmittel). In Experimenten konnte durch die Gabe von Ginseng ein rascherer Anstieg der Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten) und eine vermehrte Blutzellbildung beobachtet werden. Auch eine Stimulation der Protein- und DNA-Synthese (anabole Wirkung) konnte nachgewiesen werden. Überdies unterstützt die Wurzel den Aufbau einer ausbalancierten Darmflora und verbessert die Aufnahme und die Wirkung anderer Pflanzensubstanzen – das bedeutet, dass Ginseng die Wirkung einer Kräuterwurmkur zusätzlich verstärkt.

 

Dosierung


  •   3 g am Tag Katzen bis 5 kg Körpergewicht (über drei Wochen)
  •   5 g am Tag Katzen ab 5 kg Körpergewicht (über drei Wochen)

Das Pflanzenpulver kann man der Katze auch leichter schmackhaft machen, wenn man es unter stark duftendes Futter, wie Thunfisch rührt. Auch mit Naturjoghurt lassen sich gemahlene Pflanzen leichter vermischen oder sie können mit Katzenminze schmackhaft gemacht werden. Honig hinzuzufügen sollte allerdings vermieden werden, denn er „ernährt“ die Würmer und verbessert ihr Wohlbefinden.

 

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