Wauwohl-Öl macht Schluss mit Flohzirkus und Milbenterror

18.08.2014 13:49 | Für Hunde

 

Wauwohl-Öl macht Schluss mit Flohzirkus und Milbenterror


Von Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

Meist bemerkt man Parasiten im Hundefell oder auf der Haut des Hundes erst, wenn der Hund sich verstärkt kratzt. Im weniger stark behaarten Bauchbereich erkennt man Rötungen und auf der Haut fallen schwarze Fleckchen auf: Flohkot!

  • Flöhe

Um sicher zu sein, dass es sich aber auch wirklich um Flöhe handelt, kämmt man den Hund entgegen der Wuchsrichtung des Fells an unterschiedlichen Stellen. Anschließend klopft man den Flohkamm auf einem weißen, feuchten Papiertuch aus und zerreibt die Partikel, die zwischen den Zinken des Flohkamms heraus gefallen sind, in den feuchten Tuch: Finden sich nun rostbraun gefärbte Fleckchen auf dem Tuch, handelt es sich definitiv um Flohkot.

Flöhe sind nicht nur unangenehme Gäste im Hundefell. Sie sind auch Überträger des Hundebandwurms. Wo sich also Flöhe finden, steigt die Gefahr einer Verwurmung des Hundes stark an.

Das Problem ist nun aber auch nicht der einzelne Floh, den sich der Hund einfängt, sondern dass sich die rund drei Millimeter winzigen Blutsauger sich rasant vermehren. Sie legen bis zu 20 Eier am Tag, und wenn es sich auch nur zehn Flöhe auf einem Hund bequem gemacht haben, leben somit rund 200 weitere Flöhe pro Tag in Teppichen, Hundekörbchen, Polstern und Textilien. Dort können sie sechs Monate ohne Blutmahlzeit überleben – was bedeutet, dass neben einer Flohbehandlung am Hund auch die Umgebung von den Blutsaugern befreit werden muss. Flöhe haben auch eine enorme Sprungkraft von über einem Meter und befallen auch Menschen.

 

  • Milben

Nicht weniger lästig sind Milben. Wie die Flöhe gehören sie zu den Ektoparasiten, die den Wirt (Hund) von außen attackieren. Den Hund können gleich mehrere Arten befallen:

  • Grasmilben

  • Haarbalgmilben (Demodex)

  • Cheyletiella Milben

Die Symptome, an denen man erkennt, welche Milbenart die Haut des Hundes attackiert, sind verschieden und es werden auch je nach Milbenart unterschiedliche Mittel zur Behandlung angeboten.

 

Grasmilben...

...leben, wie das ihr Name schon verrät, im Gras. Je nach Witterung haben Hundehalter teilweise schon ab März mit ihnen zu kämpfen, auch wenn sie in der Regel erst ab dem Frühsommer bis zum Herbst auftreten. Zwar ist die Grasmilbe nur im Larven Stadium ein Wirbeltierparasit, während sie sich im erwachsenen Stadium von kleinen Gliederfüßlern ernährt, aber die Grasmilbe bzw. deren Larven befallen nicht nur den Hund, sondern auch den Menschen. Grasmilben suchen sich gerne dünne, verdeckte Hautstellen aus, an denen es warm ist – bei Menschen sitzen sie darum gerne in den Achselhöhlen oder an den Knöcheln und Handgelenken.

Beim Hund lassen sich die Grasmilben meist an Kopf, an den Beinen, am Bauch und an der Brust nieder. Dort suchen sie die verdeckten Stellen auf, kriechen in die Ohren, verstecken sich in den Pfotenzwischenräumen oder befallen die Gelenke.

Grasmilben sind zwar sind zwar sehr klein (0,25 mm) aber sie fallen durch ihre kräftige orange Farbe auf und sind darum gut zu erkennen, wenn man den Hund auf ein weißes Tuch stellt und entgegen der Wuchsrichtung des Fells bürstet. Bei einem akuten Befall mit Grasmilben findet man danach lauter kleine orangerote Pünktchen auf dem Tuch.

Ob sich Milben auf der Wiese im eigenen Garten aufhalten, kann man auch mit einem weißen Tuch prüfen: Man legt es an einem sonnigen Tag ins Gras und wenn sich die schon erwähnten orangeroten Pünktchen darauf versammeln und ein Sonnenbad nehmen, sollte man diesen Rasen möglichst kurz halten und häufig mähen, um den Milben ihren Lebensraum zu nehmen.

Vorbeugend gegen Milbenbefall kann man auch öffentliche Wiesen und Äcker in der Erntezeit meiden. Eine weitere Maßnahme gegen Milben ist es, die Hygiene im Haus verstärken, indem man häufig staubsaugt und die Wohntextilien intensiv und in kurzen Intervallen reinigt, denn Milben befinden sich auch im Staub.

Zwar überträgt die Grasmilbe keine Krankheiten, aber die Grasmilbe ist ein Blutsauger und nach ihrem Biss kommt es zu starkem Juckreiz, sodass sich der Hund mit den Krallen und den Zähnen kratzt und beißt. So wird die Haut stark gereizt und es kommt zu Rötungen, Hautirritationen und Haarausfall. Gerade wenn sich der Hund in seiner Verzweiflung blutig beißt, besteht die Gefahr, dass Bakterien und Pilze zu einer zusätzlichen Belastung der Haut werden und Entzündungen entstehen. Starker Milbenbefall kann bei kleineren Hunden sogar eine Anämie (Blutarmut) auslösen.

 

Räudemilben

Noch unangenehmer sind die so genannten Räudemilben, die beim Hund Räude auslösen. Hierzu gehören drei verschiedene Milbenarten:

  • Grabmilben (Sarcoptes)
  • Cheyletiella Milben
  • Haarbalgmilben (Demodex)

 

Grabmilben...

...sind eine parasitäre Milbenart, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist, denn sie sind nur mehrere 100 µm klein. Grabmilben bohren sich aber in die Haut und legen dort ihre Eier ab. Meist ist diese Milbenart an ihr Wirtstier gebunden, aber in seltenen Fällen gehen sie auch auf andere Tiere oder auf Menschen über gehen – beim Menschen spricht man jedoch nicht von Räude, sondern von Krätze.

 

Cheyletiella Milben...

...sind zwar eher selten sind hochgradig ansteckend und darum auch besonders gefürchtet. Sie können auf Menschen, die im Kontakt mit befallenen Hunden stehen, übergehen.

 

Demodex Milben...

werden auch als Haarbalgmilben bezeichnet, weil sie in den Haarfollikeln von Hunden leben. Sie sind zigarrenförmig geformt und haben im ausgewachsenen Stadium acht Beine. Mit bloßem Auge sind diese Milben nicht zu erkennen, denn sie messen gerade mal 0,3 mm.  Die weiblichen Demodex Milben legen um die 20 – 24 Eier, die innerhalb von ca. 4 Wochen 2 Stadien durchleben, bis sie voll entwickelt sind.

Welpen

Im Grunde genommen kommt diese Milbenart sehr oft bei Hunden vor, denn sie wird von der Hündin nach der Geburt gleich auf die Welpen übertragen und bleibt meist unentdeckt, bis bei den jungen Hunden eine Demodikose Erkrankung auftritt. Man erkennt sie an trockenen, schuppigen und manchmal haarlosen Stellen die im Bereich der Stirn, Ohren, Augenlider, Schnauze und später an den Vorderbeinen auftritt. Man bezeichnet diese Art der Demodikose, die bei jungen Hunden, welche meist nicht älter als sechs Monate alt sind und die nur an einzelnen Stellen auftritt, als lokale Demodikose. Obwohl es an den befallenen Stellen zu einer Infektion durch von den Demodex Milben übertragende Bakterien kommen kann, gilt die Krankheit nicht als gefährlich, denn sie heilt in der Regel nach rund sechs Wochen auch ohne Behandlung mit Milbenmitteln spontan ab. Man kann jedoch auch eine 2 -3 % Benzoylperoxid zur Behandlung einsetzen.

Sind erwachsene Hunde von einer Demodikose betroffen, liegt das meist daran, dass ihr Immunsystem geschwächt ist. Aber auch bei Krankheiten und Mangel- oder Fehlernährung kann es zu einer massiven Vermehrung der Demodex Milben kommen, bei dem die Anzahl rund 80.000 Demodex Milben pro Quadratzentimeter betragen kann. Meist werden dann meist auch die Talgdrüsen des Hundes von den Demodex Milben befallen und das kann zu einer generalisierten Demodikose führen, bei der die Krankheit nicht stellenweise auftritt, sondern am ganzen Körper Symptome zu finden sind.

Von der generalisierten Demodikose sind meist Hunde betroffen, die älter als vier Jahre sind. Haben sich die Demodex Milben auf dem ganzen Körper ausgebreitet, können sie schweren Erkrankungen durch bakterielle Infektionen auslösen, die für den Hund sogar lebensbedrohlich sein können.

Darum sollte ein so starker Befall mit Demodex Milben umgehend behandelt werden.

Die Diagnose der Demodex Milben erfolgt im Labor nach einer Biopsie der Haut und der tieferen Hautschichten oder einigen Haaren des Hundes.

Man erkennt jedoch den Befall mit Räudemilben zum einen am starken Juckreiz, den sie beim Hund auslösen und zum anderen an Hautirritationen wie Schorfbilddung und Schuppenbildung sowie an haarlosen Stellen an den Beinen, am Bauch und an den Ohren der Hunde.

Wie bei einem Flohbefall muss auch bei Milbenbefall die Umgebung mit Antiparasitika behandelt werden, denn sonst befallen die Blutsauger den Hund immer wieder, denn sie können im Teppich lange Zeit ohne blutspendenden Wirt überleben.

Bleibt nun aber die Frage, ob die chemische Keule immer angezeigt ist, wenn es sich Parasiten im Hundefell oder auf seiner Haut bequem gemacht haben. Schließlich möchte man nicht unbedingt den Teufel mit dem Belzebub erschlagen – will heißen: Man sollte nicht zu sorglos toxische Substanzen am Hund verwenden, denn es liegt die begründete Vermutung immer nah, dass

  • Sprays
  • Halsbänder
  • Säfte
  • Tabletten
  • Vernebler
  • Puder
  • Shampoos
  • Spot-on-Präparate

die wirklich wirken, dem Hund auch schaden könnten.

Gewiss sind sie – verglichen mit Borreliose nach einem Zeckenbiss, Darmparasiten nach einem Flohbefall und Milben, die sich bis in die tieferen Hautschichten fressen – das kleinere Übel. Trotzdem muss man sich auch bewusst machen, dass die kleinen Lästlinge die so behandelten Hunde nicht meiden, weil sie dafür von der Pharmaindustrie bezahlt werden. Die Ungeziefermittel enthalten vielfach Nervengift, das zwar so gering dosiert ist, dass Flöhe, Zecken und Milben davon sterben, nicht aber der Hund. Oft siegt aber doch das ungute Gefühl, denn wenn die Substanzen giftig sind und die Plagegeister töten, könnten sie dann nicht auch die Gesundheit des Hundes gefährden?

Die Nebenwirkungen, die auf dem Beipackzettel aufgeführt sind, verstärken die Sorge, dass die Parasitenprophylaxe wirklich so harmlos ist, wie man das gerne glauben möchte, um kein schlechtes Gewissen zu haben.

 

Über den Handel und die Tierarztpraxen werden Antiparasitika mit folgenden Wirkstoffen vertrieben:


  • Neurotransmitterinhibitoren

Es handelt sich um ein Nervengifte, die auf das Nervensystem der Parasiten wirken und ihre Atmung lähmen.

  • Selamectin gelangt als Spot-on-Präparat über die Haut des Hundes in das Hundeblut und in die Talgdrüsen und verteilt sich so im ganzen Hundefell. Es schränkt die Entwicklungsstadien der Floheier ein, tötet die ausgewachsenen Hundeflöhe und Ohrmilben ab und ist auch gegen einige Darmparasiten und Herzwürmer wirksam.
  • Fipronil verteilt sich innerhalb eines Tages auf dem ganzen Körper des Hundes und töten Cheyletiella Milben, Flöhe, Herbstgrasmücken und Zecken ab. Es wird als Spray oder als Spot-on-Flüssigkeit verkauft, wirkt auf das Zentralenervensystem der Parasiten und stört seine Funktion.
  • Imidacloprid wird als Spot-on-Präparat in den Nacken des Hundes geträufelt und tötet Flöhe, Cheyletiella Milben und Herbstgrasmilben ab.
  • Nitenpyram wird in Tablettenform gepresst angeboten. Der Wirkstoff lähmt die ausgewachsenen Hundeflöhe.

 

  • Natürliche Nervengifte (Pyrethroid)

Pyrethroide kommen in der Natur in giftigen Pflanzen vor. Sie werden aus Chrysanthemen gewonnen und sind in hoher Konzentration auch für Menschen, Hunde und Katzen giftig. Pyrethroide schädigen das Nervensystem und führen bei den Parasiten zu Krämpfen und Lähmungen. Sie werden gegen den Befall mit Hundeflöhen, Läusen und Milben empfohlen, können jedoch hautreizend wirken und Hautentzündungen fördern.


Werden Pyrethroide synthetisch hergestellt, werden sie unter der Bezeichnung Permethrin/ Pyrethrin auf dem Beipackzettel deklariert. Sie finden als Wirkstoff in Shampoos, Spot-on-Präparaten, Sprays und Puder Verwendung und werden gegen Hundeflöhe und Zecken eingesetzt. Sie sollen besonders zuverlässig wirken, wenn sie auf die Haut des Hundes aufgeträufelt werden. Zwar sind diese Wirkstoffe sind nicht so hautschädlich, dafür jedoch für Katzen sehr giftig.
 

  • Monoaminoxidasehemmer/MAOI

Man kennt diesen Wirkstoff von Zeckenhalsbändern, von wo aus er den Stoffwechsel der Zecke verhindert, sodass sich die Zecke vom Hund löst und stirbt. Allerdings stellt sich die Frage, ob der Schutz gegen Borelliose gewährleistet ist, wenn die Zecke erst zubeißen muss, um zu sterben, denn mit dem Biss gelangen die Borelliose-Bakterien in den Hund.

  • Insektenentwicklungshemmer

Bekannt ist dieser Wirkstoff vor allem als Lufenuron, der in Saft und Tabletten verwendet wird oder als Lufenuron mit Milbemycin – ebenfalls als Wirkstoff in Saft und Tabletten. Lufenuron verhindert die Bildung des Chitinpanzers bei Parasiten und wird zur Hundeflohbehandlung verwendet, obwohl er keine Hundeflöhe oder Zecken im adulten Stadium tötet, sondern lediglich in der Entwicklungsphase das Wachstum der Parasiten stört. Meist wird es dem Hund oral verabreicht, aber es gibt auch Präparate, die auf die Haut aufgetragen werden und so ins Blut des Hundes gelangen. Wird der Hund nun von einem weiblichen Floh gebissen, nimmt der den Wirkstoff auf. Damit wird verhindert, dass die Floheier heran reifen können. Der Nachteil ist zum einen, dass Hunde mit einer Flohbissallergie trotzdem erst gebissen werden müssen, bevor die Flohpopulation dem Untergang geweiht ist. Zum anderen können bis zu 3-4 Monate vergehen, bis die Wirkstoffe ihre volle Wirkung erreicht haben.

  • Insektenwachstumsregulator
     

Die Wirkstoffe, wie Pyriproxyfen (erhältlich in Spot-on-Präparaten und Sprays), Methopren (erhältlich in Halsbändern, Sprays, Verneblern) oder Fenoxycarb nehmen sich die Natur zum Vorbild und schlagen die Parasiten quasi mit ihren eigenen Hormonen, indem sie die Entwicklung und Reifung der Eier und Larven von Hundeflöhen stören. Zwar sollen andere Insekten und Säugetiere keinen Schaden nehmen, aber auch diese Wirkstoffe töten die Flöhe nicht, sondern wirken langfristig und sind somit für Hunde mit Flohbissallergien nicht geeignet.

Die Bekämpfung von Lästlingen wie Zecken, Milben und Flöhen kann man natürlich auch natürlichen Helfern überlassen – sie erweisen sich jedoch meist als nicht so effizient, dass man sie wirklich empfehlen könnte. Außerdem gibt es Mittel, die so extrem duften, dass man damit dem Hund nichts Gutes tut, denn Hunde haben eine empfindliche Nase und wollen sich noch riechen können. Im besten Fall wälzt sich ein so eingedufteter Hund sich im nächsten Misthaufen. Als ganz besonders problematisch erwies sich eine Lotion mit Milchsäurebakterien. Zwar blieben die Hunde tatsächlich parasitenfrei, rochen jedoch, als hätten sie sich an einem heißen Sommertag im Auto übergeben. Das mutet man auch der Nase von Herrchen und Frauchen nicht zu und dem Hund auch nicht, denn der nimmt vorher Reißaus.

Darüber hinaus gibt es aber ganz hervorragend wirkende Kokosöl Spot-ons, die tatsächlich halten, was ihre Hersteller versprechen, aber bei zwei Hunden, die zwischen 60 und 70 Kilogramm wiegen, wird es rasch zum teuren Vergnügen, wenn man alle drei Tage mindestens zwei Tübchen in jeden Hundenacken auspresst.

Aber die Idee, Kokosöl gegen Lästlinge im Hundefell und auf der Haut der Hunde zu verwenden, wurde zur Grundlage unseres

 

Wauwohl-Öl


Empfindlichen Hundenasen erlauben keine intensiv duftenden Aromen, die geeignet wären, die kleinen Blutsauger fernzuhalten. Insofern ist beispielsweise das Geraniumöl, das im Equiwohl gegen die beißenden und stechenden Plagegeister wirkt (siehe hier) bei Hunden nicht ideal. Auch Teebaumöl ist im Hundeöl tabu, denn zum einen kann es bei empfindlichen Hunden die Haut reizen, zum anderen ist es für Katzen giftig und für Hunde bedenklich im Einsatz. Nachdem viele Hundebesitzer auch Katzen halten, wäre dieses Risiko zu groß und überdies wollen wir nur Öle verwenden, die kein Risiko bergen und auch keine Übelkeit hervorrufen, wenn der Hund sich leckt.

Dazu kommt, dass viele von uns Hundebesitzern ihren Lieblingen einen Platz im Bett freihalten. Ein fettiges Öl, das den täglichen Wechsel der Bettdecke erforderlich macht oder das den guten Teppich ruiniert, weil der Hund darauf Fettflecken hinterlässt, wäre also keine gute Lösung gewesen. Also entschieden wir uns hauptsächlich für "wachsige Öle", die rasch einziehen und keinen Fettfilm auf dem Fell hinterlassen.

Zur Basis unseres Wauwohl-Öl wurde also das

  • Kokosöl

Hunde, die sich kratzen oder gar die Haut aufbeißen, weil es sie juckt, brauchen nicht nur einen zuverlässigen Schutz vor Parasiten, sondern auch die Heil- und Pflegewirkung eines Öles.

Kokosöl schützt aufgrund seiner antibakteriellen, antiviralen und fungiziden Wirkung zuverlässig vor Infektionen und unterstützt gleichzeitig den natürlichen Heilungsprozess der Haut, wobei das Kokosöl die Narbenbildung verringert oder gar ganz verhindert. Außerdem befreit Kokosöl die Haut von Schuppen und unterstützt das Haar dabei, mehr Glanz und eine bessere Kämmbarkeit aufzuweisen – auch kleine Verfilzungen lassen sich mit Kokosöl leichter lösen und das Haar filzt auch weniger schnell.

Feuchtigkeit hält die Haut elastisch und Kokosöl spendet nicht nur Feuchtigkeit, sondern schafft gleichzeitig ein Milieu, in dem sich Bakterien und Pilze nicht wohl fühlen. Kokosöl reizt die Haut nicht, nimmt aber Bakterien und Pilzen den Nährboden. Es kann auch gegen Ekzeme eingesetzt werden, weil es die Haut zusätzlich beruhigt. Nicht zuletzt ist längst bekannt, dass Hunde, die täglich mit Kokosölöl eingerieben werden, von Flöhen, Milben und Zecken gemieden werden.

Selbst gegen Haarausfall hilft Kokosöl, denn es besteht vor allem aus mittelkettigen Triglyzerid-Fetten. Diese Triglyzerid-Fette besitzen die perfekte molekulare Struktur um schnell in die Kopfhaut und die Haarfollikel einzudringen und dann effizient die Nährstoffzufuhr zu verbessern. Außerdem enthält Kokosöl die wertvolle Laurinsäure, die mit der Mikroflora auf der Kopfhaut interagiert und Monolaurin bildet, das sehr wirksame antifungale und antibakterielle Eigenschaften besitzt. Die Wirkstoffe im Kokosöl können so infektiöse Erregern, die die Bildung von Haarfollikel beeinträchtigen, zerstören und wirken als natürliches Antioxidans, welches die Follikel vor den Schädigungen durch Freie Radikale und damit vor Haarausfall beschützt.

 

  • Klettenwurzelöl

Das Haupteinsatzgebiet vom Klettenwurzelöl liegt in seiner pilztötenden, antibakteriellen, entzündungshemmenden, beruhigenden, abschwellenden Wirkung auf die Haut. Man kennt es im humanen Einsatzgebiet als Mittel gegen Schuppenflechte, Ekzeme oder Neurodermitis und setzt es für Haarspülungen ein. Bei Hunden pflegt und schützt es die Haut, unterstützt die Heilung bei kleinen Verletzungen der Haut, lindert den Juckreiz und wirkt auch gegen Schuppen und Schorf. Darüber hinaus wirkt es regulierend bei struppigem, spröden und fettigem Fell, kräftigt das Haar, sorgt für glänzendes Fell und beugt Haarausfall vor.

 

  • Jojobaöl

Jojobaöl wirkt entzündungshemmend, erhöht die Elastizität der Haut und schützt sie langanhaltend zuverlässig vor Feuchtigkeitsverlust, enthält Provitamin A und Vitamin E, pflegt durch seine günstige Fettsäurenzusammensetzung die Haut, schützt vor Austrocknung, ohne einen schmierigen Film auf der Haut zu hinterlassen (da es sich eigentlich um ein Wachs handelt) und hat einen natürlichen Lichtschutzfaktor von drei bis vier

 

  • Neemöl

 

Neemöl wirkt hautpflegend, unterstützt die Regenerierung und Heilung der Haut und hält durch den intensiven Duft die Insekten fern.

Auch wenn auch die positiven Eigenschaften des Neemöls auf die Haut und die Haare nicht zu verachten sind, ist die insektizide Wirkung vermutlich die wichtigste bei der Anwendung von Neembaumprodukten.  Bei Tierhaltern ist es vor allem bekannt geworden, weil es zuverlässig Flöhe, Zecken, Milben, Fliegen, Läuse und Mücken vertreibt, wobei es auch den nach einem Stich auftretenden Juckreiz lindert.

Von den erwiesenermaßen 34 unterschiedlichen Substanzen, die im Neemöl gegen Insekten wirken, sind folgende als essentiell zu bewerten: Azadirachtin, Salaninne, Meliantriol, Nimbin, 6-Desacetylnimbin, NIM-76,  und Quercetin.

  • Azadirachtin gehört zu der großen Gruppe der Terpene. Es ist dem Geschlechtshormon Ecdysteroid, das bei vielen Insekten und Spinnentiere das Wachstum und die Häutung regelt, in seiner Struktur sehr ähnlich und wird darum nicht als körperfremd erkannt – es gelangt problemlos in den Stoffwechsel der Insekten. Dadurch wird die Chintinsynthese gestoppt, was bedeutet, dass die Insekten ihr schützendes Außenskelett nicht vollständig entwickeln können. Gleichzeitig wird die Entwicklung des Insekts bereits im Larvenstadium, respektive zum Zeitpunkt der Verpuppung aufgehalten.
  • Salanninne und Meliantriol wirken durch ihren intensiven Geruch insektenabweisend, schmecken jedoch auch bitter, was den Blutsaugern den Appetit verdirbt.
  • Nimbin und Nimbidin enthalten ebenfalls Bitterstoffe, die Insekten vom Stechen oder Beißen abhalten. Zusätzlich werden ihnen aber auch antivirelle Eigenschaften zugeschrieben.
  • Quercetin gehört zu den Flavonoiden – den sekundären Pflanzenstoffen, die vor allem den Blüten ihre intensive Farbe geben. Flavonoide fungieren jedoch auch als Fraßschutz für die Pflanze, die sich damit gegen Angriffe wehrt. Sie gelten darum als Reppelent und sind in ihrer Form als Flavon- und Flavonol-Glykoside, etwa basierend auf Rutin, Quercitrin und Isoquercitrin, für Insekten toxisch, während sie für höhere Tiere ungiftig sind.

Die Toxizität von Neemöl ist auch ein viel diskutiertes Thema bei Haustierhaltern, denn tatsächlich darf Neemöl keinesfalls innerlich angewendet werden, auch wenn es teilweise sogar als Abkochung zu Mundspülung benutzt wird. Aber es hat nicht nur eine heilende Wirkung auf die Haut, sondern kann in hohen Dosen auch die Schleimhäute reizen. Insofern sollte es ausschließlich zur äußeren Anwendung dienen. Eine wirkliche potentielle Gefahr für die Gesundheit geht jedoch vor allem von verunreinigten oder ungereinigten Ölen aus, die unerwünschte Substanzen enthalten.

In den geringen Mengen hochwertigen Neemöls, wie es in unserem Antiinsektenöl enthalten ist, sind die Wirkstoffe im Neemöl weitaus ungefährlicher, als die in handelsüblichen Insektiziden, welche auf dem Nervengift von Chrysanthemen basieren. Trotzdem raten wir stets zu einem sparsamen Gebrauch, denn die Wirksamkeit gegen Insekten besteht auch schon bei geringen Mengen vom Neemöl.

Es wird überdies sogar als pure Anwendung empfohlen, um offene Stellen durch Kratzen und das Aufbeißen der Haut durch den Juckreiz zu behandeln, Wunden zu desinfizieren und den Heilungsprozess zu beschleunigen. Überdies ist es in vielen Antiparasitensprays und Milbenmitteln enthalten, die auf dem Hundefell relativ gefahrlos zur Anwendung kommen – eine Überempfindlichkeit bei sensiblen Hunden und Allergikern ist jedoch bei kaum einem Wirkstoff vollkommen auszuschließen.

 

 

  • Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, hautregenerierend, hautberuhigend, hautpflegend, heilend

 

  • Citronella- und Nelkenöl

Um die empfindliche Hundenase nicht mit zu starken ätherischen Ölen zu irritieren, wirken im Wauwohl-Öl nur das Öl des Zitronengrases und in minimaler Menge Nelkenöl. Sie überlagern zum einen den Eigengeruch von Hunden, zum anderen handelt es sich um natürliche ätherische Öle, die schon lange erfolgreich zur Insektenabwehr verwendet werden. Sie ergänzen die Wirkung vom Kokos- und vom Neemöl aber nur ganz dezent, sodass den Hunden der Duft nicht unangenehm ist.

 

Ergänzend wirkt im Wauwohlöl ein wenig

  • Bockshornkleesamenpulver

Bockshornkleesamen ist schon lange als natürliches Mittel gegen Geschwüre und Hautverletzungen bekannt. Schon Sebastian Kneipp empfahl ihn: "Die Samen wirken entzündungshemmend, erweichend und aufsaugend; die gereinigten Wunden heilen sehr bald zu. Die Bockshornsamen wirken so eiterentziehend, dass Blutvergiftungen verhindert werden, ebenso die Bildung wilden, faulen Fleisches.

Aber zusätzlich wirkt Bockshornkleesamen haarwuchsfördernd.

Nachdem ich den Bockshornkleesamen sowohl als Salbe aus Kokosöl und Bockshornkleesamen erfolgreich gegen ein Leckekzem unserer Hündin verwendete und er auch Bestandteil des Pferdeöls Equiwohl

Equiwohl-Öl

ist, das sich bei Ekzemerpferden bewährte, wollen wir seine heilende und haarwuchsfördernde Wirkung den Hunden nicht vorenthalten.

Allerdings setzt sich das Pulver auf dem Flaschenboden ab. Es empfiehlt sich, die Flasche vor Gebrauch gut zu schütteln. Zwar haben sich die Wirkstoffe nach 14 Tagen im Wauwohl-Öl gelöst und sind auf das Öl übergegangen, sodass man das Pulver auch herausfiltern könnte, aber unsere Hunde lieben den Massageeffekt der kleinen Pulverkörnchen, die sich auch leicht wieder aus dem Fell bürsten lassen.

 

Anwendung vom Wauwohl-Öl für Hunde


Das Öl wurde von uns selbstverständlich über einen langen Zeitraum getestet (siehe Hanftest für Hunde).

Hanftest für Hunde

 

Allerdings muss das Wauwohl-Öl täglich bei den Hunden angewandt werden, um zu wirken.

Dann allerdings stoppte der Juckreiz bei unseren Hunden sehr schnell, wir fanden keinen Flohkot und keine Anzeichen für Milben mehr auf der Hundehaut, die Rötungen verschwanden nach zwei Tagen ganz und selbst zum Ohrenputzen bewährte sich das Öl (hierfür nicht vorher schütteln, denn die Haut in den Ohren ist empfindlich und die Körnchen vom Bockshornkleepulver könnten reizend wirken).

  • Das Wauwohl-Öl wird in 250 ml-Fläschen angeboten.
  • Pro täglicher Anwendung im Fell braucht man ca. 5 - 10 ml Wauwohl-Öl je nach Größe des Hundes.

Ideal ist es, wenn man etwas Wauwohl-Öl in die Handfläche gießt, es leicht verreibt und dann ins Fell des Hundes einmassiert.

Wauwohl-Öl

Das Öl ist sehr ergiebig – es reichen wirklich ein paar Tropfen. Wichtig ist, dass man nicht zuviel Wauwohl-Öl aufs Fell aufbringt, sondern eher etwas nachnimmt und die Massage an unterschiedlichen Hautstellen wiederholt.

  • Ich nehme etwas Wauwohl-Öl, verteile es in den Handflächen und beginne es auf dem Bauch der Hunde einzumassieren,
  • dann nehme ich etwas Öl nach, reibe damit die Innenschenkel, die Hosen und den Rest der Hinterbeine ein,
  • nehme wieder etwas Öl nach, fahre damit über die Vorderbeine und über die Pfoten,
  • dann nehme ich wieder etwas Öl nach, um es vorsichtig auf dem Fell des Rückens aufzutupfen, bevor ich es dort einmassiere
  • und ganz zum Schluss massiere ich noch das letzte auf den Handflächen verbliebene Öl ins Brustfell und auf den Bereich hinter den Ohren und auf den Kopf ein.

Eine Anwendung im Gesicht des Hundes ist nicht empfehlenswert, denn die enthaltenen ätherischen Ölen könnten in den Augen brennen.

Die Ohren können sehr gut mit einem ganz leicht mit Wauwoh-Öl getränkten Wattebausch oder einem getränkten Wattestäbchen gereinigt werden.

 

Das Team der Kräuter- und Gewürzmanufaktur Neumann wünscht all Euren Hunden eine juckfreie Zukunft und natürlich Gesundheit und Wohlbefinden

 

 

 

Kommentare

Kathrin B., 28.10.2014 14:26

Finde ich überzeugend, möchte ich Probieren!

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