Hanf für Hunde - 2. Testbericht vom Samstag, den 16. August 2014

19.08.2014 18:55 | Für Hunde

 

 

Hanf für Hunde - 2. Testbericht vom Samstag, den 16. August 2014


Von Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

Ich gebe Asche über mein Haupt, denn ich hatte Euch wöchentliche Berichte versprochen und nun sind es doch drei Wochen geworden. Zu meiner Verteidigung muss ich aber vorausschicken, dass man auf den Fotos auch nicht viel hätte erkennen können, denn die Veränderungen, die ich bei den Hunden feststelle, betreffen vorwiegend Ihr allgemeines Wohlbefinden, Ihre Lebensfreude und die positiven Entwicklungen, ihre kleinen, gesundheitlichen Baustellen betreffend.

Inzwischen bekommen beide Hunde je 15 Gramm Hanf in ihr Futter gerührt und fressen ihn problemlos auch ungemahlen mit. (Zum Produkt nachfolgendes Bild anklicken:)

Hanf für Hunde

Grundsätzlich ist es natürlich nun schwierig zu beurteilen, ob die Hunde nun ein besseres Sehvermögen haben, ihre Gelenke, Knochen, Sehnen und Bänder gesunder sind oder ob ihr Herz-Kreislaufsystem optimiert wurde, denn hier bestand kein Verdacht auf ein Problem. Insofern ist in diesen Bereichen die Hanfgabe eher eine Prophylaxe, welche den Hunden die Gesundheit erhält.

Allerdings wirken beide Hunde inzwischen muskulöser. Sie sind aber auch aktiver, bewegen sich gerne und insofern wird der Muskelaufbau auch aktiv gefördert. Der Hanf wirkt also bereits an zwei Stellen gleichzeitig.

Hundehanftest

Hundehanftest

Im Bezug auf das Nervensystem erscheinen sie gelassener, obwohl sie agiler sind.

Gerade bei Elvis fällt auf, dass er weniger hektisch und nervös ist und er sich besser konzentrieren kann.

Die Wirkung der Hanfsamen auf die Verdauung zu beurteilen, ist aktuell etwas schwierig, weil Elvis sich bei jeder Gelegenheit an den grünen Eicheln bedient, die ihm natürlich nicht gut bekommen. Wir vereiteln natürlich den Eichelndiebstahl, aber manchmal ist er einfach schneller als wir und das Kommando „Aus“ veranlasst ihn höchstens, seine Beute schnell hinunterzuschlingen, während er sonst lediglich ein wenig auf den Eicheln herumkaut, um sie dann wieder auszuspucken.

Die Magensäureproblematik beider Hunde hat sich aber deutlich verbessert und beide Hunde fressen mit guten Appetit.

Auch das Immunsystem scheint sich wirklich zu stärken, denn gerade die Bommeline neigte bei feuchter, kühler Witterung zu Blasenentzündungen – derzeit ist das Gras, in das sie sich gerne legt, meist regennass und es ist momentan auch nicht gerade sommerlich warm, aber die Bommeline ist fit und gesund.

Am deutlichsten sind aber die Veränderungen der Haut und des Fellwachstums. Beide Hunde haarten deutlich schneller ab und die Bommeline ist lange nicht so kahl, wie sie es in den vergangenen Zeiten des Fellwechsels war, in denen sie nicht nur ihre Unterwolle verlor, sondern auch ihre Hosen und das Fell wirkte sehr dünn und rau. Nun ist ihr Fell weich, glänzend und dicht.

Bei Elvis fehlen uns die langjährigen Erfahrungen, denn er ist erst seit März bei uns. Aber sein Fell wirkt üppiger, obwohl er kräftig Unterwolle abhaarte und vor allem wirken seine Hosen nicht mehr so spärlich.

Der eigentlich wichtigste Aspekt für die Hanffütterung war für uns ursprünglich aber die Ergänzung der Mineralstoffe Zink, Magnesium und des Vitamin E, das zusammen mit den Omega 3-, 6- und 9-Fettsäuren als Antioxidans zellerneuernd und zellschützend wirkt.

Tatsächlich stellen wir fest, dass kleine Wunden schneller heilen, denn am 28. Juli biss sich die Bommeline die Haut auf dem Oberschenkel auf

Hundehanftest

und zwei Wochen später ist nicht nur die Wunde verheilt, sondern sie beginnt auch schon wieder zuzuwachsen.

Nun will ich zwar nicht behaupten, dass der Hanf alleine heilend wirkte, denn nachdem wir die Haare im Bereich der Wunde entfernt hatten – was das Ausmaß der Verletzung auch erst richtig zum Vorschein brachte, denn das Fell bedeckt auf dem Foto noch einen Teil der nässenden Wunde – desinfizierten wir die Haut und besprühten sie mit Kolloidalem Silber. Bislang hatten wir nur gute Erfahrungen in der Behandlung von Leckekzemen gemacht, aber die Wunde juckte wol weiterhin und die Bommeline biss sich die Haut noch weiter auf.

Natürlich mag man keine Salben verwenden, die den Juckreiz lindern, wenn man befürchtet, dass die durch Ablecken in den Hundemagen geraten und Unwohlsein hervorrufen – und einen Kragen wollten wir dem Hund nicht antun.

Aber dann mischten wir Bockshornkleesamen mit etwas Wasser und strichen den Brei auf die Wunde. Tatsächlich leckte sich die Bommeline nicht weiter. Der Nachteil war nun lediglich, dass der Brei trocknete und eine Kruste bildete, die dann abfiel, weil ihr die Flexibilität einer Salbe fehlte.

Darum mischten wir den Bockshornkleesamen am nächsten Tag mit einem Klecks Kokosöl, ließen das Öl im Kühlschrank wieder erstarren, damit es seine flüssige Konsistenz wieder verlor und strichen dann die „Salbe“ auf die Wunde.

Bereits am nächsten Tag war die Verletzung trocken und die Bommeline versuchte sich nicht mehr zu lecken oder zu beißen. Nach einer weiteren „Bockshornkleesalbenanwendung“ ließen wir die Wunde aber dann auch unbedeckt und beobachteten die schnelle Heilung mit Begeisterung.

Auch wenn der Hanfsamen sich den Bochshornkleesamen zur Hilfe holen musste, scheint es uns aber doch sehr wahrscheinlich, dass durch die innerliche Unterstützung vom Hanf die Zellerneuerung der Haut schneller vonstatten ging.

Hanftest

Natürlich hoffen wir, dass diese verbesserte Selbstheilungskraft der Haut auch ein Indiz dafür ist, dass die Antioxidantien aus den Hanfsamen die freien Radikalen erfolgreich bekämpfen und das Zellwachstum aktiv unterstützen, respektive dass der Zellschutz verbessert ist und somit auch Krebserreger erfolgreich abgewehrt werden können.

Dass die essentiellen Aminosäuren bereits positiv auf die Muskulatur wirkten, werten wir als Zeichen, dass auch die restlichen Inhaltsstoffe, die im Hanf so positiv wirken, ebenfalls ihre Aufgabe erfüllen, sodass beide Hunde über die Nährstoffzufuhr durch ihr Futter hinaus durch die Zufütterung von Hanfsamen, optimal versorgt sind.

Im Übrigen haben wir seit rund drei Wochen einen kleinen Gast:

Dieses Taubenkind saß vor unserer Haustür und wurde bereits von den garstigen Katzen umschlichen, die sich wohl im Geiste schon auf einen leckeren Taubenbraten freuten:

Hanftest für Tauben

Hanftest für Tauben

Weil wir aber kein Nest entdecken konnten, aus dem sie gefallen sein könnte und sie aber auch nicht wegfliegen konnte (sie hatte ja noch den Kükenflaum auf dem Kopf und sah ziemlich zerrupft aus), brachten wir sie erst einmal in Sicherheit.

Sie ist ja auch nicht das erste Täubchen, das wir begleiten dürfen, bis es auch draußen überleben kann und so besorgten wir gleich Tartar und gaben ihr Wasser und Sittichperlen in ein Schälchen. Zuerst mochte sie natürlich weder selbst fressen, noch trinken und darum musste sie mit der Pipette gefüttert und getränkt werden. Aber nach mehreren Fütterungen am ersten Tag, konnten wir am Tag 2 bereits beobachten, dass die Taube selbst frisst und trinkt.

Inzwischen hat sie den Kükenflaum verloren und ist kräftig gewachsen. Vor allem ihre Federn sind sehr viel länger geworden:

Hanftest für Tauben

Aktuell wohnt sie in einem großen Kaninchenkäfig, in dem etwas Sand und Stroh den Boden bedeckt. Dazu gibt es zwei Äste, auf denen sie sitzen kann und einen Plüschpinguin zum Kuscheln:

Hanftest für Tauben

Natürlich darf sie mehrmals täglich die Freiheit genießen und Flugübungen machen und sobald sie flugsicher ist, wird sie auch wieder in ihre natürliche Umgebung entlassen.

Doch das ist nun eigentlich der Punkt, der uns faszinierte, obwohl wir uns natürlich sehr freuen, dass wir das Täubchen retten durften. Interessant ist die Beobachtung, dass seit die Taube Hanfsamen frisst, sie auffallend agiler wird und auch deutlich an Körpermasse zunahm. Fast möchte man sogar behaupten, dass ihr Selbstbewusstsein wuchs und ihre Lebensfreude größer wurde.

Wir werden sie natürlich sehr vermissen – und sie vermutlich auch den Hanf, den sie nun zu ihrer Lieblingsspeise erklärte -, aber ihr Lebensraum ist natürlich die freie Natur und dahin soll sie auch zurückkehren dürfen. Vielleicht werden wir aber jeden Tag ein paar Hanfsamen draußen verstreuen, damit sie ihr Lieblingsfutter weiterhin bei uns finden kann.

Nun wünsche ich Euch und Euren Hunden allzeit Gesundheit und Lebensfreude und freue mich, wenn Ihr weiterhin zu meinen treuen Lesern gehört

 

Eure Sabine Bröckel vom Neumann Gewürze- und Heilkräuter-Manufaktur-Team

 

 

 

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