Hanf

08.12.2014 08:42 | Gesundheitliche Probleme mit Kräutern heilen

 

Hanf

Von Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

 

Im Hanf findet Ihr ein Produkt aus unserem Sortiment, bei dem es sich um eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt handelt, die in China schon vor mindestens 10.000 Jahren genutzt wurde. Trotzdem wird vor allem die überragende Wirkung der Samen dieser Pflanze auf den gesamten Organismus von Hunden, Katzen, Pferden, Vögeln und Menschen noch gar nicht so lange Zeit bei uns genutzt. Als Öl ist es zwar in der gesunden Küche als Zutat für Salatdressings bekannt und beliebt, aber gerade in der Anwendung bei Tieren fanden die Samen weniger Beachtung, als die Pflanze, die als reichhaltiges Viehfutter Verwendung fand.

Diese sogenannten Ölfrüchte gehören zweifelsfrei zu den ernährungsphysiologisch hochwertigsten Samen und so entwickelten sie sich auch zum Senkrechtstarter.

Hanf

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Streng botanisch betrachtet, gehören die nährstoffreichen Früchte des Hanfes, die wir als Hanfsamen bezeichnen, zu den Nüssen. Das weiße und stark ölhaltige (28 bis 35 %) sowie proteinreiche (20 bis 25 %) Fruchtfleisch ist von einer dünnen, glasigen Fruchtschale umgeben. Die ausgereiften Samen erkennt man an ihrer weichen, dennoch aber druckfesten braunen bis schwarzgrauen Schale, die manchmal auch leicht grüngrau gefärbt sein kann. Hanfsamen haben einen Durchmesser von etwa 3 bis 4 mm und ein Tausendkorngewicht von 15-20g.

Dass man die Hanfsamen vielfach als „Vitalnüsschen“ bezeichnet, verdanken sie ihren rein natürlichen, organischen und daher für den Organismus leicht verfügbare Verbindungen reichlich enthaltener Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, wie Magnesium, Zink, Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen, die antioxidativ wirkenden Vitamine C und E, essentielle B-Vitamine, sowie den sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden. Darüber hinaus findet man in Hanfsamen wichtige Enzyme und Antioxidantien, welche als Zellschützer die freien Radikalen bekämpfen.

 

Die Vitamine (pro 100 g Hanfsamen):

  • Vitamin A               16,8 IE
  • Vitamin B1             0,9 mg
  • Vitamin B2             1,1 mg
  • Vitamin B3             2,5 mg
  • Vitamin B6             0,3 mg
  • Vitamin C               1,4 mg
  • Vitamin D               < 10 IE
  • Vitamin E               3,0 mg
  • Niacin                     2,5 mg

 

und die Mineralstoffe (pro 100 g Hanfsamen):

  • Natrium                 1,3 mg
  • Kalium              617,0 mg
  • Calcium            168,0 mg
  • Kalzium               86,9 mg
  • Magnesium       605,9 mg
  • Eisen                   17,9 mg
  • Phosphor           830,2 mg
  • Zink                         8,2 mg
  • Jod                     0,084 mg

 

Der Hanfsamen ist die einzige Ölfrucht, welche alle neun für die Funktion des gesunden Organismus essentiellen Aminosäuren und alle essentiellen Fettsäuren enthält:

 

Essentielle Fettsäuren


Auf den Gesamtfettgehalt von 28 - 35 g kommt ein Anteil von 26 - 32 g an den ungesättigten Fettsäuren (ca. 90%) Omega-3, Omega-6 und Omega-9. Damit verfügt Hanfsamen über eine einmalige Zusammensetzung an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, unter anderem enthalten ist die äußerst seltene Linolensäure (50 - 70%), Alpha-Linolensäure (15 - 25%); gerade die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure kommt nur in sehr wenigen Speiseölen in solchen Mengenanteilen vor. Überdies ist Hanfsamen nahezu die einzige Ölfrucht, in der auch Gamma-Linolensäure (GLA) enthalten ist (2-4%). Ein Mangel an Gamma-Linolensäure, die im gesunden Körper aus Linolsäure gebildet wird, kann zu schweren Stoffwechselerkrankungen führen. Hervorzuheben ist natürlich das ideale 3:1 Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren

 

Essentielle Aminosäuren


Im Gesamtgehalt von 20 bis 25 g Protein finden sich acht essentielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann, aber zur  gesunden Funktion benötigt – sie müssen dem Organismus also durch die Nahrung zugeführt werden. Die Proteine sind sogar leichter verdaulich ist als Sojaprotein und stellen damit eine besonders wertvolle Eiweißquelle dar. Der Grund dafür, dass der Hanf der Sojabohne als Eiweißlieferant weit überlegen ist, liegt darin, dass Hanf keine Trypsininhibitoren enthält (die in der Sojabohne enthalten sind). Hierbei handelt es sich um Substanzen, die das Trypsin hemmen, welches wiederum ein Verdauungsenzym ist, das Proteine im Dünndarm verdaut. Wenn die Enzyme, welche für die Verdauung des Proteins zuständig sind, von Trypsininhibitoren blockiert werden, kann das Protein natürlich vom Organismus auch nicht voll umfänglich verwertet werden.

Folglich können Proteine, die - wie z. B. das Hanfprotein – frei von Trypsininhibitoren sind, deutlich besser und umfassender vom Organismus genutzt werden.

Hanfprotein ist überdies reich an verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA), die besonders für den Muskelaufbau oder die Muskelreparatur nötig sind.

Aber nicht nur die im Bereich der pflanzlichen Proteine nahezu einzigartig hohe Bioverfügbarkeit des Hanfproteins und das optimale Aminosäureprofil, bei dem alle essentiellen Aminosäuren im optimalen Verhältnis zueinander stehen, machen das Hanfprotein so wertvoll. Das Besondere an dieser pflanzlichen Eiweißquelle ist, dass das Hanfprotein die essentiellen Aminosäuren einer ganz besonderen Proteinform zur Verfügung stellen.

Verantwortlich sind hierfür zwei Proteintypen:

  • Das Globulin Edestin,

das mit 65% den Hauptanteil am Hanfprotein einnimmt. Besonders interessant ist das Edestin aufgrund seiner Ähnlichkeit mit den globulären Proteinen des Blutplasmas: Aus Hanfprotein kann der Organismus leicht Immunglobuline  Entscheidend dabei ist jedochbilden, die bei der körpereigenen Infektionsabwehr eine wichtige Rolle spielen. vor allem, dass bei diesen Umbauprozessen vom Hanf- zum körpereigenen Protein, keine säurehaltigen Abbauprodukte von nicht verwendbaren Proteinen entstehen, welche den Organismus, wie beispielsweise die Entgiftungsorgane Leber und Niere belasten und das Blutbild ganz massiv verändern können.

 

  • Das Albumin,

das 35 % des Hanfproteins bildet. Es handelt sich ebenfalls um ein sehr hochwertiges pflanzliches Eiweiß, welches dem Protein im Eiklar sehr ähnelt, aber natürlich pflanzlichen Ursprungs ist. Hervorzuheben ist die leichte Verdaulichkeit vom Albumin und seine Funktion als Antioxidans und freier Radikalefänger im Kampf gegen die frühzeitige Zellalterung oder die krankhaften Zellveränderungen, die zur Tumorbildung führen können.

Erwähnenswert ist überdies der hohe Gehalt der Aminosäure L-Arginin, die vor allem im Zusammenhang mit dem Muskelaufbau und der Leistungssteigerung im Zusammenhang steht – und überdies auch als potenz- und fruchtbarkeitssteigernd gilt.

Im Bezug auf die Zunahme der Muskulatur stehen vielfach isolierte Proteinprodukte, die nur Eiweiß enthalten, im Vordergrund. Nachteil dieser reinen Eiweißzuführung kann eine Vergiftung des Darmes sein, denn wo keine Ballaststoffe und andere Begleitsubstanzen den Ausgleich für eine gesunde Darmbalance schaffen und die Verdauung unterstützen, bleibt das Protein zu lange im Verdauungssystem. Das führt zu Fäulnisprozessen im Darm, welche eine Übersäuerung sowie ungesunde Ablagerung im Darm begünstigen. Im Folgenden wird der Muskelabbau auch keinesfalls unterstützt, sondern – im Gegenteil: Die Muskulatur wird sogar abgebaut, weil der Organismus bei diesem ungünstigen Darmzustand nicht mehr in der Lage ist, seinen anabolen Muskelstoffwechselstatus beizubehalten.

Insofern trägt Hanf mit seinem ausgewogenen Verhältnis von zusätzlichen Ballaststoffen, Enzymen, essentiellen Fettsäuren sowie Mineralstoffen und Vitaminen dazu bei, dass der Proteinstoffwechsel angekurbelt und die Verdauung des Eiweißes unterstützt wird – der Körper bleibt im anabolen Muskelstatus und der Säure-Basen-Haushalt kann sein gesundes Gleichgewicht halten.

Hanfprotein ist auch im Bezug auf die Verdauung weniger risikobehaftet als Sojaprotein, denn es ist frei von Ogliosacchariden. Diese zu den Kohlehydraten gehörenden Substanzen gelten zwar grundsätzlich als gesund, weil sie unter dem Begriff „Präbiotika“ eine gesunde Darmflora unterstützen, aber bei Menschen und Tieren, die zu Gasansammlungen im Verdauungstrakt und Blähungen neigen, können die Ogliosaccharide vermehrtes „Pubsen“, Durchfall und beim Pferd sogar Koliken auslösen. Auch Pferde mit einer Fructoseintoleranz (EMS, Cushing, Hufrehe) sollten aufgrund der Ogliosaccharide keine Sojaprodukte erhalten – für Hunde ist Soja auch nicht unbedingt das Futter der ersten Wahl.

 

Hanfsamen gehören damit ganz zweifelsfrei zu den ernährungsphysiologisch hochwertigsten Ölfrüchten, die...


  • das Herz-Kreislaufsystem und den Stoffwechsel aktivieren
  • den Muskelaufbau fördern
  • den Bewegungsapparat und das Bindegewebe stabilisieren
  • die Verdauung regulieren
  • die Atemwege schützen
  • das Nervensystem stärken
  • das Immunsystem unterstützen
  • für eine gesunde Haut sorgen
  • ein glänzendes Fell fördern
  • Mangelerscheinungen verhindern

 

Hanfsamen eigenen sich besonders zur Behandlung...


  • vom Sommerekzem bei Pferden und anderen Hautproblemen bei Pferden, Hunden, Katzen
  • von Allergien
  • von Atemwegserkrankungen
  • von Übersäuerung
  • von Kolikneigung bei Pferden
  • von Durchfallerkrankungen
  • von Kotwasser bei Pferden
  • von Gelenksproblemen (Arthrose, Arthritis, auch chronische Formen)
  • von Kissing Spines beim Pferd/ Spondylose beim Hund
  • Cauda Equina beim Hund
  • von Entzündungen
  • von Fruchtbarkeitsproblemen
  • von Stoffwechselstörungen wie EMS und ECS bei Pferden, Cushing und Diabetes bei Hunden
  • zum Auffüttern magerer Tiere
  • zum Muskelaufbau
  • zur Leistungssteigerung
  • für mehr Nervenstärke und Stressresistenz
  • für die Rekonvaleszenz
  • zur Stärkung des Immunsystems
  • zur Verbesserung der Vitalität und des Wohlbefindens
  • zur Linderung von Altersproblemen bei Senioren

und zur Unterstützung

  • vom gesunden Wachstum von Jungtieren
  • von gesunden Fell- und Haarwachstum, für feste Krallen, Hufe und Fingernägel

 

Antwort auf die erste Frage: Hanf ohne berauschende Nebenwirkungen


Die erste Frage, die uns unsere Kunden stellen, welche die Hanfsamen noch nicht kennen, verfüttern oder selbst essen, ist meist die nach der berauschenden Wirkung, für die Hanf im Allgemeinen bekannt ist. Insofern wollen wir sie auch als erstes an dieser Stelle beantworten: Der berauschende Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) ist in dem hohen Maß, dass er als Droge verwendet werden könnte, nur im Medizinal-, respektive Rauschhanf enthalten. Hier sind es auch in erster Linie die Blütenstände, respektive die Kelchblätter und Tragblätter der weiblichen Hanfpflanze, welche das THC abgeben und für die psychoaktive Wirkung bekannt sind. Wirklich aktiv werden aber auch die darin enthaltenen Vorläufersubstanzen erst dann, wenn man sie stark erhitzt (mindestens 220° C), wie das beim Rauchen oder beim Verbacken des Hanfes im Keksteig der Fall ist.

 

Innerhalb der Familie der Hanfgewächse teilt sich die Pflanzengattung Hanf in drei Unterarten auf:


  • Nutzhanf (Cannabis sativa subsp. sativa) L. - (sativa „nützlich“)
  • Indischer Hanf (Cannabis sativa subsp. indica) (Lam.) E. Small & Cronq.
  • Ruderalhanf (Cannabis sativa var. spontanea) Vavilov - russischer Hanf oder Wilder Hanf

 

Wir verwenden die Samen vom Nutz- oder Futterhanf (der also wirklich nichts mit dem indischen Medizinal- oder Drogenhanf zu tun hat und aus dem sich kein Haschisch oder Marihuana gewinnen lässt) mit einem extrem niedrigen THC-Gehalt von weniger als 0,2 %, von dem aber nicht nur Tiere, sondern auch wir Menschen profitieren können, denn unsere Hanfsamen entsprechen den Anforderungen, die man an ein Lebensmitteln stellt.

Nachdem die Sorge vom „Rausch durch Samenkonsum“ ausgeräumt werden konnte (die Samen sind nie psychoaktiv), fand zunächst das aus Hanfsamen gepresste Hanföl (nicht zu verwechseln mit dem berauschenden Haschischöl aus den Blüten) schnell viele Freunde, denn abgesehen davon, dass Hanfsamen die Gesundheit und die Heilung von Krankheiten unterstützen können, schmecken sie auch herrlich nussig und erinnern in ihrem Aroma an Mohn.

Insofern solltet Ihr nicht nur Eure Tiere damit füttern, denn auch wir Menschen profitieren von den essentiellen Fett- und Aminosäuren:

  • schönere, gesündere, glänzendere Haare
  • festere Fingernägel
  • ein strafferes Bindegewebe
  • eine glattere Haut
  • bessere Beweglichkeit
  • mehr Vitalität und Leistungsvermögen
  • erhöhte Stressresistenz und Belastbarkeit
  • und die gesundheitsfördernde Wirkung auf alle Organe und den Bewegungsapparat ist enorm!

 

Wir haben den Hanf bereits erfolgreich im Selbsttest geprüft!

Zirka 50 g Hanfsamen genügen, um den Tagesbedarf eines Menschen an den wichtigsten, essenziellen Fettsäuren vollständig zu decken. In die tägliche Nahrungsaufnahme integriert, schützen Hanfsamen vor einer Reihe von Stoffwechsel-, arteriosklerotischen Gefäß- und dadurch insbesondere Herzkreislauferkrankungen, die in aktuellen Studien unter anderem auf einen zu hohen Anteil gesättigter und Trans-Fettsäuren in der Ernährung zurückgeführt werden.

Wer sich nun fragt, wie man die „Vitalnüsschen“ am besten isst, dem rate ich, sie kurz in einen Mixer zu geben oder unter den Pürierstab zu halten, um sie zu schroten. Dann lassen sie sich problemlos in Joghurt, Saft, Milch oder Müsli einrühren. Bei uns hat es sich bewährt, die zuvor gemahlenen Hanfsamen auf ein Honigbrot zu streuen – das gibt der Süße des Honigs eine wunderbar nussige Würze. Für alle Veganer empfiehlt sich statt Honig auch Rohrzucker- oder Zuckerrübensirup als Brotaufstich unter dem Hanf.

 

Außerdem haben wir ein tolles Rezept ausprobiert, das wir im Internet fanden und sind begeistert:

 

Der Hanfprotein-Superenergie-Riegel


Zutaten 1:

  • 1 Tasse gemahlene Hanfsamen
  • 1 Tasse Haselnüsse gemahlen
  • 1 Tasse Walnüsse gehackt
  • 1 Tasse Sonnenblumenkerne eingeweicht (über Nacht oder ca. 5 Stunden – im Rezept dann ohne Einweichwasser verwenden)
  • ½ Tasse Sesamsaat (ungeschält schmeckt Sesam sehr bitter, wenn Sie das nicht so gerne mögen, dann auf geschälten Sesam ausweichen)
  • 1 Tasse Rosinen
  • 1 Tasse Goji Beeren
  • ½ Tasse getrocknete Cranberries (falls erhältlich, andernfalls einfach mehr Gojibeeren oder Rosinen verwenden)
  • 5 Tassen Quinoa- oder Amaranthpops

 

Zutaten 2:

  • 1 Tasse Datteln – eingeweicht in ¾ Tasse Wasser (mit Einweichwasser verwenden)
  • ½ Tasse Chiasamen
  • ½ Tasse Mandelmus
  • ¼ Tasse Ahornsirup oder Honig
  • Vanille nach Wunsch
  • 1 Messerspitze Salz

 

Zubereitung

  1. Alle Zutaten 2 im Mixer zu einer Sauce mixen.
  2. Alle Zutaten 1 in einer Schüssel mischen und die Sauce aus den Zutaten 2 darüber gießen und alles gut verrühren (Ist die Mischung zu trocken, dann noch etwas Wasser oder Mandelmilch dazu geben)
  3. Streicht jetzt den entstandenen Teig auf ein Backpapier
  4. Markiert nun mit einem Messer die Riegel, damit diese an den Markierungen nach dem Backen leicht gebrochen werden können.
  5. Jetzt schiebt Ihr das Backblech mit den Proteinriegeln für 20 bis 30 Minuten in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen - die Riegel müssen nicht durchgebacken sein, weil sie ja mehl- und eifrei sind und gerade mit einer Restfeuchte besonders gut schmecken.
  6. Bewahrt die Riegel in einer trockenen Dose oder einem Vorratsglas auf.

 

Eine zweite Frage, die uns übrigens immer wieder gestellt wird, ist die, warum wir den Hanf nicht, wie unsere Mitbewerber, in gemahlner Form anbieten:


Der Grund dafür darauf erklärt sich im hohen Ölgehalt der Hanfsamen: Werden die schützenden Samenschalen aufgebrochen, kommen sie mit UV-Licht und Sauerstoff in Berührung und diese Faktoren sorgen zum einen für die Zersetzung der Inhaltsstoffe, die sich rasch verflüchtigen können und zum anderen für die Zersetzung des Öls und das wird dann ranzig. Vergleicht man den Hanf mit dem Leinsamen, dann werdet Ihr feststellen, dass der entweder als brauner Leinsamen verkauft wird, den man bei größeren Mengen kochen sollte oder als gelber Leinsamen angeboten wird, sodass der Blausäuregehalt auch bei der ungekochten Fütterung keine Gefahr darstellt oder als entölte und thermisch behandelte Leinkuchen-Flocken oder Pellets und nur selten als gemahlener Leinsamen – die Hersteller der Leinsamenprodukte wissen warum ;-)

Die Hanfsamen können von Pferden, Hunden und Katzen auch in ganzer Form verdaut werden, denn Pferde mahlen die Nüsschen zwischen ihren Zähnen und können sie so gut verwerten, Hunde und Katzen schlingen die Samen herunter und haben eine sehr aggressive Magensäure, welche die Verwertung der Hanfsamen erleichtert. Wer den Hanf für sich selbst verwendet und ihn sowieso zerkleinert, kann seinem Hund, seiner Katze oder seinem alten Pferd die Nüsschen auch mit mahlen – sie sind dann im Geschmack etwas intensiver, werden aber trotzdem von allen Tieren gerne gefressen.

Wichtig ist dabei nur, dass Ihr keine zu großen Mengen für mehrere Wochen mahlt, denn die intakte Schale schützt die Inhaltsstoffe vor dem Verderb und nach ca. fünf Tagen verlieren die geschroteten Hanfsamen ihre wertvollen Wirksubstanzen und können dann auch ranzig werden.

 

Eine dritte Frage beschäftigt auch uns immer wieder – es ist die nach den Preisunterschieden von Hanfprodukten,...


...denn wenn 100% Hanf angeboten wird, ist in der Regel auch nur reiner Hanf in der Verpackung. Insofern erschließt sich uns auch nicht, warum der als Hundehanf angebotene Hanfsamen unserer Mitbewerber drei mal so teuer ist wie der als Pferdehanf verkaufte Hanfsamen – es rechtfertigen keine speziellen Zusätze den Mehrpreis, denn auf beiden Verpackungen steht: 100% Hanf.

Wir weisen darum an dieser Stelle darauf hin, dass auch wir nichts anderes als

100 % reinen Hanfsamen

verkaufen.

Dass wir explizit Pferde-, Hunde-, Katzen- und Vogelhanf anbieten, liegt lediglich in den Suchbegriffen begründet, welche in die Suchmaschinen eingegeben werden und die schlussendlich dazu führen, dass Ihr unsere Angebote dort finden könnt (gebt nur Hanf ein und Ihr findet erst einmal die Seiten zum Drogenhanf).

Die Produkte Hundehanf, Pferdehanf, Katzenhanf und Vogelhanf sind identisch – der Hundehanf kann also auch den Pferden und Katzen oder Vögeln gefüttert werden und ist auch zum Verzehr durch Menschen geeignet.

 

Dosierung


Aufgrund des hohen Ölgehaltes der Hanfsamen, sollte die Dosierung „eingeschlichen“ werden, was bedeutet: Man bietet in der ersten Woche ein Drittel der Dosierung, die schlussendlich erreicht werden soll an, erhöht die Dosis der ersten sieben Tage vom 8. bis zum 14. Tag auf zwei Drittel und ab dem 15. Tag hat man die Dosis erreicht.

 

PferdeFür Pferde


  • Kleine Ponyrassen (Shetty, Welsh A etc) bis ca. 250 kg Körpergewicht                       

15 g pro Tag

 

  • Ponys und Kleinpferde (Reitponys, Haflinger etc.) bis 400 kg Körpergewicht

30 bis 40 g pro Tag

 

  • Großpferde bis 600 kg Körpergewicht                                                                   

45 bis 50 g pro Tag

 

  • Pferde, schwerer als 600 kg Körpergewicht und Kaltblutpferde                        

60 bis 75 g pro Tag

 

Bei einem normalen Warmblutpferd mit 500 kg bedeutet das zum Beispiel:

  • Woche 1:                       15 g pro Tag
  • Woche 2:                       30 g pro Tag
  • Ab der dritten Woche   45 g pro Tag

Soll die Hanffütterung gegen akute oder chronische Krankheiten wirken, ist es sinnvoll, die Dosis langsam auf 150 bis 200 % zu steigern, so dass man das Doppelte der empfohlenen Dosis verabreicht, bis eine Besserung der Symptome erkennbar ist:

 

Beispiel für ein normales Warmblutpferd 500 kg Körpergewicht

Statt 45 g pro Tag -  75 bis 90 g pro Tag, bis eine Besserung der Symptome erkennbar ist.

 

HundeFür Hunde


  • bis 10 kg Körpergewicht                        5 g pro Tag
  • 11 kg bis 25 kg Körpergewicht              6 g bis 10 g pro Tag
  • 26 kg bis 50 kg Körpergewicht            10 g bis 18 g pro Tag
  • ab 51 kg Körpergewicht                        18 g bis 25 g pro Tag

 

 KatzenFür Katzen


  • 1 bis 2 kg Körpergewicht                     2 g pro Tag
  • bis 5 kg Körpergewicht                        4 g pro Tag
  • mehr als 5 kg Körpergewicht               6 g pro Tag

 

MenschenFür Menschen


  • ca. 50 g pro Tag

 

 

Sabine Bröckel

vom Team der Kräuter- und Gewürzmanufaktur Neumann Tiergewürze

 

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