Gelenkvital für Hunde

08.12.2014 18:39 | Für Hunde

 

Gelenkvital

Von Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

 

Gelenkprophylaxe

Mit Kräuterkraft gegen Knorpelschäden – Hundegelenkmischung "Gelenkvital"


Eine sehr gute Unterstützung zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung sind auch folgende Kräuter, die wir in unserer Kräutermischung "Gelenkvital" verwenden:

Gelenkvital

Um zur Kräutermischung im Shop zu gelangen, einfach Bild anklicken

 

  • Weihrauchharz (Boswellia serrata)

Es enthält 5 - 8 % Boswelliasäuren, die für ihre entzündungshemmende (antiphlogistische) Wirkungen bekannt sind. Entzündungen werden im Körper durch ein bestimmtes Enzym (5-Lipoxygenase) verursacht und sind durch Rötung, Schwellung, Ödembildung, Wärme und gestörte Organfunktion gekennzeichnet. Das Enzym fördert die Entstehung von sogenannten Leukotrienen, bei denen es sich um körpereigene Stoffwechselprodukte handelt, die für die Aufrechterhaltung von chronischen Entzündungen verantwortlich sind. Um einer Entzündung entgegen zu wirken, stoppt man die erhöhte Leukotrienen-Bildung im Organismus, indem man das Enzym inaktiviert – genau diese Aufgabe übernehmen die Boswellia-Säuren. Sie hemmen die Tätigkeit des Enzyms 5-Lipoxygenase. Darum wirkt das Weihrauchharz bei Arthrose stark entzündungshemmend und mittelstark schmerzlindernd. Überdies unterstützt es wichtige Stoffwechselprozesse im Organismus des Hundes und hilft zum Aufbau einer gesunden Magen-Darmflora (besonders wichtig nach dem Einsatz oder bei gleichzeitigem Einsatz von Medikamenten)  

 

  • Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)

Sie ist in Afrika heimisch und hat Früchte, die wie Krallen aussehen, was ihr auch den Namen eingebracht hat. Ganz hervorragend bei Gelenksproblemen wie Arthritis und Arthrose haben sich aber vor allem die knollenartigen Speicherwurzeln der Teufelskralle bewährt, denn sie können auch Knorpelsubstanz aufbauen und wirken sowohl schmerzlindernd und abschwellend, als auch entzündungshemmend durch die Harpagide in der Teufelskralle, bei denen es sich um monoterpenoide Glukoside handelt, welche bei Einnahme als starke Entzündungshemmer wirken. So liegt ihr Haupteinsatzgebiet auch in der innerlichen Wirkung bei allen Arten von Gelenkschmerzen, aber sie wirkt auch bei Sehnenentzündungen.

 

  • Weidenrinde (Salix alba)

Sie enthält das Glykosid Salicin und die schmerzlindernde und entzündungshemmende Salizylsäure, die auch heute noch in synthetischer Form im verbreiteten Schmerzmittel Aspirin Anwendung findet. Neben ihrer entzündungshemmenden und schmerzlindernden Unterstützung für Arthrosepatienten trägt die harntreibende Eigenschaft dazu bei, die Toxine, welche durch Medikamente in den Organismus gelangten, auszuschwemmen.

 

  • Grünlippmuschelpulver (Perna canaliculus)

Die positive Wirkung dieser Muschel wurde vor Jahrzehnten Forschern entdeckt, denen auffiel, dass die Ureinwohner Neuseelands, die Maoris, auch im hohem Alter keine Gelenkprobleme zu kennen schienen - allerdings traf das auch nur auf die an der Küste angesiedelten Maoris zu. Auf der Suche nach der Ursache stießen die Forscher auf die Grünlippmuschel, die in der Ernährung der Küstenbewohner eine große Rolle spielte. Für ihre positiven Auswirkungen auf die Gelenke sind primär die in der Grünlippmuschel enthaltenen Glycosaminglycane und die speziellen Omega-3-Fettsäuren verantwortlich. Hierbei handelt es sich um Nährstoffe, die im Rahmen des Gelenkstoffwechsels besonders gut verwertet werden können, da sie eine hohe Affinität zu den Grundbausteinen der Gelenkflüssigkeit und der Gelenkknorpel ausweisen. Eine regelmäßige Fütterung von Grünlippmuschelpulver trägt deshalb dazu bei, die Gelenke optimal mit den Nährstoffen zu versorgen, welche die Funktion der Gelenke unterstützen. Überdies können Grünlippmuscheln dazu beitragen, den Anteil an Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen und damit entzündlichen Prozessen entgegenzuwirken.

 

  • Kieselerde (Silicium)

In Versuchen mit Kieselerde konnte nachgewiesen werden, dass die Kieselsäure im Plasma die Osteoblasten (Knochenbildner) stimuliert und dass die Siliziumaufnahme mit dem Futter eine günstige Wirkung auf die Knochengesundheit des Hundes ausübt. Überdies sorgt Silizium wahrscheinlich für die Quervernetzung bestimmter Moleküle, die für den Aufbau des Knorpels zuständig sind. Es wird überdies vermutet, dass Silizium sowohl bei der Bildung der Interzellularsubstanzals auch beim Calcium-Stoffwechsel beteiligt ist.

 

  • Gingko (Ginkgo biloba)

Der Gingko-Baum entstammt der Urzeit und hat sich bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten. Wie kein anderer helfen seine ledrigen Blätter das Gefäßsystem besser zu durchbluten. Dadurch wirken sie gegen Arthrose und Arthritis, aber sie versorgen den Organismus auch optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen.

                                        

  • Kurkuma oder Gelbwurz (Curcuma longa)

Er verfügt über wertvolle Curcuminoide (Dicinnamoylmethan-Derivate), die man in erster Linie als Cholagogum kennt, welche die Produktion der Galle so stark anregen, dass eine bessere Fettverdauung statt findet. Allerdings können die Curcuminoide mit weiteren interessanten, pharmakologischen Eigenschaften beeindrucken: In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass sie auch antioxidativ (freie Radikale neutralisierend), antimutagen (Erbgut-Veränderungen verhindernd), antikarzinogen (krebsverhindernd), immunstimulierend und entzündungshemmend wirken. Als Ingwergewächs (Zingiberaceaen) hat diese im tropischen Südostasien beheimatete Pflanze ähnlich positive, schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften wie der Ingwer, jedoch ohne über die magenreizenden Scharfstoffe zu verfügen.     

 

  • Katzenkralle (Uncaria tomentosa)

Sie verdankt ihre immense Heilkraft verdankt den sechs Alkaloiden, die in ihrer Rinde aktiv sind – ihren Namen erhielt das holzige Gewächs aus dem südamerikanischen Regenwald hingegen aufgrund der kleinen Dornen, die sich an den Blättern der Kletterpflanze befinden und deren Form an Katzenkrallen erinnern. Die indigenen Einwohner gaben der Katzenkralle sogar den Namen "Heilige Pflanze des Regenwaldes" , denn sie schätzen ihre Heilwirkung schon lange. Bei Arthrose ist vor allem ihre entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaft relevant. Aber sie unterstützt auch die Entgiftung des Körpers und der Organe nach Medikamentengaben.

 

  • Ginseng (Panax Ginseng)

Ginseng gilt in seiner asiatischen Heimat als Allheilmittel und tatsächlich ist er ein sehr hilfreiches Kraut, das gegen vielerlei gesundheitliche Probleme wirkt und besonders zur Stärkung und Kräftigung nach längerer Krankheit in der Rekonvaleszenzzeit seinen Einsatz findet, weil es auch die Genesung fördert.

Außerdem ist die Stoffwechselwirkung des Ginseng im Sinne einer unspezifischen Reiztherapie erwiesen, was bedeutet, dass Ginseng die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert, die Leistungsfähigkeit wird gesteigert, die Anpassung an Stresssituationen und erhöhte Anforderungen werden verbessert, die Konzentrationsfähigkeit gesteigert und die Abwehrbereitschaft gegen Krankheitserreger wird gestärkt. Des weiteren ist die Wirkung des Ginseng entgiftend, was ihn besonders wichtig nach längerer Medikamenteverabreichung macht. Ginseng beschleunigt überdies die Regenerationsfähigkeit des Gewebes, wirkt entzündungshemmend und durchblutungsfördernd, was gerade im Hinblick auf die Arthrosebehandlung ein wichtiger Aspekt ist. Überdies verstärkt Ginseng andere, mit ihm zusammen verabreichte Heilpflanzen und erhöht ihre Bioverfügbarkeit im Organismus des Hundes.

 

Bei Trockenfütterung


Kräutermischung einfach unter das Futter mischen

 

Dosierung


  •   5 g kleine Hunde bis 15 kg
  • 10 g mittlere Hunde bis 35 g
  • 15 g große Hunde ab 36 kg

Pflanzenpulver kann man dem Hund auch leichter schmackhaft machen, wenn man es beispielsweise mit Lachsöl an das Trockenfutter bindet. Auch mit Naturjoghurt lassen sich gemahlene Pflanzen leichter vermischen und im Fall der Gelenkmischung "GELENKVITAL" kann auch Honig die Kräutergabe versüßen.

 

Bei besonders sensiblen Gourmets hat es sich bewährt, aus dem Pulver, ein wenig Mehl und Honig eine Kräuter-Pille zu rollen. Diese süße Belohnung hat noch jeden Hund überzeugt.

 

 

Sabine Bröckel

vom Team der Kräuter- und Gewürzmanufaktur Neumann Tiergewürze

 

 

 

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