Fellwechsel mit dem Glanzstück der Kräuterkuren

02.11.2014 12:12 | Für Pferde

 

Fellwechsel mit dem Glanzstück der Kräuterkuren - Schichtwechsel für Pferdehaare


Von Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

Als ich meinen beiden Schimmel-Hengsten im März die Winterdecken endgültig abnahm, nachdem kein Frost mehr zu befürchten war und die Temperaturen teilweise schon die 20-Grad-Marke im Plusbereich sprengten, überlegte ich wirklich für einen Moment, wo denn das blaue Fleecelining im Innenbereich der Outdoordecken geblieben war, denn statt auf das blaue Plüschfutter zu blicken, schaute ich auf eine weiße Fellbeschichtung!

Im Prinzip hätten beide Pferde – gemessen an den Massen an Haaren auf dem Innenfutter der Decken - eigentlich kahl sein müssen, denn mein Eindruck war, dass da da ein komplettes Pferdefell klebte. Trotzdem schien ihnen kein Haar zu fehlen – und obwohl ich sicher war, dass sich nach einem solchen “Extrem-Haarausfall” zumindest kein Winterpelz mehr auf den Pferden hätte befinden können, bewiesen mir ettliche Frühjahrsputzaktionen, dass der Fellwechsel nach wie vor in vollem Gange ist, denn von den Mengen an Winterwolle, die ich aus meinen beiden Hengsten herausbürstete, hätte ich mir einen Dritten stricken können.

Nun will ich aber keinesfalls das Klagelied des geplagten Schimmelbesitzers anstimmen, der als solcher immer zu erkennen ist, sobald er Kontakt mit seinen Pferden hatte, weil die ausgefallenen weißen Haare, die überall an der Kleidung haften, jedem Betrachter verraten, dass man ein weißes Pferd liebt. Vielmehr geht es mir darum, meine Gedanken zum Fellwechsel mit Euch zu teilen, nachdem mir aktuell wieder einmal so deutlich bewusst wurde, welche immense Aufgabe der Organismus zu beim Umhaaren zu leisten hat – und das nicht nur, wenn die Haare ausfallen, sondern vor allem dann, wenn aus dem seidigen Sommerfell ein dichter, langhaariger Winterplüsch wird.

Insofern möchte ich die Gelegenheit nutzen, einen ganz natürlichen Weg aufzuzeigen, der den Pferden im Fellwechsel hilft, die enorme Belastung, die es zweimal im Jahr für ihren Stoffwechsel zu meistern gilt, wenn sich die zu wechselnden Haare bereits aus ihrer Verankerung lösen, während unter der Hautoberfläche schon der Ersatz sprießt, damit die Pferde zu keinem Zeitpunkt kahl sind, auf natürliche Weise zu erleichtern.

Allerdings gibt es auch Pferde, denen der Fellwechsel so gar nicht an die Substanz zu gehen scheint und solche, deren Fell an Glanz verliert, stumpfer wird und die in dieser Zeit sogar an Gewicht verlieren.

Auch ich beobachte, wie unterschiedlich unsere Pferde den Fellwechsel meistern. Mein moppeliger Spanier, dessen Winterfell nie länger als das Sommerfell, sondern nur dichter wird, nahm auch in diesem Frühling leider kein Gramm ab, obwohl ich das bei ihm durchaus positiv bewerten würde und er haart eigentlich – abgesehen davon, dass sein Winterfell als zusätzliches Innenfutter in der Winterdecke klebt und ich im Frühling Unmengen von Wolle aus ihm herausstriegele – fast unmerklich um. Doch gerade die schwerfuttrigen Pferde und die beiden Senioren nehmen gerade zum Herbstfellwechsel meistens etwas ab. Überdies sehen fast bis zum Sommer ein bisschen wie ein Flickenteppich aus, weil ihre Winterhaare deutlich länger sind, als die vom Sommerfell und quasi büschelweise ausfallen, sodass sich glatte, kurzhaarige Stellen mit noch dicht und lang behaarten Flecken abwechseln.

Fellwechsel

 

Wenn der Fellwechsel krank macht


Dass sich der Fellwechsel bei älteren Pferden länger hinzieht und das Aufhaaren im Herbst mehr Energie kostet, als bei jungen Pferden und solchen, die im “im besten Alter” sind, liegt an der altersbedingtenVerlangsamung des Stoffwechsels mit steigendem Lebensalter und ist in der Regel kein Grund zur Sorge. Allerdings möchte ich an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass ein dauerhaft unvollständiger Fellwechsel oder das Bilden von langen, dichten und gelockten oder gewelltem Haar nach dem Umhaaren vom Winter- zum Sommerfell der Hinweis auf eine Stoffwechselstörung und Krankheiten wie Cushing oder das equine metabolische Syndrom (EMS) sein können. Um eine solche Problematik auszuschließen, empfiehlt es sich, die betreffenden Pferde einem Tierarzt vorzustellen, der einen entsprechenden Test durchführen kann.

Ich möchte natürlich niemanden verunsichern oder Ängste schüren, denn wenn der ungewöhnliche Fellwechsel das einzige Symptom ist, das auffällt, muss das nicht zwingend bedeuten, dass das betroffene Pferd krank ist. Aber ein sich lange hinziehender Fellwechsel oder eine von der Norm abweichende Fellstruktur haben natürlich immer auch eine Ursache, die – wenn möglich - behoben werden sollte, denn ein mit einem schier endlosen Fellwechsel belasteter Organismus muss für eine zu lange Zeit eine Höchstleistung erbringen, die irgendwann an die Substanz des Pferdes geht.

Der Grund, warum ein Pferd sein Fell nur langsam oder unvollständig wechselt und sich quasi schon wieder Winterplüsch wachsen lässt, obwohl es noch kein seidig kurzes Sommerkleid trug, kann

  • eine Unterversorgung mit Nährstoffen
  • oder ein Leberschaden nach einer Vergiftung

aber auch ein überlasteter Stoffwechsel aufgrund von Allergien (Sommerekzem)

  • einer starken sportlichen Beanspruchung von Turnier- und Leistungspferden
  • einer starken körperlichen Beanspruchung bei Zuchtstuten durch Trächtigkeit Geburt und Laktation
  • dem Wachstum bei Jungpferden
  • oder bei chronischer Erkrankung und oft damit einhergehender allopathischer Medikamentengaben über einen längeren Zeitraum sein.

Leider fordert der Fellwechsel gerade bei den bereits körperlich angeschlagenen und damit meist auch immunschwachen Pferden seinen Tribut besonders deutlich und so treten in der Zeit des Fellwechsels häufig auch Folgeprobleme auf, wie

  • Infekte der Atemwege (Husten, Influenza, Bronchitis)
  • eine empfindlichere Haut (Mauke, Allergien, Parasitenbefall)
  • angelaufene Beine
  • und Verdauungsstörungen aufgrund einer angegriffenen Magen-Darmflora
  • oder eine eingeschränkte Entgiftungs- und Ausleitungsfunktion von Leber und Niere

weil hier die körpereigenen Abwehrkräfte aufgrund des den Organismus stark belastenden Fellwechsels nicht mehr ausreichen, den Angriffen von Viren, Bakterien, Pilzen und Parasiten zu trotzen oder ihre Aufgaben so zu erfüllen, wie das bei einem Pferd mit einem gesunden Immunsystem der Fall ist.

Wo aber eine Behandlung mit den chemischen Heilmitteln zur Therapie gegen die Folge eines geschwächten Immunsystems aufgrund des Fellwechsels wird, beginnt leider meist auch ein Teufelskreis vom Schließen alter und gleichzeitigen Öffnen neuer körperlicher Baustellen, denn der Einsatz von allopathischen Medikamenten im Rahmen medizinischer Behandlungen geht nicht spurlos am Stoffwechsel des Pferdes vorbei – jedes Arzneimittel hat schließlich auch Nebenwirkungen und enthält körperfremde Substanzen, die nicht verstoffwechselt werden können und damit die Entgiftungsorgane vermehrt belasten. Oft sind es darum auch Krankheiten wie beispielsweise eine chronische Hufrehe, die in der Zeit des Fellwechsels und im Zusammenhang mit einer allopathischen Arzneimittelgabe wieder aufflammen, weil der Organismus mit dem Abbau der Toxine und der gleichzeitigen Belastung durch den Fellwechsel überfordert ist. Die Einsatz von Chemikalien – und hierzu gehören auch Impfungen und Wurmkuren - ist also gerade in der Zeit des Fellwechsels, wenn der Körper einer solchen Belastung weniger entgegenzusetzen hat, gut und mit Bedacht abzuwägen.

Nun bietet die Futtermittelindustrie natürlich auch eine Vielzahl von Mittelchen und Pülverchen an, in denen synthetisch hergestellte Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente den Fellwechsel unterstützen sollen – nur sollte auch hier die Frage erlaubt sein, ob die im Fall eines auf Hochtouren arbeitenden Stoffwechsels, der mit dem Fellwechsel durchaus schon an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit geraten kann, solche von der Pharmaindustrie hergestellten Helferlein nicht kontraproduktiv wirken, wenn deren anorganische und damit vom Organismus weitgehend „unverdauliche“ Substanzen zusätzlich abgebaut werden müssen. Auch Futtermittel, die synthetisch hergestellte Aromastoffe, Bindemittel und Konservierungsstoffe enthalten, belasten den Stoffwechsel eher, anstatt ihn in seiner Funktion zu unterstützen.

 

Das Pferdefell – eine haarige Angelegenheit


Jedes einzelne Pferdehaar setzt sich zusammen aus

  • dem Haarfollikel

Er umschließt mit einer tunnelförmigen Einstülpung in der Haut die Haarwurzel, an deren unteren verdickten Ende der Haarbulbus sitzt, der die mit den Blutgefäßen verbundene Haarpapille enthält, aus welcher wiederum der Haarschaft entsteht. Der Haarfollikel wird zusammen mit den Hautdrüsen (Schweiß- und Talgdrüsen), Blutgefäßen und Nerven in der unter der Oberhaut liegenden Lederhaut (Dermis), welche aus Bindegewebe besteht, beherbergt. Aus den Haarfollikeln entstehen die Haare und zwar genau eines pro Follikel. Über den Haarfollikel ist jedes Haar mit einem Muskel (arrector pili) verbunden, welcher das Haar bei frostigen Temperaturen aufstellen kann, sodass eine kälteisolierende Luftschicht über der Haut entsteht. In den Haarfollikeln enden außerdem die Ausführungsgänge der Talgdrüsen, in welchen eine fettige und antibakterielle Substanz produziert wird, die dem Schutz der Haut und des Haarschaftes dient und ihn geschmeidig hält. Gleichzeitig schützt der Talg das die Haut und das Fell vor dem Durchnässen bei Regen und verleiht ihm Glanz

  • der Haarwurzel

Auch sie sitzt in der unter der Oberhaut liegenden Lederhaut (Dermis), welche aus Bindegewebe besteht und an ihrem unteren verdickten Ende befindet sich der Haarbulbus, welcher die mit den Blutgefäßen verbundene Haarpapille, aus welcher der Haarschaft entsteht, enthält.

 

  • dem Haarschaft

Er besteht im Innern aus dem Haarmark (Medulla), welches von schwammartigen Markkanälen durchzogen wird, aber bei sehr feinen Haaren wie den Wollhaaren auch fehlen kann. Ist das Haarmark jedoch vorhanden, wird es umhüllt von der Haarrinde (Cortex), welche aus langen Keratinfasern besteht. Die Markscheide weist in ihrer Mitte ein Loch auf.

 

Die äußere Haarschicht (Cuticula) ist durchsichtig und besteht aus Keratin, einer Hornsubstanz, die sich aus mehreren Lagen verhornter Zellen bildet, welche sich wie die Schuppen eines Tannenzapfens um die Haarrinde schmiegen. Werden diese Schuppen, die bei Warmblütern sogar das ganze Haar umschließen, was bei den Kaltblütern und den nordischen Ponyrassen wegen ihrer dickeren Haare nicht der Fall ist, in der Folge von mechanischer Beanspruchung oder von Wachstumsstörungen beschädigt und rau, wirkt auch das Haar stumpf und matt, weil es an Glätte und somit auch an Glanz verliert.

Die Farbe des Pferdefells wird genetisch bestimmt und durch Aminosäuren gebildet, die in Melanozyten im Haarfolikel zu Farbpigmenten werden. Dabei entsteht das Schwarz-Braun-Pigment Eumelanin, das auch für die Farbtiefe zuständig ist und das Rot-Pigment Phaemelanin, aus deren Mischung sämtliche Haarfarben dargestellt werden können. Die Pigmente werden in der Haarrinde zwischen den Keratinfasern abgelagert. Nehmen jedoch die Stammzellen, aus denen sich die Melanozyten entwickeln ab, werden auch die Farbpigmente weniger und das Haar ergraut.

Das Haarkleid des Pferdes wird aus unterschiedlichen Haaren gebildet, die unterschiedliche Schutzfunktionen haben:

 

  • Langhaar (Mähne, Schweif, Kötenbehang)

Mähne, Stirnschopf und Schweif schützen das Pferd vor Fliegen, während die Behaarung auf der Schweifrübe den After und den Genitalbereich der Stute vor Nässe und Verletzungen schützt – das sollten vor allem die Pferdebesitzer bedenken, die einem fragwürdigen Schönheitsideal folgen, wenn sie die Schweifrübe ausscheren. Ähnlich verhält es sich beim Kötenbehang, denn das feine Kötenzöpfchen leitet das Wasser von der Fesselbeuge weg und schützt sie vor Mauke – trotzdem werden die längeren Haare am Fesselkopf oft abgeschoren, weil es „ordentlicher“ aussieht.

 

  • Tasthaar

Die langen, steiferen Haare über den Augen und ums Pferdemaul herum dienen der Aufnahme und Weiterleitung von Außenreizen. Den Tasthaaren verdankt das Pferd beispielsweise, dass es feinste Steinchen aus dem Hafer heraussortieren kann und dass es auch im Dunkeln genau weiß, wo ein Hindernis die Augen verletzen könnte. Dass auch diese Haare ihren Sinn haben und nicht entfernt werden sollten, müsste jedem Pferdebesitzer bewusst sein – leider werden sie jedoch gerade bei Showpferden wie Arabern und Quarter Horses gerne abgeschnitten oder abgebrannt.

 

  • Oberhaare des Pferdefells

Die glänzenden und dem Pferdefell die Farbe gebenden Oberhaare bilden den sogenannten Haarstrich - also die Wuchsrichtung - und die kleinen runden oder länglichen Wirbel aus, welche Regentropfen in Richtung Boden ableiten und damit wie eine Regenrinne funktionieren. Mit dieser Eigenschaft verbunden ist auch die Schutzfunktion der Oberhaare für die Haut, denn sie schützen sie vor Durchnässung, aber auch vor Verletzungen und anderen äußeren Einflüssen, sowie Umweltreizen.

 

  • Unter- oder Wollhaar des Pferdefells

Das Unter- oder Wollhaar verstärkt das Winterfell und ist kürzer, weicher, feiner und heller als das Oberhaar und seine einzelnen Fasern richten sich bei Kälte auf, sodass eine wärmende Isolierschicht aus Luft auf der Haut entsteht. Man erkennt die zum Deckhaar unterschiedliche Farbe vom Unterhaar sehr gut bei geschorenen Pferden.

 

Zeit für einen Fellwechsel


Mein Nachbar, ein erfahrener Landwirt, vertritt in jedem Herbst die These, dass wenn meine Pferde sich schon früh einen dickeren Winterpelz zulegen, uns ein besonders kalter Winter bevor steht. Nachdem unseren Pferde im letzten Jahr aber bereits im September ein dichtes Plüschfell wuchs und der Winter doch eher mild und kaum als solcher zu bezeichnen war, mussten mir spätestens in diesem Frühjahr Zweifel an dieser Bauernweisheit kommen.

Nachdem ich aber weiß, dass keinesfalls die zu erwartende Außentemperatur, sondern die Tageslänge den Startschuss für den Fellwechsel gibt, veränderte auch der letzte Winter mein Weltbild nicht. Fakt ist nämlich, dass wenn Ende August die Tage kürzer werden, die Sommerhaare Platz für den Winterpelz machen und erst wenn die Tage im März/ April wieder länger werden, der Winterplüsch fällt. Steigende oder sinkende Temperaturen spielen beim Fellwechsel also eher eine Nebenrolle. Obwohl ich aber zur Ehrenrettung meines Nachbarn hinzufügen muss, dass unsere Stuten in einem Stall ohne Türen leben, in dem die Innentemperatur der Außentemperatur entspricht und dass sie auch im Winter jeden Tag ohne Decke auf dem Paddock, respektive auf der Winterweide stehen und so auch Wind und Wetter ausgesetzt sind. Die Bedingungen sind also denen eines Offenstalls recht ähnlich und deren Bewohner lassen sich durchaus einen dickeren Pelz wachsen, als ihre Artgenossen in den geschlossenen warmen Ställen, die außerdem noch eine dicke Winterdecke gegen die Kälte tragen. Genau genommen spielt also der Umweltreiz „Temperatur“ – je nachdem, wie die Pferde leben und inwiefern sie mit der winterlichen Kälte konfrontiert werden, trotzdem eine Rolle im Bezug auf die Länge und die Dichte des Winterfells. Gut zu beobachten ist das auch alljährlich bei unseren Hengsten, die zwar auch ein Fenster nach draußen haben und in deren Box stets die gleiche Temperatur wie draußen herrscht, aber die gegen Frost, Regen und Schnee in Decken gehüllt werden. Beide Pferdejungs haben – verglichen mit den Stuten - ein deutlich kürzeres und weniger dichtes Winterfell und insofern entscheidet also auch die Haltungsform über die Intensität des Fellwachstums gegen die winterliche Kälte.

Allerdings haaren die Hengste im Frühling trotzdem nicht schneller ab – was aber wiederum mit dem Tageslicht zusammen hängt, das für alle Pferde gleich lang ist und so beginnt die „haarige“ Zeit eben bei den Stuten und den Hengsten gleichzeitig. Wenn aber das Thermometer partout nicht klettern oder sinken will, kann das nun trotzdem wieder Einfluss auf den Startschuss zum Fellwechsel nehmen, sodass der verspätet beginnt. Im Prinzip gibt es also keine feste Regel, denn um die Verwirrung komplett zu machen, spielen wohl auch die Hormone eine Rolle im Bezug auf das Fellwachstum und nicht zu vergessen ist, dass Ponys und nordische Rassen oft ein längeres und dichteres Winterfell bekommen, als beispielsweise arabische Vollblüter oder sehr edle Warmblutpferde. Schlussendlich hat vielleicht nun auch noch mein Nachbar Recht ;-)

 

Aber was passiert den nun beim Fellwechsel mit den Haaren?


Der Fellwechsel bezeichnet den Übergang vom Sommer- zum Winterfell und umgekehrt. Den sichtbarsten Unterschied zwischen den Sommer- und dem Winterfell liefern die Oberhaare, welche im Sommer kürzer, weniger dicht und glatter sind, als das im Winter der Fall ist. Oft wechseln die Pferde aber zusätzlich auch die Farbe des Fells und werden etwas dunkler. Eine Ausnahme macht allerdings der Sommerrappe, der im Winter eher dunkelbraun schimmert und erst im Sommerfell lackschwarz wird.

Wenn Ende August die Tage kürzer werden und der Herbst seine ersten Boten schickt wachsen die kurzen Oberhaaren in die Länge und zusätzlich bilden sich die weicheren, feineren und kürzeren Unterhaare, welche im Frühjahr zusammen mit den langen Oberhaaren wieder abgestoßen werden, um den nachwachsenden kurzen Oberhaaren Platz zu schaffen. Genau genommen wechseln Pferde also nur im Frühjahr ihr Fell im Sinn eines kompletten Haaraustauschs, während im Herbst eine „Haarverlängerung“ des Oberhaares und ein Haarzuwachs der Unterhaare statt findet.

Leider hat nun aber auch der Fellwechsel Vor- und Nachteile, denn während das dichtere und längere Winterfell das Pferd vor Kälte schützt und das kürzere und „luftigere“ Sommerfell dem Schutz des Organismus dient, weil es den Kreislauf im Sommer entlastet, bedeutet der Fellwechsel auch eine Belastung für das Pferd, was sich in reduzierter Leistungsbereitschaft und -fähigkeit niederschlägt, denn für den Haarwechsel wird nicht nur vom Stoffwechsel Höchstleistung gefordert, sondern auch der Bedarf an Eiweiß, Aminosäuren, essentiellen Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen steigt an und kann vielfach aus der Winterfütterung allein nicht gedeckt werden, während das Pferd im Idealfall in der Weidesaison mit dem Gras einen natürlichen und immer ausreichend zur Verfügung stehenden Lieferanten findet, der den Mehrbedarf problemlos decken kann. Diese natürliche Quelle fehlt im Winter, wenn vor allem Heu gefüttert wird, das überdies mit Schimmelpilzen kontaminiert sein kann, was das Immunsystem zusätzlich beansprucht und die Qualität des Futterwertes aus dem Raufutter sinken lässt.

 

Natürliche Vorgänge im Pferdeorganismus natürlich unterstützen


In erster Linie liegt es natürlich nah, dem Pferdeorganismus die fehlenden Substanzen, welche den Fellwechsel erleichtern, auf natürliche Weise zur Verfügung zu stellen und hierzu bieten sich vor allem essentielle Fettsäuren an, denn

 

·        Essentielle Fettsäuren

sind in geballter Form in Hanf, Leinsamen oder kaltgepresstem Leinöl, respektive Schwarzkümmelöl, enthalten, denn das verfügt neben den auch im Leinöl enthaltenen wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusätzlich über die Vitamine B, A, D, E, sowie Zink, Selen, Magnesium und ein ätherisches Öl (Nigellon), das eine immunstimulierende Wirkung hat. Ein Vorteil der Ölfütterung ist, dass viel Energie ins Pferd kommt, die den Organismus nicht mit großen Futtermengen belastet und dass Öle überdies dafür sorgen, dass die fettlöslichen Vitamine A und E aus dem Futter (z.B. Möhren) besser aufgenommen werden.

 

Einen ähnlich positiven Effekt haben Leinkuchen- und Schwarzkümmelflakes sowie Hanfsamen, denn auch sie enthalten ungesättigte Fettsäuren und ein geballtes Maß an essentiellen Nährstoffen. Beim Hanfsamen ist zusätzlich zu erwähnen, dass er die einzige Ölfrucht ist, welche alle neun essentiellen Aminosäuren und alle essentiellen Fettsäuren enthält und damit zweifelsfrei zu den ernährungsphysiologisch hochwertigsten Ölfrüchten gehört. Nur ganz wenige Ölsamen enthalten Gamma-Linolensäure (GLA) – Hanf enthält sogar 2 bis 4% Gamma-Linolensäure, deren Mangel zu schweren Stoffwechselstörungen führen kann. Die Hanffütterung wirkt sich – neben anderen positiven Effekten – beim Stoffwechsel unterstützend auf die Haut und die Haarbildung aus, kann eine Schuppenbildung beheben und bringt Glanz ins Fell.

 

Eine wichtige Lücke schließen auch Vitamine und beim Fellwechsel spielen vor allem die B-Vitamine und das fettlösliche Vitamin E eine maßgebliche Rolle

 

  • die B-Vitamine Folsäure und Biotin und das Vitamin E

Die Vitamine B9 und B7 sind maßgeblich am Zellwachstum und der Haarneubildung beteiligt. Folsäurefindet in Getreiderandschichten, Mühlennachprodukten, in Hefe und in Luzernegrünmehl natürliche Quellen

  • Vitamin E

Es fördert die Durchblutung und den Zellwachstum der Haut und kommt vor allem in Pflanzenölen vor

 

Bei einer ausgewogenen und bedarfsgerechten Fütterung ist der Bedarf an Mineralstoffen und Spurenelementen in der Regel zwar gedeckt, aber trotzdem sollte speziell auf einen etwas höheren Anteil der Mineralstoffe Magnesium und Schwefel, sowie der SpurenelementeZink, Mangan, Kupfer und Selen geachtet werden

 

  • Magnesium (enthalten in Luzerne, Petersilie, Schlüsselblume, Große Königskerze, Mikroalgen, Löwenzahnblättern) und Schwefel (enthalten in Brennessel, Wegerich, Petersilie, Huflattich, Große Königskerze, Augentrost, Hirtentäschelkraut)

Sie fördern ebenfalls die Durchblutung und den Zellwachstum der Haut

  • Zink (enthalten in Artischockenblättern), Mangan (enthalten in Luzerne, Petersilie), Kupfer (enthalten in Luzerne, Petersilie, Brennnessel, Vogelmiere) und Selen (enthalten in Sonnenblumenkernen)

Vor allem Zink ist nicht nur an der Bildung von Keratin beteiligt, das den Hauptbestandteil der Haare ausmacht, sondern fördert auch die Zellteilung und das Wachstum der Haare und der Haarwurzeln

 

Weil Kieselerde eine natürliche Substanz ist, die der Körper gut verwerten kann, sollte sie entweder in Form von Pflanzen, wie dem Ackerschachtelhalm oder als Pulver in einer Frühjahrs- oder Herbstkur Beachtung finden

 

  • Kieselerde (Silizium)

kommt eine hohe Bedeutung für die Haar- und Hautentwicklung zu

 

Aber nicht nur an Ackerschachtelhalm, sondern an Pflanzen im Allgemeinen sollte gedacht werden, wenn man seinem Pferd den Fellwechsel erleichtern möchte, denn schließlich ist gegen jedes gesundheitliche Problem ein Kraut gewachsen.

 

Beim Fellwechsel kommen vor allem Heilkräuter in Betracht, welche das Immunsystem stärken und den Stoffwechsel, die Entgiftung und Blutreinigung, sowie das Zellwachstum der Haut und das Fellwachstum anregen, wie sie in der ausgewogenen Kräutermischung „GLANZSTÜCK - Brillant gepflegt für innere und äußere Schönheit (Haut & Fell)” zusammengestellt wurden.

Glanzstück

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Enthalten sind handverlesene Heilkräuter:

  • Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)

Wenn es eine Pflanze gibt, der man einen besonders engen Bezug zu Haut, zur Schleimhaut und zum Fell zuschreiben kann, dann ist es der Ackerschachtelhalm, denn er ist nicht nur enorm reich an Kieselsäure, sondern überdies an Mineralstoffen wie Kaliumsalzen, Calcium, Magnesium, Aluminium, Eisen und Mangan. Der hohe Gehalt an Kalium stimuliert die Nierentätigkeit an und fördert damit die Ausscheidung von Stoffwechselablagerungen. Der Ackerschachtelhalm gilt überdies als blutreinigend und entzündungshemmend und kann den Fellwechsel höchst effizient unterstützen.

 

  • Birkenrinde (Betula)

Der Wirkmechanismus der Birkenrinden beruht auf der hohen Konzentration an Triterpenen (ca. 87%). Hierbei sind die wichtigsten Komponenten das juckreizstillende und gegen Bakterien wirkende Betulin, dessen Anteil etwa 80% ausmacht und die Betulinsäure (3%). Betulin hat überdies eine zellerneuernde Wirkung und kann die Regeneration der Oberhaut fördern, indem es verstärkt Kalzium-Ionen bereitstellt. Insofern trägt die Birkenrinde auch innerlich zur Heilung der Haut bei, denn die Anzahl der zur Wundheilung benötigten Entzündungsstoffe wird durch die Inhaltsstoffe der Birkenrinde erhöht und aktiviert weitere Proteine, die den Heilungsprozess beschleunigen. Neben der zellregenerierenden Wirkung unterstützen die Inhaltsstoffe der Birkenrinde die Haut auch gegen den Feuchtigkeitsverlust – die Haut bleibt elastisch und bildet eine starke Hautbarriere gegen äußere schädliche Einflüsse, denn gerade in der Zeit des Fellwechsels ist die Haut besonders stark gefordert und neigt darum auch zur Schuppenbildung.

 

  • Brennesselkraut (Urtica urens)

Als Unkraut vernichtet tut man der Brennnessel großes Unrecht, denn als Heilpflanze ist sie ein Allrounder, der sich sowohl zur Entschlackung und Entgiftung durch ihre blutreinigende, blutbildende, stoffwechsel- und haarwuchsfördernde Wirkung zur kurmässigen Anwendung beim Fellwechsel bewährt hat, vor allem wenn die Haut Schuppen bildet und der Fellwechsel nur sehr langsam von Statten geht. Aber auch bei Verdauungsproblemen wie Verstopfung oder Durchfall darf an die Brennnessel gedacht werden, denn sie ist auch geeignet zur Stimulierung der Verdauungsdrüsen in Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse und Leber. Außerdem gehören zu ihren Eigenschaften auch die Reinigung des ganzen Organismus – die Brennnessel ist eine hervorragende Pflanze zur Entgiftung und dem Abtransport von Toxinen, sowie der Entlastung und Entschlackung. Ebenso sollte bei Pferden mit Sommerekzem die Brennnessel innerlich und äußerlich, als Aufguss, zur Anwendung kommen

 

  • Hagebuttenfrüchte (Rosa canina)

Als Bachblüte „Wild Rose“ steht die Heckenrose für die Hoffnung und Lebensfreude. Die Schalen dieser Hagebutte haben nicht nur eine gute Heilwirkung, sondern auch mit dem hohen Gehalt an Vitamin C eine abwehrkräftestärkende Wirkung. Die Hagebutte hat sich daher in der Hauptsache als hervorragender Vitamin C-Spender bewährt, denn ihr sehr hoher Gehalt an Ascorbinsäure (100 g frische Hagebutten enthalten 4000

-5.000 mg Vitamin C) macht sie zu einer effektiven Hilfe bei Neigung zu Infektionskrankheiten bei Schwächung des Immunsystems und der körpereigenen Abwehrkräfte und bei Erschöpfungszuständen. Sie regt die Widerstandskräfte an und wirkt dadurch stärkend in der Zeit der Rekonvaleszenz nach Krankheiten und beim Fellwechsel. Des weiteren schreibt man ihr eine blutreinigende Wirkung zu und damit wird die Haut als Entgiftungsorgan unterstützt. Durch ihren hohen Vitamingehalt wirkt die Hagebutte positiv auf die Bildung von gesundem Fell und starkem Hufhorn.

  • Kamillenblüten (Chamomilla recutita)

Die Kamille ist eine der beliebtesten Heilpflanzen in Europa und ihr typisch intensiver Duft entfaltet sich nicht erst bei der Anwendung, sondern steigt einem bereits in die Nase, wenn man nur in ihre Nähe kommt. Leider wird auch sie, als Pflanze, die in der Nähe von Getreide wächst, eher als Unkraut betrachtet und bekämpft. Besonders bekannt ist ihre heilende, krampflösende und schmerzlindernde Wirkung auf den Magen-Darmtrakt sowie ihre beruhigende Wirkung, die besonders bei stressanfälligen Pferden relevant sein kann bei denen die Kamille gleichzeitig an zwei Stellen heilt, indem sie den Verdauungstrakt und das Gemüt entspannt. Für den Fellwechsel steht aber vor allem ihre harntreibende, antibakterielle und blutreinigende Wirkung im Mittelpunkt, denn damit wirkt die Kamille nicht nur Hautreizungen entgegen und macht den Krankheitskeimen das Leben deutlich schwerer, sondern sie unterstützt gleichzeitig die Niere bei der Entgiftung und hilft, die Krankheitserreger und andere schädliche Substanzen auszuschwemmen. Zusätzlich hat die Kamille eine höchst effizient wirkende stoffwechselfördernde Eigenschaft und bringt den aus dem Gleichgewicht geratenen Organismus wieder in eine gesunde Balance

 

  • Klebkraut (Galium aparine)

Die Pflanze verdankt ihren Namen ihrer enormen Haftkraft, bei der sie ihre feinen Härchen unterstützen. Besonders hervorzuheben ist ihr Reichtum an Kieselsäure – dem Nährstoff schlechthin für die Haut und das Fell. Dazu kommen die entzündungshemmenden Flavonoide, die zusammen mit den enthaltenen ätherischen Ölen Hautirritationen entgegenwirken. Die Tanningerbstoffe sind vor allem dem Verdauungssystem nützlich und verbessern den Appetit bei Pferden, die durch den Fellwechsel abnehmen. Alle Wirkstoffe zusammen stimulieren den Stoffwechsel, den Blutreislauf und das Lymphsystem und bringen den Organismus in Schwung. Vor allem Pferde, die im Fellwechsel zu angelaufenen, geschwollenen Beinen und Ödemen neigen, profitieren vom Klebkraut, denn es wirkt abschwellend. Klebkraut sorgt überdies für kräftige Hufe und ein glänzendes Fell, denn es enthält Nährstoffe wie Kalzium, Kupfer, Jod und Natrium.

 

  • Klettenwurzel (Arctium lappa)

Fast jeder, der schon einmal mit Haarausfall zu kämpfen hatte, kennt die haarwuchsfördernde Wirkung der Klettenwurzel. Die verdankt sie ihren Inhaltsstoffen, zu denen Inulin, Fettsäuren, Phosphorsäure, fettes Öl, ätherisches Öl, Tannine, Bitterstoffe, Phytosterine, Schleim und Teer. Die Klettenwurzel hat jedoch auch entzündungshemmende und blutreinigende Eigenschaften, was sie zu einer idealen Pflanze bei Hautproblemen macht. Überdies unterstützt die Klettenwurzel die Entgiftung des Organismus und den Fellwechsel, denn sie stärkt die Haut.

 

  • Löwenzahn (Taraxacum officinalis)

Diese Pflanzen gehört zu den Heilkräutern, die in keiner Frühjahrs- und Herbstkur fehlen sollte, denn sie aktiviert das Immunsystem und den Stoffwechsel, besonders den Hautstoffwechsel – beide sind gerade im Fellwechsel sehr gefordert und können darum die Unterstützung vom Löwenzahn sehr gut gebrauchen. Das Kraut entgiftet den Organismus über die Niere und die Leber und entlastet damit die Haut als Entgiftungsorgan. Überdies wirkt Löwenzahn blutreinigend und fördert die Durchblutung – hierbei wird auch das Fellwachstum unterstützt.

 

  • Ringelblumenblüten(Calendulae officinalis)

Diese goldgelben Blumen gelten sowohl bei innerlicher, als bei äußerlicher Anwendung als entzündungshemmend und haben eine heilende und damit zellregenerierende Wirkung auf die Haut Zu ihren wichtigsten Wirkstoffen gehören die in der Blüte enthaltenen, enzündungshemmend wirkenden Flavonoide. Zusammen mit den in den Blütenblättern enthaltenenätherischen Ölen hat die Pflanze zudem keimabtötende Eigenschaften und wirkt damit Bakterien, Viren und Pilzen entgegen. Aber auch die Triterpensaponine (Oleanolsäureglykoside) und die Triterpenalkohole (Faradiol) wirken nachweislich entzündungshemmend und können überdies Wassereinlagerungen (Ödemen) entgegenwirken. Die Abwehrkräfte stärken die in den Ringelblumenblüten enthaltenen Zuckerverbindungen (Polysaccaride).

 

  • Riesengoldrutenkraut(Solidago gigantea)

Diese Pflanze fördert die Aktivität der Glutathion-STransferasen (GST), die eine entscheidende Rolle in der Entgiftung des Organismus spielen, denn sie fördern die Umwandlung von gewebsschädigenden Substanzen in hydrophile Metaboliten. Diese werden dann über die Nieren und die Harnwege ausgeschieden, denn die Goldrute hat einen sehr starken Bezug zur Niere und wirkt als Diuretikum (Förderung der Harnausscheidung) entwässernd bei Wasseransammlung im Körper (Ödeme) und unterstützt die Ausschwemmung von Harn- und Giftstoffen. Die dadurch gesteigerte Durchspülung der Niere und der Harnwege hemmt pathogene Keime. Überdies regt die Enzymaktivierung der Glutathion-STransferasen den körpereigenen Schutz gegen toxische und mutagene Effekte an. Weitere Eigenschaften der Riesengoldrute sind ihre keimtötenden, blutreinigenden, entzündungswidrigen, adstringierenden (zusammenziehend) und gewebsschützenden Wirkungen - sie baut Nierengewebe auch auf und kräftigt es. Unterstützend wirken dabei ihre Inhaltsstoffe, zu denen hauptsächlich bis zu 3,8 % Flavonoide als Quercetin, Kämpferol und Isorhamnetin und deren Abkömmlinge gehören. Als zweite Wirkstoffgruppe sind die Triterpensaponine mit um die 10 % aktiv. Außerdem sind ätherisches Öl und Phenolkarbonsäuren wie Kaffee-, Ferula- oder Salizylsäure im Riesengoldrutenkraut nachgewiesen worden. All diese Wirksubstanzen sorgen in ihrer Kombination dafür, dass die Haut als Entgiftungsorgan entlastet und von der Niere unterstützt wird.

 

Geduld oder Striegel – Hilft das Bürsten?


Bleibt zum Schluss die Frage zu beantworten, ob man dem Pferd durch den Fellwechsel hilft, wenn man es intensiv striegelt und die losen Haare ausbürstet. Grundsätzlich ist es natürlich eine unterstützende Maßnahme, wenn die Haut massiert wird, aber häufig fallen die Temperaturen in der Übergangszeit noch einmal bis in den Frostbereich und ist das warme Fell erst weg, schützt es auch nicht mehr vor der zurückkehrenden Kälte. Auf der anderen Seite treffen oft die plötzlich steigenden Temperaturen auf den noch hartnäckig verbliebenen Winterplüsch, was dann wiederum besondere Anforderungen an die Temperaturregulation und damit an den Kreislauf stellt. Vor allem Pferde des nordischen Typs und Offenstallpferde mit besonders ausgeprägtem Haarwachstum sind davon betroffen und ob das Risiko größer ist, dass ein feucht verschwitztes Pferd sich erkältet oder dass ihm das ausgebürstete Fell vor allem dann fehlt, wenn es regnet oder die Temperaturen nachts noch einmal fallen, wird man als Besitzer von Situation zu Situation entscheiden müssen.

Das Team der Neumann Tierkräuter und –gewürze Manufaktur wünscht Euren Pferden einen unbeschwerten Fellwechsel

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